Pallade Veneta - Angriff auf Berlins Wirtschaftssenatorin Giffey: Verdächtiger soll in Psychiatrie

Angriff auf Berlins Wirtschaftssenatorin Giffey: Verdächtiger soll in Psychiatrie


Angriff auf Berlins Wirtschaftssenatorin Giffey: Verdächtiger soll in Psychiatrie
Angriff auf Berlins Wirtschaftssenatorin Giffey: Verdächtiger soll in Psychiatrie / Foto: MICHELE TANTUSSI - AFP/Archiv

Nach dem tätlichen Angriff eines 74-Jährigen auf Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) im Mai strebt die Staatsanwaltschaft die Unterbringung des Mannes in einer Psychiatrie an. Eine entsprechende Antragsschrift in einem Sicherungsverfahren sei beim Landgericht Berlin eingereicht worden, teilte die Behörde am Dienstag mit.

Textgröße ändern:

Der Beschuldigte hatte Giffey während eines offiziellen Termins in einer Bibliothek in Berlin-Rudow von hinten mit einer schweren Tasche auf den Kopf geschlagen. Laut Staatsanwaltschaft hatte die Politikerin zwei Tage stärkere Schmerzen. Der Mann wurde einen Tag nach dem Angriff festgenommen und befindet sich seitdem bereits vorläufig in einer psychiatrischen Klinik.

Die Ermittlungen hätten Anhaltspunkte dafür ergeben, dass der Beschuldigte im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt habe, teilte die Anklagebehörde mit. Laut vorläufigem Sachverständigengutachten bestehe die Gefahr, dass er weitere solcher Straftaten begehen könnte. Es werde daher eine dauerhafte Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus angestrebt, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Über die Eröffnung eines Sicherungsverfahrens muss nun das Landgericht der Hauptstadt entscheiden.

Die Attacke auf Giffey war eine von mehreren Angriffen auf Politikerinnen und Politikern in der jüngeren Zeit und löste entsprechende Debatten über eine Verrohung der Gesellschaft aus. Vor ihrer Zeit als Senatorin war Giffey bereits Bundesfamilienministerin sowie Regierende Bürgermeisterin Berlins.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Nach Tod von 15-Jährigem in Nordrhein-Westfalen: Tatverdächtige stellen sich

Nach dem Tod eines 15-Jährigen durch Messerstiche bei einer privaten Feier im nordrhein-westfälischen Marsberg haben sich die beiden gesuchten Tatverdächtigen am Dienstag der Polizei gestellt. Die nach früheren Angaben 22 und 23 Jahre alten Männer sollen am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden, wie die Polizei in Dortmund und die Staatsanwaltschaft Arnsberg mitteilten. Beide waren per Öffentlichkeitsfahndung gesucht worden.

Drohnenfund in Niedersachsen: Womöglich Sprengstoff in der Nähe entdeckt

Nach dem versuchten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne am Leipziger Flughafen rückt eine in der vergangenen Woche in Niedersachsen gefundene Drohne in den Fokus der Ermittler. Die Bundesanwaltschaft prüft bereits einen möglichen Zusammenhang zum Leipziger Vorfall. Jetzt zeigen Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR, dass Beamte Tage später nur wenige Meter von der Fundstelle entfernt auf verdächtiges Material stießen. Sie gehen derzeit davon aus, dass es sich um Sprengstoff handelt, wie der Rechercheverbund am Dienstag unter Berufung auf Sicherheitskreisen berichtete.

Österreichischer Investor Benko erneut verurteilt: Haftstrafe um sechs Monate erhöht

Der österreichische Investor René Benko ist in einem neu aufgerollten Prozess erneut wegen Betrugs verurteilt worden. Eine Schöffenkammer des Landgerichts Innsbruck sprach den 49-Jährigen am Dienstag wegen Schädigung seiner Gläubiger schuldig und erhöhte seine Haftstrafe von zwei auf zweieinhalb Jahre, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA mitteilte. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Republikanischer US-Senator fordert Untersuchung von Hochzeitsfeier von Trumps Sohn

Der republikanische US-Senator John Curtis will die von einem russischen Geschäftsmann bezahlten Hochzeitsfeierlichkeiten von Donald Trumps ältestem Sohn parlamentarisch untersuchen lassen. In einem Brief an die Vorsitzenden des Justizausschusses des Senats verlangte der Senator aus Utah am Dienstag Aufklärung darüber, ob die Präsidentenfamilie ihre politische Macht für private Geschäfte missbraucht hat. Zu diesem Zweck solle Donald Trump Jr. vorgeladen werden.

Textgröße ändern: