Pallade Veneta - Berliner Polizei erklärt nach Urteil gegen Kinderbetreuer Ermittlungserfolg

Berliner Polizei erklärt nach Urteil gegen Kinderbetreuer Ermittlungserfolg


Berliner Polizei erklärt nach Urteil gegen Kinderbetreuer Ermittlungserfolg
Berliner Polizei erklärt nach Urteil gegen Kinderbetreuer Ermittlungserfolg / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Die Berliner Polizei hat nach einem Urteil gegen einen Kinderbetreuer wegen sexuellen Kindesmissbrauchs den Verlauf der vorangegangen Ermittlungen erklärt. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, führte das Landeskriminalamt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft von August 2021 bis Januar 2022 ein Großverfahren wegen des schweren sexuellen Kindesmissbrauchs zur Herstellung von Kinderpornografie. Das Urteil gegen den 28-jährigen Beschuldigten erging am Donnerstag.

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Das Landgericht der Hauptstadt verurteilte den Mann zu zwölf Jahren Haft. Auslöser der Ermittlungen war nach Polizeiangaben "ein konkreter anonymer Hinweis". Aus diesem sei hervorgegangen, dass der Mann kinderpornografisches Material auf dem Laptop hatte. Im August vergangenen Jahres erfolgten dann Durchsuchungen an seiner Anschrift sowie am Aufenthaltsort der Lebensgefährtin.

Dabei beschlagnahmten die Beamten eine Vielzahl an Datenträgern. Der Beschuldigte räumte den Angaben zufolge schon während der Durchsuchung ein, dass auf diesen "etwas" zu finden sei. Bereits bei der ersten Sichtung der Datenträger fanden die Ermittler neben mehreren tausend selbst hergestellten Bilderserien kinderpornografischen Inhalts auch Videos, die den schweren sexuellen Missbrauch eines Kinds zeigten.

Der Beschuldigte wurde daraufhin festgenommen. Die Taten hatte er demnach bei seiner Nebentätigkeit als Kindertagespfleger begangen. In seiner Wohnung fanden die Ermittler Unterlagen, die eine schnelle Identifizierung des im Video abgebildeten Jungen sowie fünf weiterer Kinder ermöglichte. Aufgrund der Schwere der Straftaten sowie der Menge der auszuwertenden Daten wurde im Landeskriminalamt eine spezielle Ermittlungsgruppe gegründet.

Den fünf Mitgliedern dieser Gruppe gelang es den Angaben zufolge in fünf Monaten, insgesamt 48 geschädigte Kinder zu identifizieren. Sie werteten dabei rund 31 Millionen Dateien aus, davon rund zweieinhalb Millionen Bilder und 20.000 Videos. Unter den Daten befanden sich knapp 15.000 selbst hergestellte Missbrauchsabbildungen.

Darüber hinaus identifizierten die Ermittler in einem Fall einen 44-jährigen Mittäter. Dieser wurde wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kinds ebenfalls festgenommen. Die Beamten führten zudem mit Unterstützung von psychologischen Fachkräften Gespräche mit den Eltern der betroffenen Kinder. Dabei ging es unter anderem um die eindeutige Identifizierung der geschädigten Kinder. Diese waren zum Tatzeitpunkt zwischen sieben Monate und elf Jahre alt.

Im Ergebnis leitete die Ermittlungsgruppe 45 Strafverfahren gegen den Beschuldigten ein, darunter 25 Fälle des sexuellen Missbrauchs von Kindern und 20 Fälle der Herstellung von Kinderpornografie. Die Taten wurden laut Polizei im Zeitraum von Januar 2015 bis März 2020 begangen.

C.Conti--PV

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