Pallade Veneta - Heimbewohner mit Medikamenten getötet: Lebenslange Haft für Altenpfleger in Bremen

Heimbewohner mit Medikamenten getötet: Lebenslange Haft für Altenpfleger in Bremen


Heimbewohner mit Medikamenten getötet: Lebenslange Haft für Altenpfleger in Bremen
Heimbewohner mit Medikamenten getötet: Lebenslange Haft für Altenpfleger in Bremen / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

Wegen eines Mordes und eines Mordversuchs an Patienten hat das Landgericht Bremen einen früheren Altenpfleger am Montag zu lebenslanger Haft verurteilt. Die zuständige Kammer sah es nach Angaben eines Sprechers als erwiesen an, dass der 43-Jährige zwei Heimbewohnern eigenmächtig Medikamente verabreicht hatte, um medizinische Notsituationen auszulösen und sich dadurch beruflich zu profilieren.

Textgröße ändern:

Im ersten Fall verabreichte der Angeklagte demnach einem schwer herzkranken Patienten Insulin, bevor dieser später in einem Krankenhaus starb. Aufgrund der erheblichen Vorerkrankung des Pflegeheimbewohners war laut Gericht nicht mehr sicher feststellbar, dass das Medikament todesursächlich war. Die Verurteilung erfolgte in diesem Anklagepunkt wegen versuchten Mordes.

Von einem vollendeten Mord ging die Kammer hingegen im zweiten Fall aus, bei dem der Beschuldigte einem weiteren Pflegeheimbewohner eine Überdosis eines Betablockers verabreicht hatte, der Blutdruck und Herzschlag senkte. Das Opfer starb. Auch bei dieser Tat war der Angeklagte nach Feststellungen des Gerichts davon motiviert, seine eigene Kompetenz im Umgang mit Not- und Todesfällen zu demonstrieren und sich bei der Arbeit dadurch hervorzutun.

Beide Taten ereigneten sich 2019 in einem Bremer Pflegeheim. Das Gericht stellte in seinem Urteil laut Sprecher auch die besondere Schuldschwere fest und verhängte ein lebenslanges Berufsverbot. Durch die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld ist eine rechtlich theoretisch mögliche vorzeitige Entlassung aus der Haft nach 15 Jahren praktisch ausgeschlossen.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

US-Richter hebt Trumps Hausverbot für CNN, MS NOW und Politico vorerst auf

Ein US-Bundesrichter hat das Weiße Haus angewiesen, das gegen Journalisten von CNN, MS NOW und Politico verhängte Hausverbot aufzuheben und ihnen umgehend wieder Zutritt zu gewähren. Der ohne Vorankündigung erfolgte Entzug ihrer Akkreditierungen verletze laut dem Richter Timothy Kelly "mutmaßlich ihre verfassungsmäßigen Rechte", welche die Pressefreiheit garantieren, hieß es in der Anordnung, welche die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag einsehen konnte.

Illegaler Handel mit Edelmetallen für 50 Millionen Euro: Anklage in Mannheim

Wegen des Handels mit gestohlenen Edelmetallen im Wert von etwa 50 Millionen Euro hat die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart Anklage gegen zwei Männer aus Pforzheim erhoben. Wie die baden-württembergische Behörde am Donnerstag mitteilte, wird den beiden Beschuldigten gewerbsmäßige Bandenhehlerei in 190 Fällen und Geldwäsche vorgeworfen. Das Landgericht Mannheim entscheidet über die Zulassung der Anklage.

Absturz von Kampfjet auf US-Airbase Spangdahlem: Pilot aus Krankenhaus entlassen

Nach dem Absturz eines F-16-Kampfjets auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem in Rheinland-Pfalz ist der Pilot aus dem Krankenhaus entlassen worden. Er habe lediglich leichte Verletzungen erlitten, teilte die US-Airbase am Mittwochabend mit.

Zahl der Verkehrstoten im ersten Halbjahr 2026 gesunken

Die Zahl der Verkehrstoten ist im ersten Halbjahr 2026 gesunken. 1233 Menschen kamen von Januar bis Juni im Straßenverkehr ums Leben, das waren neun Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Auch die Zahl der Verletzten ging um 4,2 Prozent zurück.

Textgröße ändern: