Pallade Veneta - BGH: Münchner Mordurteil neun Jahre nach Tötung von Ehefrau rechtskräftig

BGH: Münchner Mordurteil neun Jahre nach Tötung von Ehefrau rechtskräftig


BGH: Münchner Mordurteil neun Jahre nach Tötung von Ehefrau rechtskräftig
BGH: Münchner Mordurteil neun Jahre nach Tötung von Ehefrau rechtskräftig / Foto: Thomas Lohnes - AFP/Archiv

Neun Jahre nach der Tötung einer Frau in Bayern ist das Urteil gegen ihren Ehemann rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte nach Angaben vom Freitag das Urteil des Landgerichts München I, mit dem der Mann wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden war. Es war bereits die zweite Runde vor Gericht in dem Fall. (Az. 1 StR 229/24)

Textgröße ändern:

Die Frau war 2015 erschossen gefunden worden. In einem ersten Verfahren wurde der Angeklagte in München im Februar 2022 lediglich wegen eines Waffendelikts zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Das Landgericht konnte damals nicht sicher feststellen, dass er zum Tod seiner Frau beigetragen hatte.

Auf die Revision der Staatsanwaltschaft hin hob der BGH diese Entscheidung aber im Dezember 2022 wieder auf, der Fall musste neu aufgerollt werden. Im Dezember 2023 sprach das Landgericht den Angeklagten des Mordes schuldig. Dieses Urteil ist nun rechtskräftig.

Nach Überzeugung des Landgerichts tötete der Mann seine von ihm getrennt lebende Frau im August 2015 in seiner Wohnung durch einen Kopfschuss. Sie hatte sich demnach gegen seinen Willen von ihm getrennt, das Paar hatte allerdings fünf gemeinsame Kinder und weiter Kontakt.

Kurz vor der Tat erfuhr der Angeklagte dem Urteil zufolge von einer Nachricht seiner Frau an einen Bekannten. Dass sie Kontakt zu anderen Männern hatte, habe ihn wütend und eifersüchtig gemacht. Um sie zu bestrafen und sich für die Trennung zu rächen, habe er sie erschossen und danach einen Suizid der Frau vorgetäuscht. So habe er ihr eine Patrone in die Hand gelegt.

Das Landgericht wertete die Tat als Mord aus niederen Beweggründen. Besonders verwerflich sei, dass der Mann die Trennungsentscheidung seiner Frau aus einem übersteigerten Besitzwillen nicht habe akzeptieren wollen, hieß es. Der BGH fand in dem Urteil aus München nun keine Rechtsfehler.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

Nach Tod von 15-Jährigem in Nordrhein-Westfalen: Tatverdächtige stellen sich

Nach dem Tod eines 15-Jährigen durch Messerstiche bei einer privaten Feier im nordrhein-westfälischen Marsberg haben sich die beiden gesuchten Tatverdächtigen am Dienstag der Polizei gestellt. Die nach früheren Angaben 22 und 23 Jahre alten Männer sollen am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden, wie die Polizei in Dortmund und die Staatsanwaltschaft Arnsberg mitteilten. Beide waren per Öffentlichkeitsfahndung gesucht worden.

Drohnenfund in Niedersachsen: Womöglich Sprengstoff in der Nähe entdeckt

Nach dem versuchten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne am Leipziger Flughafen rückt eine in der vergangenen Woche in Niedersachsen gefundene Drohne in den Fokus der Ermittler. Die Bundesanwaltschaft prüft bereits einen möglichen Zusammenhang zum Leipziger Vorfall. Jetzt zeigen Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR, dass Beamte Tage später nur wenige Meter von der Fundstelle entfernt auf verdächtiges Material stießen. Sie gehen derzeit davon aus, dass es sich um Sprengstoff handelt, wie der Rechercheverbund am Dienstag unter Berufung auf Sicherheitskreisen berichtete.

Österreichischer Investor Benko erneut verurteilt: Haftstrafe um sechs Monate erhöht

Der österreichische Investor René Benko ist in einem neu aufgerollten Prozess erneut wegen Betrugs verurteilt worden. Eine Schöffenkammer des Landgerichts Innsbruck sprach den 49-Jährigen am Dienstag wegen Schädigung seiner Gläubiger schuldig und erhöhte seine Haftstrafe von zwei auf zweieinhalb Jahre, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA mitteilte. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Republikanischer US-Senator fordert Untersuchung von Hochzeitsfeier von Trumps Sohn

Der republikanische US-Senator John Curtis will die von einem russischen Geschäftsmann bezahlten Hochzeitsfeierlichkeiten von Donald Trumps ältestem Sohn parlamentarisch untersuchen lassen. In einem Brief an die Vorsitzenden des Justizausschusses des Senats verlangte der Senator aus Utah am Dienstag Aufklärung darüber, ob die Präsidentenfamilie ihre politische Macht für private Geschäfte missbraucht hat. Zu diesem Zweck solle Donald Trump Jr. vorgeladen werden.

Textgröße ändern: