Pallade Veneta - Urteil gegen Göttinger Professor wegen Nötigung in sexualisierter Form rechtskräftig

Urteil gegen Göttinger Professor wegen Nötigung in sexualisierter Form rechtskräftig


Urteil gegen Göttinger Professor wegen Nötigung in sexualisierter Form rechtskräftig
Urteil gegen Göttinger Professor wegen Nötigung in sexualisierter Form rechtskräftig / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Ein Urteil gegen einen Göttinger Universitätsprofessor wegen Nötigung von Hochschulmitarbeiterinnen und Studentinnen in sexualisierter Form ist rechtskräftig. Die auf die Revision des Angeklagten erfolgte Prüfung des Urteils des Landgerichts Göttingen habe keinen Rechtsfehler zu seinem Nachteil ergeben, teilte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe am Montag mit. Das Verfahren sei damit rechtskräftig abgeschlossen.

Textgröße ändern:

Das Landgericht hatte den Mann im Februar zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt und mehrere Geldauflagen verhängt. Laut Anklage hatte der Beschuldigte drei ihm dienstlich unterstellten Frauen in den Jahren 2014 bis 2017 jeweils mehrfach mit einem Bambusstock oder der flachen Hand auf das Gesäß geschlagen, um sich damit "sexuell zu erregen". Dabei nahm er laut Gericht zumindest billigend in Kauf, dass eine der Frauen die Schläge nur duldete, weil er ihr androhte, die Betreuung ihrer Promotion zu beenden.

Der Fall beschäftigt die Gerichte schon länger. 2022 wurde der Hochschulprofessor vom Landgericht Göttingen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von elf Monaten auf Bewährung verurteilt. Auf die Revisionen der Staatsanwaltschaft und einer Nebenklägerin hob der Bundesgerichtshof das Urteil in zwei Fällen auf. Im Februar 2024 folgte das zweite Urteil des Landgerichts mit einer höheren Bewährungsstrafe, Dieses ist nun rechtskräftig.

Parallel wurden vor dem Verwaltungsgericht Göttingen gesonderte Disziplinarverfahren gegen den Professor verhandelt. Von den laut Klage 40 Vorfällen unterhalb der Strafbarkeitsschwelle sah das Gericht nur einen Teil als erwiesen an. Es stellte aber fest, dass der Beschuldigte Studentinnen und Mitarbeiterinnen über Jahre durch Worte und Berührungen "in sexualisierter Weise belästigt" habe.

A.Rispoli--PV

Empfohlen

Leiche in brennendem Auto in Bayern entdeckt - Besitzer schwerverletzt in der Nähe

In einem brennenden Auto auf einem Parkplatz in Bayern ist am Sonntag eine Leiche gefunden worden. In einem Wald in der Nähe fanden Einsatzkräfte den Besitzer des Wagens mit schweren Verletzungen, wie die Polizei in Straubing mitteilte. Zuvor hatten Angehörige ihn und seine von ihm getrennt lebende Frau als vermisst gemeldet.

Vermummte attackieren Polizei bei illegalem Tuningtreffen in Rheinland-Pfalz

Bei einem illegalen Tuningtreffen im rheinland-pfälzischen Wittlich haben Teilnehmer Polizisten und deren Autos angegriffen. Auf dem Gelände einer Firma fanden sich mehrere hundert Fahrzeuge und schätzungsweise mindestens 1000 Menschen ein, wie die Polizei Trier am Sonntag mitteilte. Als die Beamten dort ankamen, seien sie von Vermummten attackiert worden.

Auto prallt gegen Baum: 17-Jähriger stirbt bei Unfall in Bayern

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Bayern ist ein 17-Jähriger gestorben. Drei weitere junge Menschen wurden verletzt, wie die Polizei in Bayreuth am Sonntag mitteilte. Das von einem 18-Jährigen gefahrene Auto prallte demnach am frühen Samstagmorgen in der Nähe von Münchberg gegen einen Baum.

20-Jähriger soll in Bayern eigene Mutter getötet haben - Untersuchungshaft

Weil er seine eigene Mutter getötet haben soll, ist ein 20-Jähriger in Bayern in Untersuchungshaft genommen worden. Zu den Hintergründen der Tat wird weiter ermittelt, wie die Polizei in Nürnberg am Sonntag mitteilte. Der Mann war am Freitag festgenommen worden.

Textgröße ändern: