Pallade Veneta - Verband schätzt Schäden durch Versicherungsbetrug auf über sechs Milliarden Euro

Verband schätzt Schäden durch Versicherungsbetrug auf über sechs Milliarden Euro


Verband schätzt Schäden durch Versicherungsbetrug auf über sechs Milliarden Euro
Verband schätzt Schäden durch Versicherungsbetrug auf über sechs Milliarden Euro / Foto: Peter PARKS - AFP/Archiv

Versicherern entstehen durch Versicherungsbetrug einer Schätzung zufolge mehr als sechs Milliarden Euro Schaden pro Jahr. Der Anteil der Verdachtsfälle an allen Schadensmeldungen liege konstant bei etwa zehn Prozent, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Donnerstag in Berlin mit.

Textgröße ändern:

"Mit den insgesamt steigenden Leistungen in der Schaden- und Unfallversicherung gehen aber auch die Kosten für Betrugsfälle nach oben", erklärte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Bislang hatten Versicherer den Schaden auf rund vier bis fünf Milliarden Euro geschätzt.

Die Hälfte der dubiosen Schäden betrifft die Kraftfahrtversicherung, der Rest verteilt sich auf die übrigen Sparten der Schaden- und Unfallversicherung. Zu den sogenannten dubiosen Schadenmeldungen gehören jene, die nicht stimmig sind. Dazu zählen widersprüchliche Angaben oder manipulierte Kaufbelege.

Jedoch sei nicht jede dubiose Schadenmeldung ein Fall von Versicherungsbetrug. "Nichtsdestotrotz müssen Versicherer dubiose Schadenfälle eingehender prüfen und auf diese Weise Versicherungsbetrug entgegentreten", erklärte Asmussen. Er warnte davor, dass Versicherungsbetrug kein Kavaliersdelikt sei.

Wird ein Betrug nachgewiesen, muss der Versicherer nicht für den Schaden aufkommen. Er kann zudem den Versicherungsvertrag kündigen und den Fall anzeigen. Bei einer Verurteilung drohen Geldstrafen oder Gefängnis.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

Streit um Erbe von Dolly Parton zwischen Manager und Neffen entbrannt

Nur wenige Wochen nach dem Tod der Country-Musik-Legende Dolly Parton ist zwischen ihrem ehemaligen Manager und ihrem Neffen ein Streit um das millionenschwere Erbe ausgebrochen. Wie am Mittwoch bekannt wurde, beantragte Partons langjähriger Manager Danny Nozell eine einstweilige Verfügung gegen ihren Neffen Bryan Seaver, dem er eine "eskalierende Drohkampagne" vorwarf, um Geld aus den Unternehmen der verstorbenen Sängerin zu erpressen.

Anwältin: In Russland inhaftierte Regisseurin Berkowitsch auf 42 Kilo abgemagert

Die in Russland inhaftierte Theaterregisseurin und Kriegsgegnerin Jewgenija Berkowitsch ist nach Angaben ihrer Anwältin im Gefängnis auf 42 Kilogramm abgemagert. "Sie ist wieder in eine Strafzelle gesteckt worden", sagte Ksenia Karpinskaja der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Ihren Angaben zufolge ist es das dritte Mal, dass die 41-Jährige in Isolationshaft musste.

Linke in der Defensive: Massive Kritik im Bundestag wegen Antisemitismus-Verdacht

Wenige Tage nach ihrem Wahlsieg in Berlin ist die Linkspartei wegen Clan-Kontakten und Antisemitismus-Vorwürfen in die Defensive geraten. In einer Aktuellen Stunde im Bundestag erhoben am Mittwoch Abgeordnete aller anderen Fraktionen schwere Vorwürfe. Union, SPD, Grüne und AfD warfen der Linken eine mangelnde Abgrenzung zu Antisemiten vor und warnten vor einer Unterwanderung durch die Organisierte Kriminalität. Die Linke wertete die Kritik als Manöver, sie nach dem Wahlsieg von der Übernahme der Landesregierung in Berlin abzuhalten.

Sexueller Missbrauch: Ex-Hollywood-Produzent Weinstein zu 15 Jahren Haft verurteilt

Der frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein ist wegen sexueller Übergriffe auf eine Produktionsassistentin zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Das New Yorker Gericht bliebt damit am Mittwoch hinter der Forderung der Staatsanwaltschaft von 20 Jahren Haft zurück. Geschworene hatten den heute 74-jährigen Weinstein vor gut einem Jahr schuldig gesprochen, seine Assistentin Miriam Haley im Jahr 2006 missbraucht zu haben. Nun wurde das Strafmaß verkündet.

Textgröße ändern: