Pallade Veneta - Polizisten demonstrieren nach tödlichen Schüssen für beschuldigten Kollegen

Polizisten demonstrieren nach tödlichen Schüssen für beschuldigten Kollegen


Polizisten demonstrieren nach tödlichen Schüssen für beschuldigten Kollegen
Polizisten demonstrieren nach tödlichen Schüssen für beschuldigten Kollegen / Foto: STEPHANE DE SAKUTIN - AFP

Eine Woche nach tödlichen Schüssen bei einer Verkehrskontrolle in Paris haben hunderte französische Polizisten an Protestaktionen für einen Kollegen teilgenommen, gegen den nun wegen Totschlags ermittelt wird. Allein in Paris folgten am Montag rund 300 Polizistinnen und Polizisten einem Aufruf mehrerer Polizeigewerkschaften und versammelten sich im Stadtzentrum in der Nähe des Tatorts. Proteste gab es auch in anderen Städten wie Straßburg, Rennes, Lille und Toulouse.

Textgröße ändern:

"So hätte es enden können - Notwehr für unseren Kollegen", stand auf Plakaten mit Bildern eines Leichnams in einer Leichenhalle oder eines mit der französischen Flagge bedeckten Sargs. "Wenn er nicht geschossen hätte, hätte er getötet werden können. Er hat seine Kollegen gerettet und so wird ihm nun gedankt", sagte der Gewerkschaftssekretär Yvan Assioma in Paris.

Der 24-jähriger Polizist hatte in der Nacht vom 24. auf den 25. April in Paris mit einem Sturmgewehr auf ein Auto geschossen, das bei einer Verkehrskontrolle an der Brücke Pont-Neuf plötzlich auf die Polizisten zugefahren war. Der Fahrer und ein Beifahrer wurden dabei getötet, ein dritter Insasse des Wagens verletzt.

Die französische Justiz ermittelt gegen den Polizisten nun wegen Totschlags im Fall des Fahrers und wegen fahrlässiger Tötung im Fall des Beifahrers. Nach Angaben aus Justizkreisen wurde sein Verhalten nicht als Notwehr eingestuft.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Nordrhein-Westfalen: Früherer Ladendetektiv wegen Raubmords vor 32 Jahren unter Verdacht

Im Fall eines Raubmords in einem Supermarkt im nordrhein-westfälischen Tönisvorst vor mehr als 30 Jahren steht ein früherer Ladendetektiv unter Verdacht. Der heute 59-Jährige wurde in der vergangenen Woche widerstandslos in seiner Wohnung in Krefeld festgenommen, wie eine Polizeisprecherin in Gelsenkirchen am Dienstag sagte. Am 25. Januar 1995 war die 24-jährige Leiterin einer Filiale des Discounters Lidl in Tönisvorst im Kreis Viersen erdrosselt worden, dann raubten der oder die Täter den Tresor aus.

Festnahmen bei Razzia gegen Anbieter manipulierter Rufnummern für Betrugsanrufe

Ermittler sind in mehreren Bundesländern sowie in Serbien gegen mutmaßliche Betreiber eines illegalen Diensts vorgegangen, der Betrügern Anrufe mit gefälschten Rufnummern ermöglicht haben soll. Die Polizei durchsuchte am Dienstag Wohnungen von zwei Beschuldigten im Alter von 23 und 41 Jahren in Berlin-Charlottenburg und Hessen, wie die Polizei in der Bundeshauptstadt mitteilte. Die Ermittlungen richten sich gegen fünf mutmaßliche Betreiber des Diensts.

Waldbrände in Indonesien: Mindestens 300 Häuser auf Sumatra zerstört

Ein Waldbrand auf der indonesischen Insel Sumatra hat knapp 300 Häuser zerstört und tausend Dorfbewohner zur Evakuierung gezwungen. Bewohner hatten das Feuer, das sich ihrem Dorf in der Provinz Bangka Belitung im Südosten Sumatras näherte, erstmals am Samstag bemerkt, erklärte Bürgermeister Riza Herdavid am Dienstag. Daraufhin hätten sie versucht, es selbst mit tragbaren Pumpen zu löschen.

Mann in Bayern stirbt durch umstürzenden Traktor

Ein 54-Jähriger ist in Bayern durch einen umstürzenden Kleintraktor getötet worden. Der Mann war am Montag mit dem Gerät allein auf einem Freizeitgrundstück in Hohenpolding beschäftigt, wie die Polizei am Dienstag in Ingolstadt mitteilte. Eine Angehörige, die den Mann nicht erreichte und nach ihm sehen wollte, fand ihn leblos unter dem umgestürzten Traktor.

Textgröße ändern: