Pallade Veneta - Mutmaßlicher früherer PKK-Funktionär an Frankfurter Flughafen festgenommen

Mutmaßlicher früherer PKK-Funktionär an Frankfurter Flughafen festgenommen


Mutmaßlicher früherer PKK-Funktionär an Frankfurter Flughafen festgenommen
Mutmaßlicher früherer PKK-Funktionär an Frankfurter Flughafen festgenommen / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Ein in Italien festgenommener mutmaßlicher früherer PKK-Funktionär ist nach Deutschland ausgeliefert worden. Wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Montag mitteilte, wurde Selahattin K. am Freitag bei seiner Ankunft am Frankfurter Flughafen von der Bundespolizei festgenommen. Der türkische Staatsbürger soll in Westdeutschland Leitungsaufgaben für die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) wahrgenommen haben.

Textgröße ändern:

Der vom Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs ausgestellte Haftbefehl gegen K. stammt den Angaben zufolge von Mitte Februar. Auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls sei K. Mitte Juni in Italien inhaftiert worden, hieß es. Inzwischen sitzt K. in Deutschland in Untersuchungshaft.

Zwischen Januar 2014 und Juli 2015 soll K. als hauptamtlicher Kader der PKK in Deutschland gearbeitet haben. Er habe die typischen Leitungsaufgaben eines sogenannten Sektorleiters wahrgenommen, erklärte die Bundesanwaltschaft. Diese hätten vor allem die Koordination der organisatorischen, personellen und propagandistischen Angelegenheiten der PKK in verschiedenen Sektoren umfasst.

Zunächst sei K. im "Sektor Süd 1" tätig gewesen, zu denen die Gebiete Darmstadt, Frankfurt am Main, Gießen, Mannheim, Nürnberg und Saarbrücken gehörten. Ab Juli 2014 habe er im "Sektor Mitte" gearbeitet, wozu die Gebiete Bielefeld, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln und Münster gehörten.

K. habe den sogenannten Gebietsverantwortlichen sowie Kadern und Aktivisten, die ihm unterstellt gewesen seien, Anweisungen gegeben und deren Ausführung kontrolliert. Dabei habe er selbst die Anweisungen der sogenannten Europaführung der PKK befolgen müssen. K. soll außerdem Propagandaveranstaltungen und Versammlungen mitorganisiert haben. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vor.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

Nach Tod von 15-Jährigem in Nordrhein-Westfalen: Tatverdächtige stellen sich

Nach dem Tod eines 15-Jährigen durch Messerstiche bei einer privaten Feier im nordrhein-westfälischen Marsberg haben sich die beiden gesuchten Tatverdächtigen am Dienstag der Polizei gestellt. Die nach früheren Angaben 22 und 23 Jahre alten Männer sollen am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden, wie die Polizei in Dortmund und die Staatsanwaltschaft Arnsberg mitteilten. Beide waren per Öffentlichkeitsfahndung gesucht worden.

Drohnenfund in Niedersachsen: Womöglich Sprengstoff in der Nähe entdeckt

Nach dem versuchten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne am Leipziger Flughafen rückt eine in der vergangenen Woche in Niedersachsen gefundene Drohne in den Fokus der Ermittler. Die Bundesanwaltschaft prüft bereits einen möglichen Zusammenhang zum Leipziger Vorfall. Jetzt zeigen Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR, dass Beamte Tage später nur wenige Meter von der Fundstelle entfernt auf verdächtiges Material stießen. Sie gehen derzeit davon aus, dass es sich um Sprengstoff handelt, wie der Rechercheverbund am Dienstag unter Berufung auf Sicherheitskreisen berichtete.

Österreichischer Investor Benko erneut verurteilt: Haftstrafe um sechs Monate erhöht

Der österreichische Investor René Benko ist in einem neu aufgerollten Prozess erneut wegen Betrugs verurteilt worden. Eine Schöffenkammer des Landgerichts Innsbruck sprach den 49-Jährigen am Dienstag wegen Schädigung seiner Gläubiger schuldig und erhöhte seine Haftstrafe von zwei auf zweieinhalb Jahre, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA mitteilte. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Republikanischer US-Senator fordert Untersuchung von Hochzeitsfeier von Trumps Sohn

Der republikanische US-Senator John Curtis will die von einem russischen Geschäftsmann bezahlten Hochzeitsfeierlichkeiten von Donald Trumps ältestem Sohn parlamentarisch untersuchen lassen. In einem Brief an die Vorsitzenden des Justizausschusses des Senats verlangte der Senator aus Utah am Dienstag Aufklärung darüber, ob die Präsidentenfamilie ihre politische Macht für private Geschäfte missbraucht hat. Zu diesem Zweck solle Donald Trump Jr. vorgeladen werden.

Textgröße ändern: