Pallade Veneta - Tierschutzbund kritisiert Pläne für Tintenfische aus Aquakulturen in Spanien

Tierschutzbund kritisiert Pläne für Tintenfische aus Aquakulturen in Spanien


Tierschutzbund kritisiert Pläne für Tintenfische aus Aquakulturen in Spanien
Tierschutzbund kritisiert Pläne für Tintenfische aus Aquakulturen in Spanien

Die Nachfrage steigt, nun soll die Produktion nachziehen: Ab Sommer 2023 sollen laut dem Deutschen Tierschutzbund in Spanien jährlich 3000 Tonnen Tintenfisch in Aquakulturen produziert werden. Die Organisation kritisierte die Pläne am Donnerstag scharf. "Die wenigen verfügbaren Studien zeigen, dass Oktopoden in Gefangenschaft nicht verhaltensgerecht gehalten und versorgt werden können", warnte die Fachreferentin für Natur- und Artenschutz, Katrin Pichl.

Textgröße ändern:

So verfügten Oktopusse über ein hochkomplexes Nervensystem und empfinden nachweislich Gefühle wie Angst, Stress und auch Schmerzen. Die Haltung in einer Aquakultur sei aufgrund ihrer "beachtlichen kognitiven Fähigkeiten und Sensibilität" eine "enorme Qual", kritisierte Pichl.

Oktopoden sind laut Tierschutzbund außerdem Einzelgänger und aufgrund ihrer weichen Haut sehr verletzungsanfällig. Die Haltung in großen Gruppen sorge für Stress, aggressives Verhalten und könne sogar zu Kannibalismus führen.

Die Fleischfresser benötigten außerdem täglich das Zwei- bis Dreifache ihres Körpergewichts an Nahrung. Die Haltung trage so zur Überfischung der Meere bei, kritisierte der Tierschutzbund weiter. Bereits heute werde rund ein Drittel des weltweiten Fischfangs zur Tierfütterung verwendet.

Bisher werden Tintenfische hauptsächlich mit Grundschleppnetzen gefangen - auch diese Praxis kritisierten die Tierschützer. Häufig landeten auch andere Tiere mit in den Netzen, die außerdem auch den Meeresboden zerstörten. "Alle Fangmethoden sowie Handling und Aufbewahrung führen zu Schmerzen, Verletzungen und Stress", erklärte Pichl. Auch die Tötung der Tiere sei grausam: "Man verstümmelt ihren Kopf, tötet sie langsam in Eiswasser oder lässt sie einfach mehrere Stunden an der Luft ersticken".

Das spanischen Unternehmen Nueva Pescanova hatte im November mitgeteilt, dass es erstmals gelungen sei, Tintenfische in Gefangenschaft zu vermehren. Das Unternehmen plant demnach, die ersten in Aquakulturen großgezogenen Tintenfische im Sommer 2022 auf den Markt zu bringen.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Zwei Männer bei Dach-Reparaturarbeiten nach Sturm in Portugal gestorben

Nach dem heftigen Sturm "Kristin" in Portugal sind zwei Männer bei Dach-Reparaturarbeiten gestorben. In der Kleinstadt Batalha im Zentrum des Landes starb ein 73-Jähriger, der vom Dach stürzte, als er Ziegel ersetzen wollte, wie lokale Behörden am Samstag mitteilten. Ein zweiter Mann starb nach einem Sturz bei Reparaturarbeiten im nahegelegenen Alcobaca, erklärte der Bürgermeister der Kleinstadt. Er rief die Menschen zu erhöhter Vorsicht auf.

Portugals Behörden warnen nach Unwetter vor neuem Regen und Überschwemmungen

In Portugal haben die Behörden nach einem heftigen Unwetter mit fünf Toten vor neuem Starkregen und Überschwemmungen gewarnt. Wegen der erwarteten heftigen Regenfälle sprach der Wetterdienst Ipma am Samstag für das gesamte portugiesische Festland eine Unwetterwarnung bis Montag aus. Im Zentrum des Landes waren infolge des Sturms "Kristin" nach Angaben des Energieversorgers E-Redes am Samstagnachmittag immer noch fast 200.000 Haushalte ohne Strom.

Feuerwehr: Explosion in iranischer Hafenstadt durch Gasleck verursacht

Die Explosion in der iranischen Hafenstadt Bandar Abbas an der Golfküste ist nach Angaben der Feuerwehr von einem Gasleck verursacht worden. Es habe sich Gas in dem bei dem Unglück beschädigten Gebäude angesammelt, das dann explodiert sei, sagte der Chef der örtlichen Feuerwehr, Mohammed Amin Lyaghat, am Samstag im Staatsfernsehen. Die Ursache der Explosion war zunächst unklar gewesen, was angesichts der derzeit verschärfte Spannungen zwischen dem Iran und den USA Spekulationen ausgelöst hatte.

Neue Epstein-Akten bringen britischen Ex-Prinzen Andrew weiter in Bedrängnis

Das US-Justizministerium hat Millionen weitere Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein veröffentlicht - sie enthalten unter anderem Details, die den britischen Ex-Prinzen Andrew weiter in Bedrängnis bringen. Den am Freitag (Ortszeit) freigegebenen Akten zufolge schlug Epstein Andrew Mountbatten-Windsor 2010 ein Treffen mit einer Russin vor - kurz nachdem Epstein eine Strafe wegen Prostitution Minderjähriger abgesessen hatte.

Textgröße ändern: