Pallade Veneta - Kein Prozess gegen Bundeswehrbedienstete nach wochenlangem Moorbrand in Emsland 2018

Kein Prozess gegen Bundeswehrbedienstete nach wochenlangem Moorbrand in Emsland 2018


Kein Prozess gegen Bundeswehrbedienstete nach wochenlangem Moorbrand in Emsland 2018
Kein Prozess gegen Bundeswehrbedienstete nach wochenlangem Moorbrand in Emsland 2018 / Foto: Ronny HARTMANN - AFP/Archiv

Nach einem wochenlangen Moorbrand auf einem Schießplatz der Bundeswehr im Emsland im Jahr 2018 wird es keinen Prozess gegen Mitarbeitende des Standorts geben. Das Landgericht im niedersächsischen Osnabrück lehnte nach Angaben vom Donnerstag die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen drei von der Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Inbrandsetzung von Mooren angeklagte Bedienstete aus rechtlichen Erwägungen ab. Ihnen sei "kein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten" vorzuwerfen.

Textgröße ändern:

Die Entscheidung des Gerichts ist demnach bereits rechtskräftig, weil die Staatsanwaltschaft keine Rechtsmittel gegen den Nicheröffnungsbeschluss einlegte. Nach Überzeugung der zuständigen Kammer ist den beschuldigten Mitarbeitern des Übungsgeländes nicht vorzuwerfen, dass das durch einen Raketentest ausgelöste Feuer entstand und sich dann unkontrolliert ausbreitete.

Derartige Tests waren auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 bei Meppen demnach ein "erlaubtes Risiko". Die Bundeswehrbetriebsfeuerwehr war zudem in den Übungsablauf eingebunden und äußerte keine Bedenken gegen den Test. Laut Gericht entstand der Flächenbrand vielmehr durch eine Verkettung von Umständen während einer besonders heißen und trockenen Wetterperiode. Dass die Brandbekämpfung zunächst nicht im erforderlichen Umfang erfolgte, sei nicht von den Angeklagten zu verantworten gewesen.

Der Moorbrand war am 3. September 2018 durch von einem Kampfhubschrauber verschossene Raketen ausgelöst worden. Begünstigt durch große Trockenheit und Winde breitete er sich bis auf eine Fläche von zwölf Quadratkilometern aus und wurde erst nach einem fünfwöchigen Großeinsatz endgültig gelöscht. In der Spitze waren nach Behördenangaben bis zu 1700 Hilfskräfte beteiligt.

Menschen oder umliegende Orten kamen nicht zu Schaden. Allerdings kam es in der Region zu erheblicher Luftverschmutzung durch den Brandrauch, außerdem wurden große Vegetationsflächen beschädigt. Die Brandbekämpfung kostete die Bundeswehr nach eigenen Angaben rund 16,5 Millionen Euro. Einem späteren Untersuchungsbericht zufolge spielten Ausrüstungsmängel und ein plötzlicher Ausfall von Löschgerät bei dem Brand eine Rolle. Die Bundeswehr kündigte 2019 an, geländegängige Löschraupen zu beschaffen und Abläufe zu verbessern.

P.Colombo--PV

Empfohlen

Leiche in brennendem Auto in Bayern entdeckt - Besitzer schwerverletzt in der Nähe

In einem brennenden Auto auf einem Parkplatz in Bayern ist am Sonntag eine Leiche gefunden worden. In einem Wald in der Nähe fanden Einsatzkräfte den Besitzer des Wagens mit schweren Verletzungen, wie die Polizei in Straubing mitteilte. Zuvor hatten Angehörige ihn und seine von ihm getrennt lebende Frau als vermisst gemeldet.

Vermummte attackieren Polizei bei illegalem Tuningtreffen in Rheinland-Pfalz

Bei einem illegalen Tuningtreffen im rheinland-pfälzischen Wittlich haben Teilnehmer Polizisten und deren Autos angegriffen. Auf dem Gelände einer Firma fanden sich mehrere hundert Fahrzeuge und schätzungsweise mindestens 1000 Menschen ein, wie die Polizei Trier am Sonntag mitteilte. Als die Beamten dort ankamen, seien sie von Vermummten attackiert worden.

Auto prallt gegen Baum: 17-Jähriger stirbt bei Unfall in Bayern

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Bayern ist ein 17-Jähriger gestorben. Drei weitere junge Menschen wurden verletzt, wie die Polizei in Bayreuth am Sonntag mitteilte. Das von einem 18-Jährigen gefahrene Auto prallte demnach am frühen Samstagmorgen in der Nähe von Münchberg gegen einen Baum.

20-Jähriger soll in Bayern eigene Mutter getötet haben - Untersuchungshaft

Weil er seine eigene Mutter getötet haben soll, ist ein 20-Jähriger in Bayern in Untersuchungshaft genommen worden. Zu den Hintergründen der Tat wird weiter ermittelt, wie die Polizei in Nürnberg am Sonntag mitteilte. Der Mann war am Freitag festgenommen worden.

Textgröße ändern: