Pallade Veneta - Lange Haftstrafen für Friedhofsdiebstähle im großen Stil in Bayern

Lange Haftstrafen für Friedhofsdiebstähle im großen Stil in Bayern


Lange Haftstrafen für Friedhofsdiebstähle im großen Stil in Bayern
Lange Haftstrafen für Friedhofsdiebstähle im großen Stil in Bayern / Foto: JENS SCHLUETER - AFP/Archiv

Wegen Diebstählen von Friedhöfen im großen Stil hat das Landgericht im bayerischen Traunstein drei Männer zu langen Haftstrafen verurteilt. Zwei von ihnen erhielten fünf Jahre und neun Monate beziehungsweise vier Jahre und drei Monate Haft, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Der dritte Angeklagte wurde zu einer Jugendstrafe von drei Jahren und sieben Monaten verurteilt. Der Haupttäter wurde auch wegen des Besitzes von Kinderpornografie verurteilt.

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Schuldig gesprochen wurden die drei Männer unter anderem wegen schweren Bandendiebstahls, Störung der Totenruhe, gemeinschädlicher Sachbeschädigung und Betrugs. Laut Anklage wurde ein Schaden von fast hunderttausend verursacht. Das Gericht urteilte jedoch, dass der materielle Schaden geringer sei, weil der Wert zum Zeitpunkt des Diebstahls maßgeblich sei und nicht der Wert einer Neuanschaffung.

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass sich die Männer 2022 zu einer Bande zusammengeschlossen hatten, um vor allem auf Friedhöfen und in Kirchen zu stehlen. Die sakralen Gegenstände wurden gewaltsam mit Werkzeugen von den Gräbern abgetrennt. Kreuze und Skulpturen wurden bewusst zerstört, um die Rohstoffe zu verkaufen.

So wurde im Dezember 2022 in einer Kirche ein Opferstock aus der Zeit um 1500 aus einer Bodenplatte gerissen und zerstört. Im Januar 2023 wurden an insgesamt 18 Gräbern auf Friedhöfen sakrale Gegenstände wie Kreuze, Grablaternen oder Skulpturen gestohlen. Später wurden im nahen Siegsdorf acht und in Vachendorf sechs Gräber beschädigt.

O.Pileggi--PV

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