Pallade Veneta - Prozess wegen Tötung aus Eifersucht während Hochzeit in Berlin-Kreuzberg begonnen

Prozess wegen Tötung aus Eifersucht während Hochzeit in Berlin-Kreuzberg begonnen


Prozess wegen Tötung aus Eifersucht während Hochzeit in Berlin-Kreuzberg begonnen
Prozess wegen Tötung aus Eifersucht während Hochzeit in Berlin-Kreuzberg begonnen / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Nach dem Tod eines Mannes auf einer Hochzeitsfeier in Berlin hat vor dem Landgericht der Hauptstadt der Prozess wegen Totschlags gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Der 30-Jährige soll sein 29-jähriges Opfer während der Veranstaltung im Stadtteil Kreuzberg mit einem Messer erstochen haben, wie aus der am Donnerstag verlesenen Anklage der Staatsanwaltschaft hervorging. Motiv soll Eifersucht gewesen sein.

Textgröße ändern:

Laut Anklage vermutete der Beschuldigte, dass seine Ehefrau mit dem 29-Jährigen eine Affäre hatte, während er selbst wegen eines anderen Verfahrens in Untersuchungshaft saß. Als er seinem Nebenbuhler bei der Feier in einem Hochzeitssaal nahe des Kottbusser Tors begegnete, soll der Beschuldigte den 29-Jährigen zunächst aufgefordert haben, mit ihm nach draußen zu kommen.

Als dieser sich auch nach mehrfacher Aufforderung weigerte, soll der Angeklagte mit einem Glas nach dem Mann geworfen haben, woraufhin der 29-Jährige einen Stuhl in die Hand nahm. Einem 25-Jährigen, der dazwischen gehen wollte, soll der Beschuldigte mit einem Messer in den Oberschenkel gestochen und dann "aus Wut und in Tötungsabsicht" dem 29-Jährigen ins Herz gestochen haben.

Die Verteidiger des Beschuldigten mit eritreischer Staatsbürgerschaft kündigten am ersten Prozesstag eine Erklärung ihres Mandanten an. Allerdings könne diese erst erfolgen, wenn ihm und der Verteidigung die zugesagte Akteneinsicht gewährt werde. Unter anderem gehe es dabei um ein Video aus dem Hochzeitssaal, sagte Anwalt Ehssan Khazaeli.

Angeklagt ist der 30-Jährige nicht nur wegen seiner mutmaßlichen Taten während der Hochzeit. Ihm wird auch vorgeworfen, zweieinhalb Wochen vor der Hochzeit seine 27-jährige Frau wegen der vermuteten Affäre in der gemeinsamen Wohnung in Kreuzberg gewürgt und mit einem Staubsaugerrohr auf den Arm geschlagen zu haben. Schließlich soll er sie unter Androhung von Schlägen und Tod dazu genötigt haben, Anzeige gegen den 29-Jährigen wegen einer angeblichen Vergewaltigung zu erstatten, was diese letztlich tat.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 30-Jährigen gefährliche Körperverletzung, Nötigung und Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vor. Der Beschuldigte sitzt seit der Tat im Dezember in Untersuchungshaft.

P.Colombo--PV

Empfohlen

Nach Tod von 15-Jährigem in Nordrhein-Westfalen: Tatverdächtige stellen sich

Nach dem Tod eines 15-Jährigen durch Messerstiche bei einer privaten Feier im nordrhein-westfälischen Marsberg haben sich die beiden gesuchten Tatverdächtigen am Dienstag der Polizei gestellt. Die nach früheren Angaben 22 und 23 Jahre alten Männer sollen am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden, wie die Polizei in Dortmund und die Staatsanwaltschaft Arnsberg mitteilten. Beide waren per Öffentlichkeitsfahndung gesucht worden.

Drohnenfund in Niedersachsen: Womöglich Sprengstoff in der Nähe entdeckt

Nach dem versuchten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne am Leipziger Flughafen rückt eine in der vergangenen Woche in Niedersachsen gefundene Drohne in den Fokus der Ermittler. Die Bundesanwaltschaft prüft bereits einen möglichen Zusammenhang zum Leipziger Vorfall. Jetzt zeigen Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR, dass Beamte Tage später nur wenige Meter von der Fundstelle entfernt auf verdächtiges Material stießen. Sie gehen derzeit davon aus, dass es sich um Sprengstoff handelt, wie der Rechercheverbund am Dienstag unter Berufung auf Sicherheitskreisen berichtete.

Österreichischer Investor Benko erneut verurteilt: Haftstrafe um sechs Monate erhöht

Der österreichische Investor René Benko ist in einem neu aufgerollten Prozess erneut wegen Betrugs verurteilt worden. Eine Schöffenkammer des Landgerichts Innsbruck sprach den 49-Jährigen am Dienstag wegen Schädigung seiner Gläubiger schuldig und erhöhte seine Haftstrafe von zwei auf zweieinhalb Jahre, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA mitteilte. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Republikanischer US-Senator fordert Untersuchung von Hochzeitsfeier von Trumps Sohn

Der republikanische US-Senator John Curtis will die von einem russischen Geschäftsmann bezahlten Hochzeitsfeierlichkeiten von Donald Trumps ältestem Sohn parlamentarisch untersuchen lassen. In einem Brief an die Vorsitzenden des Justizausschusses des Senats verlangte der Senator aus Utah am Dienstag Aufklärung darüber, ob die Präsidentenfamilie ihre politische Macht für private Geschäfte missbraucht hat. Zu diesem Zweck solle Donald Trump Jr. vorgeladen werden.

Textgröße ändern: