Pallade Veneta - Bundeskartellamt stellt Facebook-Mutter Meta unter verschärfte Beobachtung

Bundeskartellamt stellt Facebook-Mutter Meta unter verschärfte Beobachtung


Bundeskartellamt stellt Facebook-Mutter Meta unter verschärfte Beobachtung
Bundeskartellamt stellt Facebook-Mutter Meta unter verschärfte Beobachtung / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP/Archiv

Das Bundeskartellamt stellt den Facebook-Mutterkonzern Meta unter strengere Beobachtung: Die Bonner Behörde bescheinigte dem Internetriesen nach einer monatelangen Prüfung eine "überragende marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb". Diese Feststellung versetze die Behörde in die Lage, gegen etwaige Wettbewerbsverstöße deutlich effizienter vorzugehen, als sie es mit den bislang verfügbaren Instrumenten tun konnte, erklärte Kartellamtspräsident Andreas Mundt.

Textgröße ändern:

Meta fällt damit unter die erweiterte Missbrauchsaufsicht durch die Kartellbehörde. Anfang vergangenen Jahres waren neue Vorschriften im Wettbewerbsrecht in Kraft getreten. Zentraler Bestandteil ist die Modernisierung der Missbrauchsaufsicht - die Aufsichtsbehörden können nun bei Verstößen großer Digitalkonzerne früher einschreiten und wettbewerbsgefährdende Praktiken untersagen. Auf dieser Grundlage leitete die Behörde ein Verfahren gegen Meta ein.

Der Konzern habe ein digitales Ökosystem mit einer "sehr großen Zahl von Nutzenden" geschaffen und sei damit der "zentrale Spieler im Bereich der sozialen Medien", führte Mundt aus. Im kartellrechtlichen Sinne sei Meta damit ein Unternehmen von "überragender marktübergeifender Bedeutung", was nun förmlich nachgewiesen worden sei. Meta habe auf Rechtsmittel gegen diese Entscheidung verzichtet, teilte das Kartellamt mit.

Unter dem Dach von Meta gruppieren sich etwa die Netzwerke Facebook und Instagram, der Messagingdienst Whatsapp und der Technologie-Hersteller Oculus, mit dem der Konzern sein Angebot in der 3D-Welt ausbauen will. Die Meta-Dienste werden weltweit von 3,5 Milliarden Menschen genutzt, zugleich ist der Konzern "der führende Anbieter im Bereich von Social-Media-Werbung", wie die Kartellbehörde ausführte.

Insgesamt betreibe Meta damit ein "starkes, werbefinanziertes Ökosystem im Bereich der sozialen Medien, das sich immer weiter ausdehnt", stellte das Kartellamt fest. Meta unterliege nun fünf Jahre lang der besonderen Missbrauchsaufsicht.

Eine marktübergreifende Bedeutung hatte das Kartellamt im Januar bereits dem Google-Mutterkonzern Alphabet bescheinigt. Entsprechende Ermittlungen gegen die Konzerne Amazon und Apple laufen noch.

P.Colombo--PV

Empfohlen

Mindestens zwei Tote bei Bombenexplosion in Kleinbus nahe Damaskus

Bei einer Bombenexplosion an Bord eines öffentlichen Kleinbusses in einem Vorort der syrischen Hauptstadt Damaskus sind mindestens zwei Menschen getötet worden. 13 weitere Menschen seien bei der Explosion in Dscharamana verletzt worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Sana am Donnerstagabend unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. In der Gegend leben vor allem Drusen und Christen.

Syrische Staatsmedien: Bombe in Kleinbus nahe Damaskus explodiert

In Syrien ist am Donnerstagabend eine Bombe in einem öffentlichen Kleinbus explodiert. Wie das Staatsfernsehen unter Berufung auf Behördenkreise berichtete, ereignete sich die Explosion in Dscharamana, einem Vorort der Hauptstadt Damaskus. Mehrere Krankenwagen fuhren zum Ort der Explosion, berichtete ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP. Eine Hauptverkehrsstraße wurde für den Verkehr gesperrt.

US-Republikaner wollen früheren Corona-Berater Fauci vor Gericht stellen lassen

Die US-Republikaner wollen den bekannten Immunologen und früheren Corona-Regierungsberater Anthony Fauci wegen Missachtung des Kongresses vor Gericht stellen lassen. Ein Ausschuss des von den Republikanern von US-Präsident Donald Trump kontrollierten Senats stimmte am Donnerstag für ein entsprechendes Vorgehen.

Mutter mit 71 Stichen getötet und Leiche zerstückelt: Mann muss in Psychiatrie

Nach der brutalen Tötung seiner Mutter mit einem Küchenmesser und einem Werkzeug muss ein 40-jähriger Mann aus Mecklenburg-Vorpommern dauerhaft in die Psychiatrie. Das Landgericht Schwerin ordnete die Unterbringung am vergangenen Freitag an, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte.

Textgröße ändern: