Pallade Veneta - Früherer Schumacher-Mitarbeiter in Zusammenhang mit Erpressungsversuch festgenommen

Früherer Schumacher-Mitarbeiter in Zusammenhang mit Erpressungsversuch festgenommen


Früherer Schumacher-Mitarbeiter in Zusammenhang mit Erpressungsversuch festgenommen
Früherer Schumacher-Mitarbeiter in Zusammenhang mit Erpressungsversuch festgenommen / Foto: Punit PARANJPE - AFP/Archiv

Im Fall eines Erpressungsversuchs gegen die Familie des ehemaligen Rennfahrers Michael Schumacher ist ein mutmaßlicher Hintermann festgenommen worden. Bei dem Verdächtigten handelt es sich um einen 52-jährigen früheren Sicherheitsmitarbeiter der Familie, wie die Staatsanwaltschaft Wuppertal am Freitag mitteilte. Die Festnahme erfolgte demnach am Donnerstag in Wülfrath bei Wuppertal. Dabei wurden auch zahlreiche Beweismittel beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauerten weiter an.

Textgröße ändern:

Bereits im Juni waren zwei Männer im Alter von 30 und 53 Jahren gefasst worden, denen vorgeworfen wird, die Familie des früheren Formel-1-Rennfahrers mit privaten Fotos um Millionen erpresst zu haben. Die Verdächtigen, bei denen es sich um Vater und Sohn handeln soll, wurden am 19. Juni von der hessischen Polizei auf einem Supermarktparkplatz in Groß-Gerau festgenommen. Sie sollen damit gedroht haben, die Bilder im Darknet zu veröffentlichen.

Der frühere Sicherheitsmitarbeiter rückte nun nach Auswertung der bereits bei den beiden Festgenommenen beschlagnahmten Datenträger in den Fokus der Ermittler. Nach der Auswertung habe festgestanden, dass es einen Mittäter gegeben haben müsse, "der über einen Zugang zu dem privaten Lebensbereich der Familie Schumacher verfügt hat", erklärte die Staatsanwaltschaft.

Der 52-Jährige sei in der Vergangenheit bei der Familie Schumacher als Sicherheitskraft beschäftigt gewesen. Unter anderem war er auch mit der Digitalisierung privater Bilder beauftragt.

Die beiden im Juni festgenommenen Verdächtigen äußerten sich laut Staatsanwaltschaft inzwischen zur Sache. Der ältere der Verdächtigen habe angegeben, die privaten Fotos von dem früheren Sicherheitsmitarbeiter erhalten zu haben. Mit der Erpressung soll er gegen eine versprochene Provision beauftragt worden sein.

Gegen den früheren Sicherheitsmitarbeiter wurde am Donnerstag ein Haftbefehl vollstreckt. Bei der zeitgleichen Durchsuchung seiner Wohnung wurden zahlreiche Datenträger beschlagnahmt - darunter Festplatten, USB-Sticks und Mobiltelefone. Deren Auswertung dauerte an. Ermittelt wird wegen Verdachts einer gemeinschaftlich begangenen versuchten Erpressung.

Der siebenfache Formel-1-Weltmeister Schumacher lebt seit einem Unfall beim Skifahren Ende 2013 völlig zurückgezogen. Über den Gesundheitszustand des 55-Jährigen nach den damals erlittenen schweren Hirnverletzungen ist wenig bekannt.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

Besuch von Papst Leo in Frankreich: Friedensbotschaft für Europa

Es ist der erste Staatsbesuch eines Papstes in Frankreich seit 18 Jahren: Papst Leo XIV. wird vom 25. bis 28. September in Paris, Lourdes und Metz erwartet. Der Umgang mit Missbrauch in der katholischen Kirche, das französische Sterbehilfe-Gesetz und eine politische Friedensbotschaft im Beisein europäischer Staats- und Regierungschefs prägen das Programm. Zur Messe auf der Pariser Place de la Concorde werden 600.000 Menschen erwartet.

Nach Tod von 15-Jährigem in Nordrhein-Westfalen: Tatverdächtige stellen sich

Nach dem Tod eines 15-Jährigen durch Messerstiche bei einer privaten Feier im nordrhein-westfälischen Marsberg haben sich die beiden gesuchten Tatverdächtigen am Dienstag der Polizei gestellt. Die nach früheren Angaben 22 und 23 Jahre alten Männer sollen am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden, wie die Polizei in Dortmund und die Staatsanwaltschaft Arnsberg mitteilten. Beide waren per Öffentlichkeitsfahndung gesucht worden.

Drohnenfund in Niedersachsen: Womöglich Sprengstoff in der Nähe entdeckt

Nach dem versuchten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne am Leipziger Flughafen rückt eine in der vergangenen Woche in Niedersachsen gefundene Drohne in den Fokus der Ermittler. Die Bundesanwaltschaft prüft bereits einen möglichen Zusammenhang zum Leipziger Vorfall. Jetzt zeigen Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR, dass Beamte Tage später nur wenige Meter von der Fundstelle entfernt auf verdächtiges Material stießen. Sie gehen derzeit davon aus, dass es sich um Sprengstoff handelt, wie der Rechercheverbund am Dienstag unter Berufung auf Sicherheitskreisen berichtete.

Österreichischer Investor Benko erneut verurteilt: Haftstrafe um sechs Monate erhöht

Der österreichische Investor René Benko ist in einem neu aufgerollten Prozess erneut wegen Betrugs verurteilt worden. Eine Schöffenkammer des Landgerichts Innsbruck sprach den 49-Jährigen am Dienstag wegen Schädigung seiner Gläubiger schuldig und erhöhte seine Haftstrafe von zwei auf zweieinhalb Jahre, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA mitteilte. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Textgröße ändern: