Pallade Veneta - China weist Kritik an Festnahme von Kardinal Zen in Hongkong zurück

China weist Kritik an Festnahme von Kardinal Zen in Hongkong zurück


China weist Kritik an Festnahme von Kardinal Zen in Hongkong zurück
China weist Kritik an Festnahme von Kardinal Zen in Hongkong zurück / Foto: ALBERTO PIZZOLI, ALBERTO PIZZOLI - AFP/Archiv

China hat die Kritik des Westens an der vorübergehenden Festnahme des ehemaligen Bischofs von Hongkong mit scharfen Worten zurückgewiesen. Der 90-jährige Kardinal Joseph Zen und weitere mit ihm festgenommene Demokratie-Aktivisten würden beschuldigt, "sich mit ausländischen Staaten und Mächten verschworen zu haben", erklärte das Büro des von Peking eingesetzten Hongkong-Beauftragten am Donnerstag.

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Sie hätten sich verschworen, um die nationale Sicherheit zu gefährden - dies sei "eine schwerwiegende Tat", erklärte das Büro, welches das chinesische Außenministerium in Hongkong repräsentiert.

Der 90-jährige Kardinal Zen und drei weitere Demokratie-Aktivisten waren am Mittwoch auf der Grundlage des sogenannten Sicherheitsgesetzes festgenommen worden und wenige Stunden später gegen Kaution wieder freigelassen worden.

Der Vatikan reagierte "besorgt", das Weiße Haus in Washington forderte in einer ersten Reaktion die "sofortige Freilassung" der "ungerechterweise Festgenommenen und Beschuldigten".

Der 90-jährige Zen gehört zu den ranghöchsten Vertretern der katholischen Kirche in der Finanzmetropole Hongkong und gilt als Kritiker der Regierung in Peking. Zu den Festgenommenen gehörte auch die Pop-Sängerin und Aktivistin Denise Ho.

Alle vier Beschuldigten waren Verwalter eines inzwischen aufgelösten Hilfsfonds, der Demonstranten finanziell unterstützte, die während der Massenproteste im Jahr 2019 festgenommen worden waren.

Das im Juli 2020 von Peking verhängte sogenannte Sicherheitsgesetz erlaubt den Behörden in Hongkong ein drakonisches Vorgehen gegen alle Aktivitäten, die nach ihrer Auffassung die nationale Sicherheit Chinas bedrohen. Mehr als 180 Hongkonger sind derzeit auf Grundlage dieses Gesetzes inhaftiert; die Beschuldigten kommen in der Regel nicht gegen Kaution frei und müssen mit langen Haftstrafen rechnen.

E.M.Filippelli--PV

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