Pallade Veneta - Weitere Festnahmen in Zusammenhang mit Bandenkrieg in Raum Stuttgart

Weitere Festnahmen in Zusammenhang mit Bandenkrieg in Raum Stuttgart


Weitere Festnahmen in Zusammenhang mit Bandenkrieg in Raum Stuttgart
Weitere Festnahmen in Zusammenhang mit Bandenkrieg in Raum Stuttgart / Foto: NICOLAS TUCAT - AFP/Archiv

Im Zusammenhang mit einem seit fast zwei Jahren andauernden Bandenkrieg im Raum Stuttgart haben die Ermittler sechs weitere Verdächtige festgenommen. Die Polizei durchsuchte am Montag die Wohnungen und teilweise auch Arbeitsplätze von insgesamt zehn Verdächtigen, wie die Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt in Stuttgart am Mittwoch mitteilten. Sie stehen im Verdacht, bandenmäßig Drogen in eine Justizvollzugsanstalt geschmuggelt zu haben.

Textgröße ändern:

Im Fokus der Ermittler standen acht 22- bis 31-jährige Männer und zwei Frauen im Alter von 20 und 23 Jahren. Bei den Durchsuchungen wurden sechs bereits im Vorfeld erwirkte Haftbefehle vollstreckt. Ein siebter Verdächtiger, gegen den ein Haftbefehl erwirkt worden war, sitzt bereits wegen einer anderen Sache in Untersuchungshaft. Mindestens eine der verdächtigen Personen gehöre zu einer der rivalisierenden Gruppierungen im Großraum Stuttgart, hieß es.

Die Verdächtigen sollen demnach mit synthetischem Cannabinoid versetztes Papier in eine Haftanstalt geschmuggelt und verteilt haben. Es handelte sich dabei um eine "nicht geringe Menge", wie die Ermittler erklärten. Das Papier sei teilweise als Verteidigerpost getarnt und in die Haftanstalt verschickt worden.

Bei den Durchsuchungen in 15 Objekten in Stuttgart sowie in den Landkreisen Göppingen und Esslingen wurden unter anderem das mutmaßlich verwendete Papier, Drogen, Messer und ein Schlagstock sowie Mobiltelefone beschlagnahmt. In einer Wohnung wurden zudem eine scharfe Schusswaffe und Munition gefunden. Die Ermittlungen dauerten an.

Landesinnenminister Thomas Strobl (CUD) erklärte: "Uns ist ein weiterer schwerer Schlag gegen die kriminellen Gruppierungen im Großraum Stuttgart gelungen." Die kriminellen Auseinandersetzungen würden "hartnäckig und konsequent" bekämpft, fügte Strobl hinzu.

Zwischen den beiden Banden gab es bereits mehrere gewaltsame Zwischenfälle, darunter Verletzte bei einem Handgranatenwurf auf eine Trauergemeinde auf einem Friedhof in Altbach. Dazu kamen wiederholt Schüsse im Umfeld von Lokalen.

Die beiden Gruppierungen sollen laut Ermittlern mutmaßlich in kriminelle Aktivitäten verstrickt sein. Die Sicherheitsbehörden reagierten mit großangelegten Ermittlungs- und Kontrollaktionen auf die eskalierende Gewalt. In diesem Zusammenhang wurden nach Angaben des Landesinnenministeriums vom Mittwoch inzwischen 74 Haftbefehle vollstreckt. Zudem gab es mehrere Anklagen und Prozesse, teils auch schon Verurteilungen.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Besuch von Papst Leo in Frankreich: Friedensbotschaft für Europa

Es ist der erste Staatsbesuch eines Papstes in Frankreich seit 18 Jahren: Papst Leo XIV. wird vom 25. bis 28. September in Paris, Lourdes und Metz erwartet. Der Umgang mit Missbrauch in der katholischen Kirche, das französische Sterbehilfe-Gesetz und eine politische Friedensbotschaft im Beisein europäischer Staats- und Regierungschefs prägen das Programm. Zur Messe auf der Pariser Place de la Concorde werden 600.000 Menschen erwartet.

Nach Tod von 15-Jährigem in Nordrhein-Westfalen: Tatverdächtige stellen sich

Nach dem Tod eines 15-Jährigen durch Messerstiche bei einer privaten Feier im nordrhein-westfälischen Marsberg haben sich die beiden gesuchten Tatverdächtigen am Dienstag der Polizei gestellt. Die nach früheren Angaben 22 und 23 Jahre alten Männer sollen am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden, wie die Polizei in Dortmund und die Staatsanwaltschaft Arnsberg mitteilten. Beide waren per Öffentlichkeitsfahndung gesucht worden.

Drohnenfund in Niedersachsen: Womöglich Sprengstoff in der Nähe entdeckt

Nach dem versuchten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne am Leipziger Flughafen rückt eine in der vergangenen Woche in Niedersachsen gefundene Drohne in den Fokus der Ermittler. Die Bundesanwaltschaft prüft bereits einen möglichen Zusammenhang zum Leipziger Vorfall. Jetzt zeigen Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR, dass Beamte Tage später nur wenige Meter von der Fundstelle entfernt auf verdächtiges Material stießen. Sie gehen derzeit davon aus, dass es sich um Sprengstoff handelt, wie der Rechercheverbund am Dienstag unter Berufung auf Sicherheitskreisen berichtete.

Österreichischer Investor Benko erneut verurteilt: Haftstrafe um sechs Monate erhöht

Der österreichische Investor René Benko ist in einem neu aufgerollten Prozess erneut wegen Betrugs verurteilt worden. Eine Schöffenkammer des Landgerichts Innsbruck sprach den 49-Jährigen am Dienstag wegen Schädigung seiner Gläubiger schuldig und erhöhte seine Haftstrafe von zwei auf zweieinhalb Jahre, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA mitteilte. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Textgröße ändern: