Pallade Veneta - Geschworene im Prozess gegen US-Schauspieler Alec Baldwin ausgewählt

Geschworene im Prozess gegen US-Schauspieler Alec Baldwin ausgewählt


Geschworene im Prozess gegen US-Schauspieler Alec Baldwin ausgewählt
Geschworene im Prozess gegen US-Schauspieler Alec Baldwin ausgewählt / Foto: Frederic J. Brown - AFP

Der Prozess gegen den US-Filmstar Alec Baldwin wegen des tödlichen Schusses auf eine Kamerafrau hat am Dienstag mit der Auswahl der Geschworenen-Jury begonnen. Angesichts der Berühmtheit des Angeklagten und der Besonderheit des Falls gestaltete sich die Auswahl unvoreingenommener Geschworener schwierig, sie konnte jedoch im Laufe des Tages abgeschlossen werden. Baldwin war in Begleitung seiner Frau, eines seiner Kinder, eines Kindermädchens und mehrerer Anwälte zum Prozessauftakt vor dem Gericht in Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico erschienen.

Textgröße ändern:

Der 66-jährige Schauspieler muss sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten, weil die Kamerafrau Halyna Hutchins 2021 beim Dreh des Westerns "Rust" durch eine Kugel aus einer von Baldwin gehaltenen Pistole tödlich getroffen worden war. Ihm drohen bis zu anderthalb Jahre Haft.

Bei der Befragung zur Auswahl der Geschworenen meldeten sich am Dienstag nur wenige der dutzenden potenziellen Jury-Mitglieder, als gefragt wurde, ob sie noch nie von dem Vorfall beim "Rust"-Dreh gehört hatten.

Der Fall hatte für große Aufmerksamkeit gesorgt und die Öffentlichkeit polarisiert. Todesfälle durch geladene Waffen bei Filmdrehs sind selten. Eigentlich ist scharfe Munition in den USA an Sets verboten. Der Hollywood-Star Baldwin hatte stets seine Unschuld beteuert. Die Anklage wirft ihm vor, mit verantwortungslosem Verhalten zu dem Vorfall beigetragen zu haben.

Potenzielle Geschworene wurden am Dienstag unter anderem gefragt, ob sie Waffenbesitzer sind und ob sie in der Filmindustrie gearbeitet haben. Nach Verzögerungen aufgrund technischer Probleme wurden schließlich 16 Geschworene, einschließlich der Ersatz-Geschworenen, ausgewählt. Am Mittwoch sollen die ersten Anhörungen stattfinden.

Schon am Montag war Baldwin unerwartet zu einer Anhörung vor Beginn des eigentlichen Verfahrens erschienen und hatte sich Notizen gemacht. Dabei machte er einen entspannten Eindruck.

In dem Fall war die Waffenmeisterin des Filmdrehs, Hannah Gutierrez-Reed, bereits wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen worden und zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Wie genau es dazu kam, dass die Waffe mit scharfer Munition geladen war, ist unklar.

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

Besuch von Papst Leo in Frankreich: Friedensbotschaft für Europa

Es ist der erste Staatsbesuch eines Papstes in Frankreich seit 18 Jahren: Papst Leo XIV. wird vom 25. bis 28. September in Paris, Lourdes und Metz erwartet. Der Umgang mit Missbrauch in der katholischen Kirche, das französische Sterbehilfe-Gesetz und eine politische Friedensbotschaft im Beisein europäischer Staats- und Regierungschefs prägen das Programm. Zur Messe auf der Pariser Place de la Concorde werden 600.000 Menschen erwartet.

Nach Tod von 15-Jährigem in Nordrhein-Westfalen: Tatverdächtige stellen sich

Nach dem Tod eines 15-Jährigen durch Messerstiche bei einer privaten Feier im nordrhein-westfälischen Marsberg haben sich die beiden gesuchten Tatverdächtigen am Dienstag der Polizei gestellt. Die nach früheren Angaben 22 und 23 Jahre alten Männer sollen am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden, wie die Polizei in Dortmund und die Staatsanwaltschaft Arnsberg mitteilten. Beide waren per Öffentlichkeitsfahndung gesucht worden.

Drohnenfund in Niedersachsen: Womöglich Sprengstoff in der Nähe entdeckt

Nach dem versuchten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne am Leipziger Flughafen rückt eine in der vergangenen Woche in Niedersachsen gefundene Drohne in den Fokus der Ermittler. Die Bundesanwaltschaft prüft bereits einen möglichen Zusammenhang zum Leipziger Vorfall. Jetzt zeigen Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR, dass Beamte Tage später nur wenige Meter von der Fundstelle entfernt auf verdächtiges Material stießen. Sie gehen derzeit davon aus, dass es sich um Sprengstoff handelt, wie der Rechercheverbund am Dienstag unter Berufung auf Sicherheitskreisen berichtete.

Österreichischer Investor Benko erneut verurteilt: Haftstrafe um sechs Monate erhöht

Der österreichische Investor René Benko ist in einem neu aufgerollten Prozess erneut wegen Betrugs verurteilt worden. Eine Schöffenkammer des Landgerichts Innsbruck sprach den 49-Jährigen am Dienstag wegen Schädigung seiner Gläubiger schuldig und erhöhte seine Haftstrafe von zwei auf zweieinhalb Jahre, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA mitteilte. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Textgröße ändern: