Pallade Veneta - Niederlande: Verbraucherschutz verhängt Geldstrafe gegen "Fortnite"-Entwickler

Niederlande: Verbraucherschutz verhängt Geldstrafe gegen "Fortnite"-Entwickler


Niederlande: Verbraucherschutz verhängt Geldstrafe gegen "Fortnite"-Entwickler
Niederlande: Verbraucherschutz verhängt Geldstrafe gegen "Fortnite"-Entwickler / Foto: Chris DELMAS - AFP/Archiv

Gegen den Spieleentwickler Epic Games ist wegen des beliebten Videospiels "Fortnite" in den Niederlanden eine Geldstrafe von 1,1 Millionen Euro verhängt worden. Die niederländische Verbraucher- und Marktaufsichtsbehörde (ACM) erklärte am Dienstag, minderjährige Spieler würden in dem Spiel "auf verschiedene Weise" unter Druck gesetzt, "Käufe zu tätigen". Epic Games hat gegen die Entscheidung Einspruch eingelegt und mehrere Änderungen zugesagt, um die Bedenken der ACM auszuräumen.

Textgröße ändern:

"Die Schutzlosigkeit der Kinder wird ausgenutzt, um sie zum Kauf zu drängen", kritisierte Cateautje Hijmans van den Bergh, Vorstandsmitglied der ACM.

ACM verhängte gegen Epic Games zwei separate Bußgelder in Höhe von insgesamt 1,1 Millionen Euro: Die erste Strafe sanktioniert Sätze im Spiel wie "Kauf es jetzt!". Die zweite Strafe wurde wegen "irreführender" und "trügerischer" Countdown-Timer verhängt, die Kinder nach Einschätzung der Verbraucherschützer zu schnellen Käufen verleiten sollten, weil sie glaubten, dass der Artikel verschwinden würde, wenn die Zeit abgelaufen ist - was nicht immer der Fall war.

Werbung, die Kinder direkt zum Kauf auffordert, sei "unter allen Umständen eine illegale aggressive Geschäftspraxis", erklärte die ACM. "Kinder müssen die Möglichkeit haben, Onlinespiele zu spielen, ohne ungebührlich unter Druck gesetzt zu werden."

Das US-Unternehmen wies die Vorwürfe zurück: "Die Entscheidung enthält erhebliche sachliche Fehler bezüglich der Funktionsweise von 'Fortnite' und des Item-Shops", teilte Epic Games mit.

Die niederländische Verbraucherschutzbehörde hat Epic Games aufgefordert, bis zum 10. Juni Änderungen vorzunehmen. Einige Änderungen habe das Unternehmen bereits vorgenommen, darunter die Entfernung von Countdown-Timern aus dem Item-Shop weltweit, erklärte die ACM. In den Niederlanden wird das Unternehmen nur noch Käufe im Item-Shop anbieten, die 48 Stunden oder länger verfügbar sind.

U.Paccione--PV

Empfohlen

Anwältin: In Russland inhaftierte Regisseurin Berkowitsch auf 42 Kilo abgemagert

Die in Russland inhaftierte Theaterregisseurin und Kriegsgegnerin Jewgenija Berkowitsch ist nach Angaben ihrer Anwältin im Gefängnis auf 42 Kilogramm abgemagert. "Sie ist wieder in eine Strafzelle gesteckt worden", sagte Ksenia Karpinskaja der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Ihren Angaben zufolge ist es das dritte Mal, dass die 41-Jährige in Isolationshaft musste.

Linke in der Defensive: Massive Kritik im Bundestag wegen Antisemitismus-Verdacht

Wenige Tage nach ihrem Wahlsieg in Berlin ist die Linkspartei wegen Clan-Kontakten und Antisemitismus-Vorwürfen in die Defensive geraten. In einer Aktuellen Stunde im Bundestag erhoben am Mittwoch Abgeordnete aller anderen Fraktionen schwere Vorwürfe. Union, SPD, Grüne und AfD warfen der Linken eine mangelnde Abgrenzung zu Antisemiten vor und warnten vor einer Unterwanderung durch die Organisierte Kriminalität. Die Linke wertete die Kritik als Manöver, sie nach dem Wahlsieg von der Übernahme der Landesregierung in Berlin abzuhalten.

Sexueller Missbrauch: Ex-Hollywood-Produzent Weinstein zu 15 Jahren Haft verurteilt

Der frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein ist wegen sexueller Übergriffe auf eine Produktionsassistentin zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Das New Yorker Gericht bliebt damit am Mittwoch hinter der Forderung der Staatsanwaltschaft von 20 Jahren Haft zurück. Geschworene hatten den heute 74-jährigen Weinstein vor gut einem Jahr schuldig gesprochen, seine Assistentin Miriam Haley im Jahr 2006 missbraucht zu haben. Nun wurde das Strafmaß verkündet.

Quecksilberverdacht in Paketzentrum bei Rostock bestätigt sich nicht

Der Verdacht auf Quecksilber in einem Paketzustellzentrum in Mecklenburg-Vorpommern hat sich nicht bestätigt. Die Sperrung des Gebäudes im Ort Leizen wurde aufgehoben, wie die Polizei in Rostock am Mittwoch mitteilte. Proben seien untersucht worden - es handle sich nicht um Quecksilber, sondern um den ungiftigen Stoff Galinstan.

Textgröße ändern: