Pallade Veneta - Gericht: Bank muss nach Betrug mit Freigabe per App keinen Schadenersatz zahlen

Gericht: Bank muss nach Betrug mit Freigabe per App keinen Schadenersatz zahlen


Gericht: Bank muss nach Betrug mit Freigabe per App keinen Schadenersatz zahlen
Gericht: Bank muss nach Betrug mit Freigabe per App keinen Schadenersatz zahlen / Foto: jody amiet - AFP/Archiv

Nach einem Betrug mit Hilfe von Telefon und App, bei dem knapp 7900 Euro gestohlen wurden, bekommt das Opfer keinen Schadenersatz von der Bank. Das Oberlandesgericht im niedersächsischen Braunschweig begründete das nach Angaben vom Dienstag damit, dass die Bankkundin mehrere Vorgänge mit dem Push-TAN-Verfahren freigegeben hatte. Zuvor war sie von einem vermeintlichen Mitarbeiter der Bank angerufen worden.

Textgröße ändern:

Er sagte, dass versucht worden sei, unberechtigt eine Kreditkarte anzumelden. Die Zahlung müsse per App gelöscht werden. Die Kundin folgte den Anweisungen des Betrügers und gab vier Vorgänge frei. Der Mann sagte ihr, dass ihr Konto zur Sicherheit gesperrt werde, sie aber weiter mit ihrer EC-Karte zahlen könne. Mit einer neu registrierten Kreditkarte wurden dann knapp 7900 Euro von ihrem Konto abgebucht.

Die Bank wollte dafür nicht aufkommen, weil die Kundin grob fahrlässig gehandelt habe. So sah es auch das Landgericht Göttingen, an das sich die Frau daraufhin wandte. Es wies ihre Klage im Mai 2023 ab. Aus den Sicherheitshinweisen der Bank werde eindeutig klar, dass Bankmitarbeiter am Telefon niemals dazu aufforderten, eine TAN zu nennen oder einen Auftrag per App freizugeben.

Die Kundin legte Berufung beim Oberlandesgericht ein. Auch dort hatte sie aber keinen Erfolg. Sie habe gegen die Pflicht verstoßen, die Verwendung des Push-TAN-Verfahrens vor unberechtigtem Zugriff zu schützen, erklärte das Gericht.

Es habe mehrere Gründe gegeben, am Anruf des vermeintlichen Bankmitarbeiters zu zweifeln. So sei die Frau schon zuvor angerufen worden und habe diesen Anruf auch mit Hilfe der Bank nicht aufklären können. Die Behauptungen des Betrügers am Telefon beim zweiten Anruf hätten außerdem ihr Misstrauen wecken müssen.

Das Gericht wies die Klägerin per Beschluss auf seine Beurteilung hin, woraufhin sie die Berufung zurücknahm. Das Urteil aus Göttingen wurde bestätigt.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

Leiche in brennendem Auto in Bayern entdeckt - Besitzer schwerverletzt in der Nähe

In einem brennenden Auto auf einem Parkplatz in Bayern ist am Sonntag eine Leiche gefunden worden. In einem Wald in der Nähe fanden Einsatzkräfte den Besitzer des Wagens mit schweren Verletzungen, wie die Polizei in Straubing mitteilte. Zuvor hatten Angehörige ihn und seine von ihm getrennt lebende Frau als vermisst gemeldet.

Vermummte attackieren Polizei bei illegalem Tuningtreffen in Rheinland-Pfalz

Bei einem illegalen Tuningtreffen im rheinland-pfälzischen Wittlich haben Teilnehmer Polizisten und deren Autos angegriffen. Auf dem Gelände einer Firma fanden sich mehrere hundert Fahrzeuge und schätzungsweise mindestens 1000 Menschen ein, wie die Polizei Trier am Sonntag mitteilte. Als die Beamten dort ankamen, seien sie von Vermummten attackiert worden.

Auto prallt gegen Baum: 17-Jähriger stirbt bei Unfall in Bayern

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Bayern ist ein 17-Jähriger gestorben. Drei weitere junge Menschen wurden verletzt, wie die Polizei in Bayreuth am Sonntag mitteilte. Das von einem 18-Jährigen gefahrene Auto prallte demnach am frühen Samstagmorgen in der Nähe von Münchberg gegen einen Baum.

20-Jähriger soll in Bayern eigene Mutter getötet haben - Untersuchungshaft

Weil er seine eigene Mutter getötet haben soll, ist ein 20-Jähriger in Bayern in Untersuchungshaft genommen worden. Zu den Hintergründen der Tat wird weiter ermittelt, wie die Polizei in Nürnberg am Sonntag mitteilte. Der Mann war am Freitag festgenommen worden.

Textgröße ändern: