Pallade Veneta - Streifen auf der Hose: Nike fährt im Markenstreit mit Adidas Sieg vor Gericht ein

Streifen auf der Hose: Nike fährt im Markenstreit mit Adidas Sieg vor Gericht ein


Streifen auf der Hose: Nike fährt im Markenstreit mit Adidas Sieg vor Gericht ein
Streifen auf der Hose: Nike fährt im Markenstreit mit Adidas Sieg vor Gericht ein / Foto: FRANCK FIFE - AFP

Nicht jedes Streifenmuster auf einer Sporthose deutet auf die Marke Adidas hin - auch der US-Konkurrent Nike darf derartige Designs unter Umständen verwenden. Das Oberlandesgericht Düsseldorf gab am Dienstag einer Berufung des US-Unternehmens gegen eine Eilentscheidung zugunsten des deutschen Sportartikelherstellers teilweise statt. In vier von fünf fraglichen Fällen darf Nike demnach sein Streifenmuster verwenden.

Textgröße ändern:

Adidas hatte im Jahr 2022 im Eilverfahren eine einstweilige Verfügung gegen Nike beantragt. Das Landgericht Düsseldorf untersagte dem US-Unternehmen daraufhin, innerhalb Deutschlands fünf bestimmte Sporthosen anzubieten und zu bewerben. Die fraglichen Hosen sind mit einem Zwei- oder Drei-Streifenmuster an der Außennaht versehen.

Ein Einspruch von Nike dagegen wurde abgelehnt, das Unternehmen ging in Berufung und bekam nun in wesentlichen Teilen Recht. Eine der fünf Sporthosen verletze zwar die Markenrechte von Adidas - die drei Streifen auf der Hose seien den drei Streifen des Adidas-Logos sehr ähnlich. In den anderen vier Fällen sei dies jedoch nicht der Fall, erklärte das Gericht.

Drei dieser Hosen seien deutlich sichtbar mit dem Markenzeichen von Nike versehen und das Streifenmuster weise nur zwei Streifen auf. Die eingetragene Adidas-Marke nennt hingegen drei seitlich angebrachte Streifen als kennzeichnend. Auf der vierten Hose prangten ein weniger sichtbares Nike-Emblem sowie drei Streifen. Diese wiesen jedoch einen zu geringen Abstand zueinander auf, erklärte das Gericht. Die Gestaltung wecke "keine Assoziation an die Drei-Streifen-Kennzeichnung" von Adidas.

Das Urteil ist rechtskräftig.

D.Bruno--PV

Empfohlen

IStGH spricht Ex-Rebellenchef aus Zentralafrikanischer Republik schuldig

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag (IStGH) hat einen früheren Rebellenanführer aus der Zentralafrikanischen Republik wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gesprochen. Der Ex-Kommandeur der mehrheitlich muslimischen Seleka-Rebellen, Mahamat Said Abdel Kani, wurde am Mittwoch in vier Anklagepunkten für schuldig befunden, darunter Folter und rechtswidrige Freiheitsberaubung. Das Strafmaß soll zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden. In drei Anklagepunkten wegen Kriegsverbrechen wurde Said hingegen freigesprochen.

Freundin erstickt und in Wald vergraben: Zehn Jahre Haft in Bayern

Weil er seine Freundin erstickte und die Leiche im Wald vergrub, hat das Landgericht im bayerischen Memmingen einen 39-Jährigen zu zehn Jahren Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde der Mann wegen Totschlags, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Laut der zuständigen Kammer hatte er seine Partnerin im August 2025 in Lauben getötet.

Bundesregierung verschärft Vorgehen gegen Sozialmissbrauch

Die Bundesregierung verschärft das Vorgehen gegen den betrügerischen Bezug von Sozialleistungen. Das Bundeskabinett verabschiedete am Mittwoch in Berlin einen Aktionsplan mit Maßnahmen, die sich vor allem gegen Sozialmissbrauch durch Zugewanderte aus EU-Staaten richten. Dieser Missbrauch soll nun durch mehr Datenabgleich, schärfere Kontrollen und strengere Regeln erschwert werden. Eine weitere Neuerung: Die Auszahlung von Grundsicherung an Menschen, die mit vollstreckbarem Haftbefehl gesucht werden, soll beendet werden.

Sachsen-Anhalt: Cannabisplantage und hundert Kilogramm Blüten bei Razzia beschlagnahmt

Bei einer Razzia in Sachsen-Anhalt hat die Polizei eine Cannabisplantage und etwa hundert Kilogramm Blüten beschlagnahmt. Vier Männer wurden vorläufig festgenommen, wie die Beamten am Mittwoch in Halle an der Saale mitteilten. Am Dienstag wurden den Angaben zufolge mehrere Objekte in den Bundesländern Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt durchsucht.

Textgröße ändern: