Pallade Veneta - Reichsbürger verbarrikadieren sich bei Kontrolle in Baden-Württemberg in Auto

Reichsbürger verbarrikadieren sich bei Kontrolle in Baden-Württemberg in Auto


Reichsbürger verbarrikadieren sich bei Kontrolle in Baden-Württemberg in Auto
Reichsbürger verbarrikadieren sich bei Kontrolle in Baden-Württemberg in Auto / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Zwei sogenannte Reichsbürger haben sich im baden-württembergischen Schramberg bei einer Verkehrskontrolle in ihrem Auto eingeschlossen und dadurch einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Beamten am Mittwoch mitteilten, verriegelten die Männer im Alter von 23 und 25 Jahren die Türen und "bezweifelten die hoheitlichen Befugnisse der Polizei". Darüber hinaus mobilisierten sie per Telefon demnach Angehörige und Unterstützer, die sich teils aggressiv einmischten.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Polizei wurde bei der routinemäßigen Kontrolle vom Dienstagabend schnell klar, dass die Insassen der Reichsbürgerszene angehörten. Die italienischen Staatsbürger hätten "den Bestand der Bundesrepublik in Frage" gestellt und jede Kooperation verweigert. Nachdem Verstärkung eintraf und die zuständige Staatsanwaltschaft telefonisch einen Durchsuchung des Autos angeordnet hatte, wurden die Türen gewaltsam geöffnet und die Männer in Gewahrsam genommen.

Wie die Beamten in Konstanz mitteilten, verlief ein Drogentest bei dem 25-jährigen Fahrer positiv. Er war außerdem ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs, weil ihm sein Führerschein wegen Fahrens unter Rauschgifteinfluss bereits vor Monaten entzogen worden war.

Die zwei Männer leisteten demnach Widerstand. Auch die telefonisch herbeigerufenen Unterstützer hätten mit Platzverweisen und "Zwang" auf Distanz gehalten werden müssen, erklärte die Polizei. Gegen einige werde nun wegen der Beleidigung von Polizisten ermittelt.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Einzelhandel erwartet schlechteres Ostergeschäft als im Vorjahr

Der deutsche Einzelhandel rechnet mit einem schlechteren Ostergeschäft als im Vorjahr. Erwartet werde ein Umsatz von 2,1 Milliarden Euro - 6,5 Prozent weniger als 2025, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) am Donnerstag mitteilte. Einer HDE-Umfrage zufolge planen gut 40 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher speziell um das Osterfest mehr Geld auszugeben.

Siebeneinhalb Jahre Haft für Mord an demenzkrankem Vater in Bayern

Weil sie ihren demenzkranken Vater tötete, hat das Landgericht Nürnberg-Fürth eine 55-Jährige zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde sie wegen Mordes, wie eine Gerichtssprecherin am Donnerstag mitteilte. Die zuständige Kammer sah es demnach in der vergangenen Woche als erwiesen an, dass die Frau ihren Vater gepflegt und im Mai aus Überforderung getötet hatte.

Allianz gegen Rechtsextremismus: AfD-Klage gegen Nürnberg vor Bundesverwaltungsgericht

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt am Donnerstag (10.00 Uhr) über die Klage eines AfD-Kreisverbands gegen die bayerische Stadt Nürnberg. Die AfD will erreichen, dass die Stadt aus der regionalen Allianz gegen Rechtsextremismus austritt. Diesem Verein gehören 165 Städte, Gemeinden und Landkreise sowie 322 zivilgesellschaftliche Organisationen und Institutionen an. Nürnberg war 2009 Gründungsmitglied. (Az. 8 C 3.25)

Islamforscher Ramadan wegen Vergewaltigung zu 18 Jahren Haft verurteilt

Der Schweizer Islamforscher Tariq Ramadan ist von einem Strafgericht in Paris wegen Vergewaltigung zu 18 Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht urteilte am Mittwoch in Abwesenheit des angeklagten früheren Professors der britischen Eliteuniversität Oxford und unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ramadan wurde der Vergewaltigung von drei Frauen zwischen 2009 und 2016 für schuldig befunden.

Textgröße ändern: