Pallade Veneta - Schwester aus Wut über Lebenswandel getötet: Bremer Mordurteil rechtskräftig

Schwester aus Wut über Lebenswandel getötet: Bremer Mordurteil rechtskräftig


Schwester aus Wut über Lebenswandel getötet: Bremer Mordurteil rechtskräftig
Schwester aus Wut über Lebenswandel getötet: Bremer Mordurteil rechtskräftig / Foto: LOIC VENANCE - AFP/Archiv

Ein Bremer Mordurteil gegen einen Mann wegen der Tötung seiner Schwester ist nach einem Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) rechtskräftig. Der BGH fand keine Rechtsfehler im Urteil des Landgerichts der Hansestadt, wie er am Dienstag in Karlsruhe mitteilte. Das Landgericht hatte den damals 24-Jährigen im Juni zu lebenslanger Haft verurteilt. (Az. 5 StR 499/24)

Textgröße ändern:

Es wertete die Tat als Mord aus niedrigen Beweggründen. Dem Urteil zufolge fühlte sich der im Jemen aufgewachsene Mann durch den Lebenswandel seiner Schwester, der aus seiner Sicht unmoralisch war, in seiner "Ehre" verletzt. Die junge Frau habe wenige Monate vor der Tat begonnen, sich ein wenig freier zu bewegen.

Sie sei nicht immer sofort von der Arbeit nach Hause gekommen, sondern habe sich ab und zu mit Freundinnen getroffen. Der spätere Täter habe außerdem Gerüchte gehört, dass sie sich auch mit Männern treffe. Einmal habe er geglaubt gesehen zu haben, wie sie Zärtlichkeiten mit einem Mann austauschte.

Am Tag des 23. Geburtstags der Frau sei der Angeklagte mit einem großen Messer zu ihrer Wohnung gegangen und habe sie mit mehreren wuchtigen Stichen getötet. Dann habe er die Polizei gerufen, die Tat gestanden und seine Festnahme abgewartet.

In der mehr als einstündigen mündlichen Urteilsbegründung in Bremen sprach der Vorsitzende Richter im Juni von einem "Femizid" und einer Art vom Angeklagten begangenen "Kontrollmord". Sein Motiv sei besonders verachtenswert, führte das Landgericht in seinem Urteil aus. Maßstab hierfür seien die Vorstellungen der Rechtsgemeinschaft der Bundesrepublik Deutschland.

Der Angeklagte habe seiner Schwester nicht zugestanden, ihr Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Er habe sich das Recht herausgenommen, sie zu töten, und sie als Mittel zum Zweck gebraucht, sein eigenes Wohlbefinden zu erreichen.

Eine mitentscheidende Rolle in dem Verfahren spielten unter anderem Briefe des Angeklagten, die nach der Tat in dessen Wohnung gefunden worden waren. In den vor Gericht verlesenen Dokumenten schrieb er, seine jüngere Schwester habe versucht, eine "Schlampe zu sein".

Nach dem Urteil in Bremen wandte er sich an den BGH. Da dieser bei seiner Überprüfung keine Rechtsfehler fand, wurde das Urteil rechtskräftig.

L.Barone--PV

Empfohlen

Leiche in brennendem Auto in Bayern entdeckt - Besitzer schwerverletzt in der Nähe

In einem brennenden Auto auf einem Parkplatz in Bayern ist am Sonntag eine Leiche gefunden worden. In einem Wald in der Nähe fanden Einsatzkräfte den Besitzer des Wagens mit schweren Verletzungen, wie die Polizei in Straubing mitteilte. Zuvor hatten Angehörige ihn und seine von ihm getrennt lebende Frau als vermisst gemeldet.

Vermummte attackieren Polizei bei illegalem Tuningtreffen in Rheinland-Pfalz

Bei einem illegalen Tuningtreffen im rheinland-pfälzischen Wittlich haben Teilnehmer Polizisten und deren Autos angegriffen. Auf dem Gelände einer Firma fanden sich mehrere hundert Fahrzeuge und schätzungsweise mindestens 1000 Menschen ein, wie die Polizei Trier am Sonntag mitteilte. Als die Beamten dort ankamen, seien sie von Vermummten attackiert worden.

Auto prallt gegen Baum: 17-Jähriger stirbt bei Unfall in Bayern

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Bayern ist ein 17-Jähriger gestorben. Drei weitere junge Menschen wurden verletzt, wie die Polizei in Bayreuth am Sonntag mitteilte. Das von einem 18-Jährigen gefahrene Auto prallte demnach am frühen Samstagmorgen in der Nähe von Münchberg gegen einen Baum.

20-Jähriger soll in Bayern eigene Mutter getötet haben - Untersuchungshaft

Weil er seine eigene Mutter getötet haben soll, ist ein 20-Jähriger in Bayern in Untersuchungshaft genommen worden. Zu den Hintergründen der Tat wird weiter ermittelt, wie die Polizei in Nürnberg am Sonntag mitteilte. Der Mann war am Freitag festgenommen worden.

Textgröße ändern: