Pallade Veneta - Berliner Polizisten wegen Nötigung bei Autokontrolle verurteilt

Berliner Polizisten wegen Nötigung bei Autokontrolle verurteilt


Berliner Polizisten wegen Nötigung bei Autokontrolle verurteilt
Berliner Polizisten wegen Nötigung bei Autokontrolle verurteilt / Foto: LOIC VENANCE - AFP/Archiv

Zwei Berliner Polizisten sind am Donnerstag wegen Nötigung und Freiheitsberaubung bei einer Fahrzeugkontrolle zu einer Bewährungsstrafe von jeweils neun Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Berlin sprach die 45 und 48 Jahre alten Beamten aber nicht des angeklagten schweren Raubs und der Körperverletzung schuldig. Die Staatsanwaltschaft hatte Freiheitsstrafen von sechs Jahren beziehungsweise sechs Jahren und zwei Monaten gefordert.

Textgröße ändern:

Die Anklage ging davon aus, dass die Männer im Juli 2023 ein Fahrzeug auf der Berliner Stadtautobahn aus dem Verkehr gezogen hatten, obwohl sie außer Dienst waren. In dem Auto sollen sie laut Staatsanwaltschaft eine Summe zwischen 55.000 und 60.000 Euro entdeckt und für sich behalten haben. Der Geschädigte selbst sprach sogar von 360.000 Euro.

Die Zeugenaussage des Geschädigten während des Verfahrens sei "hanebüchen" gewesen, sagte der Vorsitzende Richter Michael Mattern bei seiner Urteilsbegründung. Es sei unklar geblieben, woher das Geld gekommen sei, der Geschädigte habe hier ein Lügenkonstrukt aufgebaut.

Auch dass das Geld in die Taschen der Angeklagten geflossen sei, habe die Kammer nicht feststellen können, sagte Mattern. Gleichzeitig habe es sich aber offenbar nicht um eine normale Kontrolle gehandelt.

Es gebe keine Anhaltspunkte, dass diese gerechtfertigt gewesen sei. Insgesamt seien nach 20 Verhandlungstagen immer noch viele Fragen offen, etwa zum Motiv der Tat. Das Gericht sei von beiden Seiten belogen worden, sagte der Vorsitzende Richter.

Der 48-jährige Angeklagte war bereits kurz nach der Tat festgenommen worden, wurde von einer Untersuchungshaft aber verschont. Dem 45-Jährigen kamen die Ermittler erst im Mai 2024 auf die Spur.

Nach rund fünf Wochen Untersuchungshaft kam auch er wieder auf freien Fuß. Beide beteuerten während des Prozesses und in ihren emotionalen letzten Worten ihre Unschuld. Die Verteidigung der beiden hatte Freispruch für die Polizisten gefordert.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Leiche in brennendem Auto in Bayern entdeckt - Besitzer schwerverletzt in der Nähe

In einem brennenden Auto auf einem Parkplatz in Bayern ist am Sonntag eine Leiche gefunden worden. In einem Wald in der Nähe fanden Einsatzkräfte den Besitzer des Wagens mit schweren Verletzungen, wie die Polizei in Straubing mitteilte. Zuvor hatten Angehörige ihn und seine von ihm getrennt lebende Frau als vermisst gemeldet.

Vermummte attackieren Polizei bei illegalem Tuningtreffen in Rheinland-Pfalz

Bei einem illegalen Tuningtreffen im rheinland-pfälzischen Wittlich haben Teilnehmer Polizisten und deren Autos angegriffen. Auf dem Gelände einer Firma fanden sich mehrere hundert Fahrzeuge und schätzungsweise mindestens 1000 Menschen ein, wie die Polizei Trier am Sonntag mitteilte. Als die Beamten dort ankamen, seien sie von Vermummten attackiert worden.

Auto prallt gegen Baum: 17-Jähriger stirbt bei Unfall in Bayern

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Bayern ist ein 17-Jähriger gestorben. Drei weitere junge Menschen wurden verletzt, wie die Polizei in Bayreuth am Sonntag mitteilte. Das von einem 18-Jährigen gefahrene Auto prallte demnach am frühen Samstagmorgen in der Nähe von Münchberg gegen einen Baum.

20-Jähriger soll in Bayern eigene Mutter getötet haben - Untersuchungshaft

Weil er seine eigene Mutter getötet haben soll, ist ein 20-Jähriger in Bayern in Untersuchungshaft genommen worden. Zu den Hintergründen der Tat wird weiter ermittelt, wie die Polizei in Nürnberg am Sonntag mitteilte. Der Mann war am Freitag festgenommen worden.

Textgröße ändern: