Pallade Veneta - Mindestens ein Toter bei Teileinsturz von Wohnhaus in Den Haag nach Explosion

Mindestens ein Toter bei Teileinsturz von Wohnhaus in Den Haag nach Explosion


Mindestens ein Toter bei Teileinsturz von Wohnhaus in Den Haag nach Explosion
Mindestens ein Toter bei Teileinsturz von Wohnhaus in Den Haag nach Explosion / Foto: Josh Walet - ANP/AFP

Bei dem Teileinsturz eines Wohnhauses nach einer Explosion in Den Haag ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Aus den Trümmern seien mittlerweile ein Toter sowie drei Verletzte geborgen worden, sagte Den Haags Bürgermeister Jan van Zanen am Samstagnachmittag. Die Polizei schloss derweil eine absichtlich verursachte Explosion nicht aus. Sie veröffentlichte einen Zeugenaufruf zu einem Auto, das kurz nach der Explosion am frühen Morgen gesehen worden und anschließend davongerast war.

Textgröße ändern:

"Es ist nicht bekannt, wie viele Menschen sich noch unter den Trümmern befinden, aber Tatsache ist, dass es für sie nur noch eine geringe Überlebenschance gibt", sagte Bürgermeister van Zanen auf einer Pressekonferenz. Demnach wurden drei Verletzte ins Krankenhaus eingeliefert. Rettungskräfte hatten zuvor von vier Verletzten gesprochen.

Das dreistöckige Wohnhaus in der niederländischen Großstadt war nach einer Explosion am frühen Morgen teilweise eingestürzt. Rettungskräfte durchkämmten am Samstag mit Spürhunden die Trümmer nach möglichen Toten und Überlebenden. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurden vier Verletzte in Krankenhäuser eingeliefert.

Zunächst war unklar, wieviele Vermisste es gab. Nach Angaben der Polizei wurden insgesamt mindestens fünf Wohnungen zerstört. Auf der lokalen Nachrichtenplattform "Regio15" war zuvor von zerstörten Wohnungen in mehreren Stockwerken infolge der Explosion die Rede gewesen.

Unklar war auch, was das Feuer und die Explosion in dem Gebäude nahe des Stadtzentrums ausgelöst hatte. Kurz nach der Explosion gegen 06.15 Uhr sei ein Auto "mit sehr hoher Geschwindigkeit" davongefahren, erklärte die Polizei später. Die Beamten riefen Zeugen auf, sich mit möglichen Angaben oder Kameraaufnahmen zu dem Fahrzeug zu melden.

Wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete, trafen vor Ort Gerichtsmediziner ein, um mit der Untersuchung zur Explosionsursache zu beginnen. Nach Angaben der Behörden waren in dem Haus Geschäfte und fünf zweistöckige Wohnungen untergebracht.

Ein vor Ort eingetroffener AFP-Reporter berichtete von riesigen Rauchwolken, die zum Himmel aufstiegen. Dutzende Einsatzwagen der Feuerwehr waren vor Ort, Trümmer in der Straße verstreut. Polizeihubschrauber kreisten über dem Ort des Geschehens.

Die Feuerwehr kämpfte nach eigenen Angaben am Morgen zunächst weiter gegen die Flammen, bevor es ihr gelang, den Brand zu löschen. Später rückten Fahrzeuge zur Trümmerbeseitigung an.

Die Behörden forderten die Einwohner des Viertels auf, Türen und Fenster geschlossen zu halten. "Das Feuer erzeugt viel Rauch in der unmittelbaren Nachbarschaft", warnten sie.

Anwohner berichteten den örtlichen Medien, dass der Wohnblock hauptsächlich von älteren Menschen und Familien mit Kindern bewohnt werde. Etwa 40 Bewohner anderer Wohnblöcke in der Nähe des eingestürzten Gebäudes wurden evakuiert. Einige wurden mit Bussen in Sicherheit gebracht.

"Ich habe geschlafen, und plötzlich gab es einen riesigen Knall", sagte der 14-jährige Anwohner Adam Muller der AFP. Ein weiterer Anwohner namens Dimi sagte: "Es war wie ein Erdbeben." Etwas sei eingestürzt, "aber wir konnten nicht sehen, woher es kam", sagte der 53-Jährige. "Ich kenne diese Nachbarn. Meine Kinder gehen mit ihnen zur Schule."

Regierungschef Dick Schoof äußerte sich "schockiert über die schrecklichen Bilder" vom Explosionsort. Seine Gedanken seien bei den Opfern, allen anderen Betroffenen und den Rettungsdiensten vor Ort, erklärte Schoof im Onlinedienst X. Er sicherte den Behörden jede notwendige Hilfe zu. Auch der niederländische König Willem-Alexander drückte den Betroffenen in den Online-Netzwerken sein Mitgefühl aus.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Leiche in brennendem Auto in Bayern entdeckt - Besitzer schwerverletzt in der Nähe

In einem brennenden Auto auf einem Parkplatz in Bayern ist am Sonntag eine Leiche gefunden worden. In einem Wald in der Nähe fanden Einsatzkräfte den Besitzer des Wagens mit schweren Verletzungen, wie die Polizei in Straubing mitteilte. Zuvor hatten Angehörige ihn und seine von ihm getrennt lebende Frau als vermisst gemeldet.

Vermummte attackieren Polizei bei illegalem Tuningtreffen in Rheinland-Pfalz

Bei einem illegalen Tuningtreffen im rheinland-pfälzischen Wittlich haben Teilnehmer Polizisten und deren Autos angegriffen. Auf dem Gelände einer Firma fanden sich mehrere hundert Fahrzeuge und schätzungsweise mindestens 1000 Menschen ein, wie die Polizei Trier am Sonntag mitteilte. Als die Beamten dort ankamen, seien sie von Vermummten attackiert worden.

Auto prallt gegen Baum: 17-Jähriger stirbt bei Unfall in Bayern

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Bayern ist ein 17-Jähriger gestorben. Drei weitere junge Menschen wurden verletzt, wie die Polizei in Bayreuth am Sonntag mitteilte. Das von einem 18-Jährigen gefahrene Auto prallte demnach am frühen Samstagmorgen in der Nähe von Münchberg gegen einen Baum.

20-Jähriger soll in Bayern eigene Mutter getötet haben - Untersuchungshaft

Weil er seine eigene Mutter getötet haben soll, ist ein 20-Jähriger in Bayern in Untersuchungshaft genommen worden. Zu den Hintergründen der Tat wird weiter ermittelt, wie die Polizei in Nürnberg am Sonntag mitteilte. Der Mann war am Freitag festgenommen worden.

Textgröße ändern: