Pallade Veneta - Nach Messerangriff in Mannheim Wohnung in Hessen durchsucht

Nach Messerangriff in Mannheim Wohnung in Hessen durchsucht


Nach Messerangriff in Mannheim Wohnung in Hessen durchsucht
Nach Messerangriff in Mannheim Wohnung in Hessen durchsucht / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Nach der Messerattacke auf dem Marktplatz in Mannheim hat die Polizei eine Wohnung im hessischen Heppenheim durchsucht. Das teilte das Landeskriminalamt Baden-Württemberg am Samstag mit. Der Angreifer, der am Freitag von der Polizei angeschossen worden war, war demnach weiterhin nicht vernehmungsfähig.

Textgröße ändern:

Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Angreifer um einen 25-jährigen Mann, der in Afghanistan geboren wurde und rund 40 Kilometer entfernt von Mannheim in Hessen lebt. Der Täter hatte am Freitag auf dem Marktplatz in der Mannheimer Innenstadt fünf Mitglieder der Bürgerbewegung PAX Europa und einen Polizisten verletzt, ehe er von einem anderen Polizisten angeschossen und festgenommen wurde.

Alle Verletzten wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft und der Polizei in Krankenhäuser eingeliefert, wo einige von ihnen notoperiert werden mussten. Der verletzte Polizist wurde von dem Angreifer demnach "mehrmals von hinten in den Bereich des Kopfes gestochen". Der Staatsschutz übernahm in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg und dem Polizeipräsidium Mannheim die Ermittlungen.

Die Schatzmeisterin von PAX Europa, Stefanie Kizina, sagte der "Bild"-Zeitung, die Attacke sei gezielt gegen Vorstandsmitglied Michael Stürzenberger gerichtet gewesen. Er sei mit einem Messer im Gesicht verletzt worden.

Stürzenberger und sein Umfeld innerhalb der PAX-Europa-Bewegung werden von den Behörden etwa in Bayern dem Bereich der verfassungsschutzrelevanten Islamfeindlichkeit zugeordnet. Stürzenberger betätigte sich demnach in der Vergangenheit immer wieder etwa als Versammlungsleiter für PAX Europa.

Ebenfalls trat er als Autor auf der rechtsextremistischen Website Political Incorrect in Erscheinung. Er verbreite "islamfeindliche Äußerungen", hieß es auf der Internetseite der bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus.

Die Tat sorgte parteiübergreifend für Bestürzung. "Gewalt ist absolut inakzeptabel in unserer Demokratie - der Täter muss streng bestraft werden", erklärte am Freitag Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Auch der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) verurteilte die "brutale Gewalttat".

J.Lubrano--PV

Empfohlen

200 Rinder gestohlen: Viehdiebe in Polen und Brandenburg festgenommen

Nach dem Diebstahl von rund 200 Rindern an mehreren Orten in Brandenburg sitzen zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Ein 41-Jähriger wurde am Donnerstag vergangener Woche bei einer Durchsuchung in Polen festgenommen, wie die Polizei am Mittwoch in Potsdam mitteilte. Seinen 46-jährigen mutmaßlichen Komplizen fassten die Beamten am selben Tag an einer Raststätte an einer Autobahn in Brandenburg.

Polizeihubschrauber in Karlsruhe im Einsatz: Mann klettert über Bauzaun an BGH

In Karlsruhe hat es einen größeren Polizeieinsatz gegeben, weil ein Mann über einen Bauzaun am Bundesgerichtshof (BGH) kletterte. Er betrat das Gelände am späten Dienstagabend unrechtmäßig, wie ein Polizeisprecher in der baden-württembergischen Stadt am Mittwoch mitteilte. Bei der Suche nach dem Mann war auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Tatverdächtiger nach tödlichem Raubüberfall auf 84-Jährige in Hannover ermittelt

Rund vier Wochen nach einem tödlichen Raubüberfall auf eine 84-Jährige in Hannover ist ein Verdächtiger ermittelt worden. Es handle sich um einen derzeit in anderer Sache in Haft sitzenden 29-Jährigen, wie die Polizei in der niedersächsischen Landeshauptstadt am Mittwoch mitteilte. Intensive Ermittlungen hätten zu ihm geführt, hieß es. Ihm wird ein Raub mit Todesfolge zur Last gelegt.

Seit Tagen vermisster Taucher tot aus Starnberger See geborgen

Einsatzkräfte haben aus dem Starnberger See die Leiche eines tagelang vermissten Tauchers geborgen. Wie er zu Tode kam, war zunächst unklar, wie die Polizei in Ingolstadt am Mittwoch erklärte. Hinweise auf ein Verbrechen gab es demnach aber nicht. Der 63-Jährige war seit Samstag vermisst worden. Er war mit zwei Freunden an der Allmannshauser Steilwand, einem beliebten Tauchziel, unterwegs.

Textgröße ändern: