Pallade Veneta - Erdrutsch in Papua-Neuguinea: Erste Hilfslieferungen erreichen betroffene Gebiete

Erdrutsch in Papua-Neuguinea: Erste Hilfslieferungen erreichen betroffene Gebiete


Erdrutsch in Papua-Neuguinea: Erste Hilfslieferungen erreichen betroffene Gebiete
Erdrutsch in Papua-Neuguinea: Erste Hilfslieferungen erreichen betroffene Gebiete / Foto: STR - AFP

Nach dem verheerenden Erdrutsch in Papua-Neuguinea haben am Mittwoch erste Lieferungen mit Lebensmitteln und Medikamenten die betroffenen Gebiete erreicht. Laut Unicef wurde mit der Verteilung von einfachen Hygienesets an die Menschen begonnen. Die Organisation World Vision erklärte, dass weiterhin Lebensmittel, Unterkünfte, Decken und Moskitonetze dringend benötigt würden. Umfangreiche Rettungsmaßnahmen und Hilfslieferungen waren durch die entlegene Lage des Unglücksgebiets und die Blockade von Straßen durch weitere Erdrutsche behindert worden.

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Das Unglück hatte sich am vergangenen Freitag in der abgelegenen Provinz Enga des Inselstaats ereignet. Nach Regierungsangaben wurden mehr als 2000 Bewohner des Dorfes Mulitaka verschüttet. Eine Fläche von der Größe von vier Fußballfeldern wurde unter einem Gemisch von riesigen Felsbrocken, entwurzelten Bäumen und meterdicken Erdmassen begraben. Nur sechs Tote wurden bislang geborgen.

Während die Rettungskräfte die Hoffnung auf die Entdeckung von Überlebenden unter den meterhohen Schlammbergen aufgaben, begannen die Einheimischen damit, die Toten wegzutragen. Bilder zeigten eine Gruppe von Männern, die einen hölzernen Sarg auf den Schultern das bewaldete Tal hinunter trugen, während zahlreiche Trauernde hinter ihnen herliefen und weinten.

Nach Angaben von Hilfsorganisationen leiden auch viele Kinder unter dem Unglück. "Wir hören, dass viele der Kinder aufgrund dessen, was sie gesehen und erlebt haben, nicht mehr sprechen", sagte Justine McMahon von Care Papua-Neuguinea der Nachrichtenagentur AFP. Niels Kraaier von Unicef Papua-Neuguinea sagte, der Erdrutsch habe neun Kinder zu Waisen gemacht. Schätzungen zufolge sind 40 Prozent der Bewohner der Region unter 16 Jahre alt.

Papua-Neuguinea liegt im südwestlichen Pazifik, sein Klima zählt zu den feuchtesten der Welt. Wissenschaftlern zufolge kann der Klimawandel zu Veränderungen in der Regenintensität führen und damit das Risiko von Erdrutschen erhöhen.

A.Rispoli--PV

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