Pallade Veneta - Zwangsarbeit in Restaurantküchen: Großrazzia in Berlin und Brandenburg

Zwangsarbeit in Restaurantküchen: Großrazzia in Berlin und Brandenburg


Zwangsarbeit in Restaurantküchen: Großrazzia in Berlin und Brandenburg
Zwangsarbeit in Restaurantküchen: Großrazzia in Berlin und Brandenburg / Foto: SAJJAD HUSSAIN - AFP/Archiv

Ermittler sind in Berlin und Brandenburg zu einer großen Razzia wegen des Vorwurfs der Zwangsarbeit in Restaurants gegen neun mutmaßliche Mitglieder einer kriminellen Bande ausgerückt. Wie Polizei, Staatsanwaltschaft und Zoll am Donnerstag in der Hauptstadt mitteilten, sollen sie vor allem aus Indien stammende Opfer ins Land geschleust und als Köche in Gaststätten systematisch ausgebeutet haben.

Textgröße ändern:

Auch mehr als 20 Geschädigte wurden demnach bei den Durchsuchungsmaßnahmen am Mittwochabend von rund 380 Einsatzkräften angetroffen. Die Beschuldigten im Alter von 36 bis 66 Jahren sollen ihnen die Ausweisdokumente abgenommen und sie mindestens seit Juni 2021 täglich bis zu 13 Stunden in den Küchen verschiedener Restaurants zur Arbeit eingesetzt haben. Ihr Arbeitslohn lag laut Ermittlern dabei bis zu 75 Prozent unter dem gesetzlichen Mindestlohn.

Untergebracht waren die Opfer nach Angaben der Behörden auf engstem Raum in "überfüllten" Sammelunterkünften der Verdächtigen oder teilweise direkt im Keller von Restaurants. Durchsucht wurden insgesamt 22 Objekte, darunter Restaurants, Wohnungen von Beschuldigten und Arbeitersammelunterkünfte.

Beschlagnahmt wurden unter anderem zahlreiche Ausweisdokumente von mutmaßlich ausgebeuteten Zwangsarbeitern, Geld und Goldschmuck, digitale Speichermedien sowie Geschäftsunterlagen. Von Festnahmen war nicht die Rede. Die Auswertung der beschlagnahmten Beweismittel und die weiteren Ermittlungen übernimmt eine gemeinsame Projektgruppe von Polizei und Zoll.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Reporter von CNN, MS NOW und Politico weiter ohne Zugang zum Weißen Haus

Journalisten der US-Sender CNN und MS NOW und der Plattform Politico haben weiter keinen Zugang zum Weißen Haus - obwohl ein US-Bundesgericht das von Präsident Donald Trump verhängte Hausverbot vorerst aufgehoben hat. Die Medien erklärten, ihren Reportern sei am Donnerstag der Eintritt ins Weiße Haus verweigert worden. Die Journalisten wollten über den Staatsbesuch von Chinas Präsident Xi Jinping berichten.

Heftiger Streit um Erbe von Dolly Parton kurz nach ihrem Tod

Knapp einen Monat nach dem Tod von Country-Legende Dolly Parton ist zwischen ihrem langjährigen Manager und ihrem Neffen ein heftiger Streit um das millionenschwere Erbe ausgebrochen. Eine Richterin erließ am Mittwoch (Ortszeit) auf Antrag von Partons langjährigem Manager und Nachlassverwalter eine einstweilige Verfügung gegen Partons Neffen Bryan Seaver. Vorangegangen waren laut Gerichtsunterlagen Drohungen des Neffen.

13-Jähriger in Hamburg als mutmaßlicher Auftragsmörder festgenommen

In Hamburg hat die Polizei einen 13 Jahre alten Jungen als mutmaßlichen Auftragsmörder festgenommen. Auf Grundlage bisheriger Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, "dass das Kind zuvor den Auftrag erhalten hatte", jemanden in Hamburg zu töten, wie eine Sprecherin der Behörde am Donnerstag mitteilte. Der aus den Niederlanden stammende Junge wurde demnach schon im Juni im Stadtteil St. Pauli festgenommen.

JVA Gablingen: Landgericht Augsburg lässt Anklage wegen Gefangenenmisshandlung zu

Im Fall der mutmaßlichen Misshandlung von Gefangenen in der bayerischen Justizvollzugsanstalt (JVA) Augsburg-Gablingen hat das Landgericht Augsburg die Anklage der Staatsanwaltschaft unverändert zur Hauptverhandlung zugelassen. Ein Termin für den Prozessbeginn stehe noch nicht fest, der Vorsitzende Richter stimme den Zeitplan mit den Verfahrensbeteiligten ab, teilte das Gericht am Donnerstag mit. Angeklagt sind die ehemalige Leiterin und die ehemalige stellvertretende Leiterin des Gefängnisses sowie elf Mitglieder der sogenannten Sicherungsgruppe.

Textgröße ändern: