Pallade Veneta - Nach tödlicher Kollision mit ICE in Hamburg: Lastwagenfahrer festgenommen

Nach tödlicher Kollision mit ICE in Hamburg: Lastwagenfahrer festgenommen


Nach tödlicher Kollision mit ICE in Hamburg: Lastwagenfahrer festgenommen
Nach tödlicher Kollision mit ICE in Hamburg: Lastwagenfahrer festgenommen / Foto: Sebastian PETERS - NEWS5/AFP

Nach dem Zusammenstoß zwischen einem ICE und einem Sattelzug mit einem Toten an einem Bahnübergang in Hamburg ist der Lastwagenfahrer festgenommen worden. Der 34-Jährige sei unter anderem wegen des dringenden Tatverdachts der fahrlässigen Tötung auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in eine Untersuchungshaftanstalt gebracht worden, teilte die Bundespolizei in Hamburg am Mittwoch mit. Der Mann soll demnach einem Haftrichter vorgeführt werden.

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Weitere Einzelheiten nannte die Bundespolizei zunächst noch nicht. "Die Ermittlungen der Bundespolizei zur Ursache der Kollision laufen auf Hochtouren, werden aber sicherlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen", erklärte diese. Unter anderem würden Zeugen befragt und Videos ausgewertet. Alkohol- und Drogentests bei dem Lastwagenfahrer verliefen demnach negativ.

Der mit Bahnschieben beladener Sattelzug des 34-Jährigen war am Dienstag an einem Bahnübergang im Hamburger Stadtteil Rönneburg nahe der Landesgrenze zu Niedersachsen mit einem ICE der Deutschen Bahn kollidiert. Ein 55-jähriger Reisender wurde laut Bundespolizei so schwer verletzt, dass er auf dem Weg ins Krankenhaus stark. Nach Feuerwehrangaben wurden weitere sechs Menschen schwer und 19 leicht verletzt. In dem Zug befanden sich etwa 290 Reisende.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften war im Einsatz, allein die Feuerwehr war mit rund 80 Helferinnen und Helfern vor Ort. Die unverletzten Reisenden wurden nach Angaben von Bundespolizei und Feuerwehr aus dem Zug geholt, unter anderem von Kriseninterventionsteams betreut und mit Bussen zu einem nahen Bahnhof gebracht. Der ICE war auf dem Weg von Hamburg über Bremen nach München.

Die Strecke wurde für Rettungs- und Ermittlungsarbeiten zunächst gesperrt. Laut Deutscher Bahn mussten einige Fernverkehrszüge umgeleitet werden, was Verspätungen von bis zu 15 Minuten und vereinzelte Zugausfälle verursachte.

Ermittlungen zu dem Unfall führen Bundes- und Landespolizei gemeinsam. Die Bundespolizei ermittelt nach eigenen Angaben wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, die Todesfallermittlungen werden zuständigkeitshalber vom Landeskriminalamt der Polizei in Hamburg geführt.

Der aus Rumänien stammende Lastwagenfahrer wurde demnach von Bundespolizisten vorläufig festgenommen und in einem Polizeirevier erkennungsdienstlich behandelt. Anschließend wurde er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in ein Untersuchungsgefängnis gebracht.

E.M.Filippelli--PV

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