Pallade Veneta - Thüringer Linke erschüttert über Kinderpornografie-Verdacht gegen Abgeordneten

Thüringer Linke erschüttert über Kinderpornografie-Verdacht gegen Abgeordneten


Thüringer Linke erschüttert über Kinderpornografie-Verdacht gegen Abgeordneten
Thüringer Linke erschüttert über Kinderpornografie-Verdacht gegen Abgeordneten / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Nach den Durchsuchungen wegen Ermittlungen im Zusammenhang mit Kinderpornografie bei einem Linken-Abgeordneten im Thüringer Landtag hat sich die Parteispitze entsetzt gezeigt. "Wir sind tief erschüttert über die schweren Vorwürfe zum Privatleben eines Landtagsabgeordneten", erklärten die beiden Landesvorsitzenden der Thüringer Linken, Ulrike Grosse-Röthig und Christian Schaft, am Dienstagabend in Erfurt.

Textgröße ändern:

Der Sachverhalt müsse lückenlos und konsequent aufgeklärt werden, teilten Grosse-Röthig und Schaft weiter mit. "Sollten die schweren Vorwürfe zutreffen, erwarten wir ganz klar und deutlich harte Konsequenzen." Bis zur Klärung der Angelegenheit sei es eine Selbstverständlichkeit, dass der Abgeordnete seine Arbeit sowie Aktivitäten in der Fraktion und im laufenden Wahlkampf mit sofortiger Wirkung ruhen lasse.

Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Erfurt am Mittwoch bestätigte, wird gegen einen Linken-Abgeordneten wegen des Verdachts ermittelt, sich kinderpornografische Schriften verschafft und besessen zu haben. Deshalb seien am Dienstag das Landtagsbüro, das Wahlkreisbüro und private Räumlichkeiten durchsucht worden, sagte der Sprecher. Zuvor habe der Justizausschuss des Landtags die Immunität des Abgeordneten aufgehoben.

Zu dem Namen des Abgeordneten äußerten sich Staatsanwaltschaft und Partei nicht. In Thüringen wird in knapp drei Wochen ein neuer Landtag gewählt.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Nach Tod von 15-Jährigem in Nordrhein-Westfalen: Tatverdächtige stellen sich

Nach dem Tod eines 15-Jährigen durch Messerstiche bei einer privaten Feier im nordrhein-westfälischen Marsberg haben sich die beiden gesuchten Tatverdächtigen am Dienstag der Polizei gestellt. Die nach früheren Angaben 22 und 23 Jahre alten Männer sollen am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden, wie die Polizei in Dortmund und die Staatsanwaltschaft Arnsberg mitteilten. Beide waren per Öffentlichkeitsfahndung gesucht worden.

Drohnenfund in Niedersachsen: Womöglich Sprengstoff in der Nähe entdeckt

Nach dem versuchten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne am Leipziger Flughafen rückt eine in der vergangenen Woche in Niedersachsen gefundene Drohne in den Fokus der Ermittler. Die Bundesanwaltschaft prüft bereits einen möglichen Zusammenhang zum Leipziger Vorfall. Jetzt zeigen Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR, dass Beamte Tage später nur wenige Meter von der Fundstelle entfernt auf verdächtiges Material stießen. Sie gehen derzeit davon aus, dass es sich um Sprengstoff handelt, wie der Rechercheverbund am Dienstag unter Berufung auf Sicherheitskreisen berichtete.

Österreichischer Investor Benko erneut verurteilt: Haftstrafe um sechs Monate erhöht

Der österreichische Investor René Benko ist in einem neu aufgerollten Prozess erneut wegen Betrugs verurteilt worden. Eine Schöffenkammer des Landgerichts Innsbruck sprach den 49-Jährigen am Dienstag wegen Schädigung seiner Gläubiger schuldig und erhöhte seine Haftstrafe von zwei auf zweieinhalb Jahre, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA mitteilte. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Republikanischer US-Senator fordert Untersuchung von Hochzeitsfeier von Trumps Sohn

Der republikanische US-Senator John Curtis will die von einem russischen Geschäftsmann bezahlten Hochzeitsfeierlichkeiten von Donald Trumps ältestem Sohn parlamentarisch untersuchen lassen. In einem Brief an die Vorsitzenden des Justizausschusses des Senats verlangte der Senator aus Utah am Dienstag Aufklärung darüber, ob die Präsidentenfamilie ihre politische Macht für private Geschäfte missbraucht hat. Zu diesem Zweck solle Donald Trump Jr. vorgeladen werden.

Textgröße ändern: