Pallade Veneta - Betrug und Bestechung: Krankenkasse AOK fordert knapp 43 Millionen Euro zurück

Betrug und Bestechung: Krankenkasse AOK fordert knapp 43 Millionen Euro zurück


Betrug und Bestechung: Krankenkasse AOK fordert knapp 43 Millionen Euro zurück
Betrug und Bestechung: Krankenkasse AOK fordert knapp 43 Millionen Euro zurück / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Die Krankenkasse AOK hat in den beiden vergangenen Jahren knapp 43 Millionen Euro wegen kriminellen Fehlverhaltens im Gesundheitswesen zurückgefordert. Die Summe sei im Vergleich zum vorigen Berichtszeitraum 2021 und 2022 um etwa ein Fünftel oder 7,4 Millionen Euro gestiegen, teilte der AOK-Bundesverband am Dienstag in Berlin mit. Die Zählung erfasst erfolgreiche Rückforderungen von Schäden etwa durch Abrechnungsbetrug, Bestechung und Missbrauch von Krankenkassenkarten.

Textgröße ändern:

In den aktuellen beiden Berichtsjahren 2022 und 2023 erhielt die AOK demnach knapp elftausend Hinweise auf finanzielle Schäden durch Fehlverhalten, die Rückforderungsverfahren auslösten. Das waren etwa 14 Prozent mehr als im vorigen Berichtszeitraum für 2020 und 2021. Dazu kamen Bestandsfälle. 1100 Vorgänge wurden für weitere strafrechtlichen Ermittlungen an die Staatsanwaltschaften abgegeben, hieß es in dem neuen Fehlverhaltensbericht.

Die meisten Betrügereien gab es demnach erneut bei der häuslichen Pflege. In den Jahren 2022 und 2023 wurden der AOK rund 2770 neue Fälle in diesem Bereich gemeldet. "Die breite Medienberichterstattung über Betrugsfälle in der Pflege dürfte dazu beigetragen haben, dass Kassen, Angehörige, aber auch Beschäftigte aus der Pflege verstärkt auf Unregelmäßigkeiten achten", erklärte die Kovorsitzende des Aufsichtsrats der Kasse, Susanne Wagenmann.

Außerdem wurden laut AOK die in der Coronapandemie zeitweise ausgesetzten Abrechnungsprüfungen in der häuslichen Pflege wieder aufgenommen, was ebenfalls zu mehr Rückforderungen führte. Gemessen an den Fallzahlen folgte der Bereich der Arznei- und Verbandsmittelversorgung mit rund 1140 auf dem zweiten Platz. Dort stieg die Rückforderungssumme im Berichtsraum 2022 und 2023 auf einen Rekordwert von knapp 17 Millionen Euro. Grund war allerdings ein einzelner größerer Betrugsfall um einen Dienstleister aus Norddeutschland.

Im Bereich der häuslichen Pflege forderte die AOK im Berichtszeitraum rund 9,63 Millionen Euro erfolgreich zurück. Die Kasse forderte die Einrichtung von Schwerpunktstaatsanwaltschaften zur besseren Bekämpfung von kriminellen Verhalten in der deutschen Gesundheits- und Pflegebranche. "Aufgrund der Komplexität des Gesundheitswesens und des Sozialversicherungsrechts sind die Ermittlungsverfahren in diesem Bereich eine absolute Spezialmaterie", teilte AOK-Koaufsichtsratschef Knut Lambertin mit. Wissen müsse gebündelt werden.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Leiche in brennendem Auto in Bayern entdeckt - Besitzer schwerverletzt in der Nähe

In einem brennenden Auto auf einem Parkplatz in Bayern ist am Sonntag eine Leiche gefunden worden. In einem Wald in der Nähe fanden Einsatzkräfte den Besitzer des Wagens mit schweren Verletzungen, wie die Polizei in Straubing mitteilte. Zuvor hatten Angehörige ihn und seine von ihm getrennt lebende Frau als vermisst gemeldet.

Vermummte attackieren Polizei bei illegalem Tuningtreffen in Rheinland-Pfalz

Bei einem illegalen Tuningtreffen im rheinland-pfälzischen Wittlich haben Teilnehmer Polizisten und deren Autos angegriffen. Auf dem Gelände einer Firma fanden sich mehrere hundert Fahrzeuge und schätzungsweise mindestens 1000 Menschen ein, wie die Polizei Trier am Sonntag mitteilte. Als die Beamten dort ankamen, seien sie von Vermummten attackiert worden.

Auto prallt gegen Baum: 17-Jähriger stirbt bei Unfall in Bayern

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Bayern ist ein 17-Jähriger gestorben. Drei weitere junge Menschen wurden verletzt, wie die Polizei in Bayreuth am Sonntag mitteilte. Das von einem 18-Jährigen gefahrene Auto prallte demnach am frühen Samstagmorgen in der Nähe von Münchberg gegen einen Baum.

20-Jähriger soll in Bayern eigene Mutter getötet haben - Untersuchungshaft

Weil er seine eigene Mutter getötet haben soll, ist ein 20-Jähriger in Bayern in Untersuchungshaft genommen worden. Zu den Hintergründen der Tat wird weiter ermittelt, wie die Polizei in Nürnberg am Sonntag mitteilte. Der Mann war am Freitag festgenommen worden.

Textgröße ändern: