Pallade Veneta - Arrest wegen versuchter Strafvereitelung in Fall von Leiche in Kofferraum

Arrest wegen versuchter Strafvereitelung in Fall von Leiche in Kofferraum


Arrest wegen versuchter Strafvereitelung in Fall von Leiche in Kofferraum
Arrest wegen versuchter Strafvereitelung in Fall von Leiche in Kofferraum / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Das Landgericht Bonn hat gegen eine Frau im Zusammenhang mit dem Fund einer Leiche im Kofferraum eines Autos einen Dauerarrest von vier Wochen wegen versuchter Strafvereitelung verhängt. Weil die Untersuchungshaft von acht Monaten angerechnet wurde, gilt der Arrest bereits als vollstreckt, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Für die Untersuchungshaft, die sie zu viel absaß, wird sie entschädigt.

Textgröße ändern:

Angeklagt war die heute 18-Jährige wegen gemeinschaftlichen Totschlags. Zusammen mit der Tochter des Opfers soll die damals 15-Jährige die 48-Jährige getötet haben. Die Leiche wurde im Januar 2021 im Kofferraum eines Autos in Königswinter gefunden. Den Ermittlungen zufolge war die Frau an den Weihnachtsfeiertagen 2020 getötet worden. Eine Zeugin meldete das Auto drei Tage vor Silvester, weil es ohne Kennzeichen halb auf der Fahrbahn stand.

Da am Fahrzeug Unfallspuren zu sehen waren, wurde es zur Beweissicherung bei einem Abschleppunternehmen abgestellt. Während der Ermittlungen zu Fahrerflucht gegen die Halterin des Autos wurde die Leiche der Frau im Kofferraum entdeckt. Die Tochter gestand schließlich, ihre Mutter im Streit an den Weihnachtsfeiertagen getötet zu haben.

2021 wurden die Tochter und die mit ihr befreundete 15-Jährige wegen gemeinschaftlichen Totschlags verurteilt. Die Tochter wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, ihre noch jugendliche Freundin zu zwei Jahren Jugendhaft auf Bewährung. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil gegen die Freundin auf. Gegen sie musste nun neu verhandelt werden. Das Urteil gegen die Tochter ist jedoch bereits rechtskräftig.

Nach Angaben des Gerichts sagte die angeklagte Freundin nun im Prozess aus, aus Verbundenheit zu ihrer Freundin lediglich bei der Beseitigung der Leiche geholfen zu haben. An der Tötung selbst sei sie nicht beteiligt gewesen. Sie habe dabei zugesehen und sei "wie gelähmt" im Türrahmen stehen geblieben.

Das einzige belastende Beweismittel sei die Aussage der bereits rechtskräftig verurteilten Tochter der Getöteten gewesen. Diese habe die Strafkammer jedoch nicht überzeugt. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

B.Cretella--PV

Empfohlen

Anwältin: In Russland inhaftierte Regisseurin Berkowitsch auf 42 Kilo abgemagert

Die in Russland inhaftierte Theaterregisseurin und Kriegsgegnerin Jewgenija Berkowitsch ist nach Angaben ihrer Anwältin im Gefängnis auf 42 Kilogramm abgemagert. "Sie ist wieder in eine Strafzelle gesteckt worden", sagte Ksenia Karpinskaja der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Ihren Angaben zufolge ist es das dritte Mal, dass die 41-Jährige in Isolationshaft musste.

Linke in der Defensive: Massive Kritik im Bundestag wegen Antisemitismus-Verdacht

Wenige Tage nach ihrem Wahlsieg in Berlin ist die Linkspartei wegen Clan-Kontakten und Antisemitismus-Vorwürfen in die Defensive geraten. In einer Aktuellen Stunde im Bundestag erhoben am Mittwoch Abgeordnete aller anderen Fraktionen schwere Vorwürfe. Union, SPD, Grüne und AfD warfen der Linken eine mangelnde Abgrenzung zu Antisemiten vor und warnten vor einer Unterwanderung durch die Organisierte Kriminalität. Die Linke wertete die Kritik als Manöver, sie nach dem Wahlsieg von der Übernahme der Landesregierung in Berlin abzuhalten.

Sexueller Missbrauch: Ex-Hollywood-Produzent Weinstein zu 15 Jahren Haft verurteilt

Der frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein ist wegen sexueller Übergriffe auf eine Produktionsassistentin zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Das New Yorker Gericht bliebt damit am Mittwoch hinter der Forderung der Staatsanwaltschaft von 20 Jahren Haft zurück. Geschworene hatten den heute 74-jährigen Weinstein vor gut einem Jahr schuldig gesprochen, seine Assistentin Miriam Haley im Jahr 2006 missbraucht zu haben. Nun wurde das Strafmaß verkündet.

Quecksilberverdacht in Paketzentrum bei Rostock bestätigt sich nicht

Der Verdacht auf Quecksilber in einem Paketzustellzentrum in Mecklenburg-Vorpommern hat sich nicht bestätigt. Die Sperrung des Gebäudes im Ort Leizen wurde aufgehoben, wie die Polizei in Rostock am Mittwoch mitteilte. Proben seien untersucht worden - es handle sich nicht um Quecksilber, sondern um den ungiftigen Stoff Galinstan.

Textgröße ändern: