Pallade Veneta - Haftstrafe für Frau in Hamburg wegen Tötung von Baby und Angriffs auf Partner

Haftstrafe für Frau in Hamburg wegen Tötung von Baby und Angriffs auf Partner


Haftstrafe für Frau in Hamburg wegen Tötung von Baby und Angriffs auf Partner
Haftstrafe für Frau in Hamburg wegen Tötung von Baby und Angriffs auf Partner / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Weil sie ihr Baby mit einem Kissen erstickte und versuchte, ihren schlafenden Lebensgefährten mit einem Messer zu töten, ist eine 33-Jährige in Hamburg zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht sprach sie am Dienstag des Totschlags und des versuchten Mordes sowie der gefährlichen Körperverletzung schuldig. Die Frau sei nur eingeschränkt schuldfähig, weil sie unter einer Persönlichkeitsstörung leide und deswegen zum Zeitpunkt der Taten unter Depressionen gelitten habe, erklärte ein Gerichtssprecher.

Textgröße ändern:

Wegen der Belastungen nach der Geburt und bedingt durch die Persönlichkeitsstörung habe sie sich in einer "Überforderungs- und Verzweiflungsspirale" befunden. Die Störung habe sie auch daran gehindert, sich Hilfe zu suchen.

Während des Ermittlungsverfahrens habe die Frau unterschiedliche Angaben gemacht, erklärte der Sprecher weiter. Zunächst habe sie nach einem Suizidversuch gegenüber der Polizei angegeben, ihrem drei Wochen alten Kind ein Kissen ins Gesicht gedrückt und die Nase zugehalten zu haben. Später habe sie diese Schilderung relativiert und von einem Unglücksfall gesprochen. Das Gericht gehe aber davon aus, dass die frühere Schilderung stimme, weil sie zum rechtsmedizinischen Befund passe.

Das Kind war im Mai 2023 getötet worden. Die Frau war danach zunächst in Untersuchungshaft, wurde aber nach mehreren Wochen entlassen, weil bei einer ersten psychiatrischen Einschätzung Zweifel an ihrer Schuldfähigkeit auftauchten. Zugleich lagen die Voraussetzungen für eine Unterbringung der 33-Jährigen in einer Psychiatrie nicht vor.

Kurz nach ihrer Entlassung versuchte sie dann, ihren Lebensgefährten zu töten. Das Landgericht sah als erwiesen an, dass sie zwei Stiche auf seinen Hinterkopf ausgeführt hatte. Er wehrte sie ab und wurde am Hinterkopf sowie an Arm und Hand verletzt. Das Gericht ging von einem bedingten Tötungsvorsatz aus. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Streit um Erbe von Dolly Parton zwischen Manager und Neffen entbrannt

Nur wenige Wochen nach dem Tod der Country-Musik-Legende Dolly Parton ist zwischen ihrem ehemaligen Manager und ihrem Neffen ein Streit um das millionenschwere Erbe ausgebrochen. Wie am Mittwoch bekannt wurde, beantragte Partons langjähriger Manager Danny Nozell eine einstweilige Verfügung gegen ihren Neffen Bryan Seaver, dem er eine "eskalierende Drohkampagne" vorwarf, um Geld aus den Unternehmen der verstorbenen Sängerin zu erpressen.

Anwältin: In Russland inhaftierte Regisseurin Berkowitsch auf 42 Kilo abgemagert

Die in Russland inhaftierte Theaterregisseurin und Kriegsgegnerin Jewgenija Berkowitsch ist nach Angaben ihrer Anwältin im Gefängnis auf 42 Kilogramm abgemagert. "Sie ist wieder in eine Strafzelle gesteckt worden", sagte Ksenia Karpinskaja der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Ihren Angaben zufolge ist es das dritte Mal, dass die 41-Jährige in Isolationshaft musste.

Linke in der Defensive: Massive Kritik im Bundestag wegen Antisemitismus-Verdacht

Wenige Tage nach ihrem Wahlsieg in Berlin ist die Linkspartei wegen Clan-Kontakten und Antisemitismus-Vorwürfen in die Defensive geraten. In einer Aktuellen Stunde im Bundestag erhoben am Mittwoch Abgeordnete aller anderen Fraktionen schwere Vorwürfe. Union, SPD, Grüne und AfD warfen der Linken eine mangelnde Abgrenzung zu Antisemiten vor und warnten vor einer Unterwanderung durch die Organisierte Kriminalität. Die Linke wertete die Kritik als Manöver, sie nach dem Wahlsieg von der Übernahme der Landesregierung in Berlin abzuhalten.

Sexueller Missbrauch: Ex-Hollywood-Produzent Weinstein zu 15 Jahren Haft verurteilt

Der frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein ist wegen sexueller Übergriffe auf eine Produktionsassistentin zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Das New Yorker Gericht bliebt damit am Mittwoch hinter der Forderung der Staatsanwaltschaft von 20 Jahren Haft zurück. Geschworene hatten den heute 74-jährigen Weinstein vor gut einem Jahr schuldig gesprochen, seine Assistentin Miriam Haley im Jahr 2006 missbraucht zu haben. Nun wurde das Strafmaß verkündet.

Textgröße ändern: