Pallade Veneta - Sorge um den Job wegen KI: Videospiel-Schauspieler in Kalifornien streiken

Sorge um den Job wegen KI: Videospiel-Schauspieler in Kalifornien streiken


Sorge um den Job wegen KI: Videospiel-Schauspieler in Kalifornien streiken
Sorge um den Job wegen KI: Videospiel-Schauspieler in Kalifornien streiken / Foto: Chris Delmas - AFP

In Hollywood haben die Schauspieler und Synchronsprecher für Videospiele für Freitag einen Streik angekündigt. Die zuständige Gewerkschaft fordert Vereinbarungen mit den Unternehmen zum Schutz der Berufsgruppe vor Künstlicher Intelligenz: "Wir werden keinem Vertrag zustimmen, der es Unternehmen erlaubt, KI zum Nachteil unserer Mitglieder zu missbrauchen", erklärte Fran Drescher, Vorsitzende der Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA.

Textgröße ändern:

Die Gewerkschaft verhandelt bereits seit mehr als anderthalb Jahren ergebnislos mit Videospielentwicklern wie Activision, Disney, Electronic Arts und Warner Bros. Games. "Wenn diese Unternehmen ernsthaft eine Vereinbarung anbieten, mit der unsere Mitglieder leben - und arbeiten - können, werden wir hier sein, bereit zu verhandeln", führte Drescher aus.

Die Gewerkschaftsmitglieder sind besorgt über den Einsatz von KI in der Branche. Die Technologie erlaubt es, die Stimme eines Schauspielers oder einer Schauspielerin zu reproduzieren oder die Handlungen eines Stuntman digital nachzubilden. Motiviert durch den Erfolg eines beispiellosen - und am Ende erfolgreichen - Streiks der Film- und Serienschauspieler im vergangenen Jahr, drängt die SAG-AFTRA nun auf Zugeständnisse der Unternehmen für Schauspieler und Synchronsprecher für Videospiele.

"Es ist verblüffend, dass diese Videospielstudios nichts aus den Lektionen des letzten Jahres gelernt haben", kritisierte der Chefunterhändler der Gewerkschaft, Duncan Crabtree-Ireland. Die Videospielentwickler zeigten sich "enttäuscht", dass die Gewerkschaft nicht weiter verhandeln wolle, obwohl eine Einigung bereits in Sicht gewesen sei. Das bisherige Angebot der Unternehmen beinhalte "historische Lohnerhöhungen" und "bedeutenden Schutz" im Bereich KI, sagte eine Sprecherin.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Besuch von Papst Leo in Frankreich: Friedensbotschaft für Europa

Es ist der erste Staatsbesuch eines Papstes in Frankreich seit 18 Jahren: Papst Leo XIV. wird vom 25. bis 28. September in Paris, Lourdes und Metz erwartet. Der Umgang mit Missbrauch in der katholischen Kirche, das französische Sterbehilfe-Gesetz und eine politische Friedensbotschaft im Beisein europäischer Staats- und Regierungschefs prägen das Programm. Zur Messe auf der Pariser Place de la Concorde werden 600.000 Menschen erwartet.

Nach Tod von 15-Jährigem in Nordrhein-Westfalen: Tatverdächtige stellen sich

Nach dem Tod eines 15-Jährigen durch Messerstiche bei einer privaten Feier im nordrhein-westfälischen Marsberg haben sich die beiden gesuchten Tatverdächtigen am Dienstag der Polizei gestellt. Die nach früheren Angaben 22 und 23 Jahre alten Männer sollen am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden, wie die Polizei in Dortmund und die Staatsanwaltschaft Arnsberg mitteilten. Beide waren per Öffentlichkeitsfahndung gesucht worden.

Drohnenfund in Niedersachsen: Womöglich Sprengstoff in der Nähe entdeckt

Nach dem versuchten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne am Leipziger Flughafen rückt eine in der vergangenen Woche in Niedersachsen gefundene Drohne in den Fokus der Ermittler. Die Bundesanwaltschaft prüft bereits einen möglichen Zusammenhang zum Leipziger Vorfall. Jetzt zeigen Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR, dass Beamte Tage später nur wenige Meter von der Fundstelle entfernt auf verdächtiges Material stießen. Sie gehen derzeit davon aus, dass es sich um Sprengstoff handelt, wie der Rechercheverbund am Dienstag unter Berufung auf Sicherheitskreisen berichtete.

Österreichischer Investor Benko erneut verurteilt: Haftstrafe um sechs Monate erhöht

Der österreichische Investor René Benko ist in einem neu aufgerollten Prozess erneut wegen Betrugs verurteilt worden. Eine Schöffenkammer des Landgerichts Innsbruck sprach den 49-Jährigen am Dienstag wegen Schädigung seiner Gläubiger schuldig und erhöhte seine Haftstrafe von zwei auf zweieinhalb Jahre, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA mitteilte. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Textgröße ändern: