Pallade Veneta - Brand in Kiosk in Düsseldorf: Offenbar vor Explosion Benzin verschüttet

Brand in Kiosk in Düsseldorf: Offenbar vor Explosion Benzin verschüttet


Brand in Kiosk in Düsseldorf: Offenbar vor Explosion Benzin verschüttet
Brand in Kiosk in Düsseldorf: Offenbar vor Explosion Benzin verschüttet / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Nach dem Brand in einem Kiosk in Düsseldorf mit drei Toten und 16 Verletzten haben die Ermittler deutliche Hinweise auf Brandbeschleuniger entdeckt. Sie gehen nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft vom Freitag davon aus, dass in dem Ladenlokal Benzin verschüttet wurde. Das habe die Entwicklung eines zündfähigen Benzin-Luft-Gemischs zur Folge gehabt.

Textgröße ändern:

Das könnte also ersten Ermittlungsergebnissen zufolge Ursache für die Explosion gewesen sein. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen. Zum jetzigen Stand gebe es weder Hinweise auf ein Delikt der politisch motivierten Kriminalität noch auf eine Einwirkung anderer Menschen von außen, hieß es weiter.

Die drei Todesopfer wurden als Männer im Alter von 55, 48 und 18 Jahren identifiziert. Der 18-Jährige und der 48-Jährige seien Bewohner des Mehrfamilienhauses gewesen und an den Folgen einer Rauchgasintoxikation gestorben. Der 48-Jährige war den Angaben nach der Ehemann der Kioskpächterin, der den Laden mit ihr zusammen betrieb.

Zum Zeitpunkt des von Zeugen beschriebenen lauten Knalls müsse er sich am Zugang zum Kiosk aufgehalten haben, erklärten die Ermittler. Rechtsmedizinische Befunde legten nahe, dass er unmittelbar an den Folgen der Explosion gestorben sei.

Das Feuer war in dem Kiosk im Stadtteil Flingern in der Nacht zum Donnerstag ausgebrochen. Beim Eintreffen von Feuerwehr und Rettungskräften stand der in einem Mehrfamilienhaus gelegene Laden voll in Flammen, die bereits ins erste Obergeschoss schlugen. Auch die Eingangstür zum Wohnhaus brannte.

16 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, nachdem das Feuer auf das darüberliegende Wohnhaus übergegriffen hatte. Über Drehleitern retteten die Einsatzkräfte zehn Menschen von Balkonen. Bei einer schwer verletzten Frau bestehe nach wie vor akute Lebensgefahr, hieß es am Freitag.

O.Merendino--PV

Empfohlen

Linke in der Defensive: Massive Kritik im Bundestag wegen Antisemitismus-Verdacht

Wenige Tage nach ihrem Wahlsieg in Berlin ist die Linkspartei wegen Clan-Kontakten und Antisemitismus-Vorwürfen in die Defensive geraten. In einer Aktuellen Stunde im Bundestag erhoben am Mittwoch Abgeordnete aller anderen Fraktionen schwere Vorwürfe. Union, SPD, Grüne und AfD warfen der Linken eine mangelnde Abgrenzung zu Antisemiten vor und warnten vor einer Unterwanderung durch die Organisierte Kriminalität. Die Linke wertete die Kritik als Manöver, sie nach dem Wahlsieg von der Übernahme der Landesregierung in Berlin abzuhalten.

Sexueller Missbrauch: Ex-Hollywood-Produzent Weinstein zu 15 Jahren Haft verurteilt

Der frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein ist wegen sexueller Übergriffe auf eine Produktionsassistentin zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Das New Yorker Gericht bliebt damit am Mittwoch hinter der Forderung der Staatsanwaltschaft von 20 Jahren Haft zurück. Geschworene hatten den heute 74-jährigen Weinstein vor gut einem Jahr schuldig gesprochen, seine Assistentin Miriam Haley im Jahr 2006 missbraucht zu haben. Nun wurde das Strafmaß verkündet.

Quecksilberverdacht in Paketzentrum bei Rostock bestätigt sich nicht

Der Verdacht auf Quecksilber in einem Paketzustellzentrum in Mecklenburg-Vorpommern hat sich nicht bestätigt. Die Sperrung des Gebäudes im Ort Leizen wurde aufgehoben, wie die Polizei in Rostock am Mittwoch mitteilte. Proben seien untersucht worden - es handle sich nicht um Quecksilber, sondern um den ungiftigen Stoff Galinstan.

Berlin: Als Dragqueen bekannter Mann wegen Kinderpornografie verurteilt

Ein als Dragqueen bekannter Berliner ist wegen des Besitzes von Kinder- und Jugendpornografie zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt worden. Damit blieb das Amtsgericht Tiergarten in seinem Urteil vom Mittwoch einen Monat unter der von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafe. Der 46-Jährige hatte die Taten in dem eintägigen Prozess eingeräumt.

Textgröße ändern: