Pallade Veneta - Rechtsstreit zwischen Schwestern: Testament muss handschriftlich verfasst sein

Rechtsstreit zwischen Schwestern: Testament muss handschriftlich verfasst sein


Rechtsstreit zwischen Schwestern: Testament muss handschriftlich verfasst sein
Rechtsstreit zwischen Schwestern: Testament muss handschriftlich verfasst sein / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Ein privates Testament muss nach geltender Rechtslage komplett handschriftlich verfasst sein. Eine eigenhändige Unterschrift unter ein anderweitig erstelltes Dokument reicht nicht aus, wie das Oberlandesgericht (OLG) Celle nach Angaben vom Donnerstag in einem Rechtsstreit um ein Erbscheinverfahren zwischen Schwestern klarstellte. (Az. 6 W 156/24)

Textgröße ändern:

In dem Fall aus Niedersachsen hatte eine der Schwestern nach dem Tod der Mutter unter Verweis auf deren Testament einen Erbschein beantragt, der sie als Alleinerbin ausweisen sollte. Sie gab eine eidesstattliche Erklärung ab, derzufolge die Mutter ihren letzten Willen eigenhändig verfasst habe.

Im folgenden Erbscheinverfahren am Amtsgericht Neustadt wurde dies aber als Lüge entlarvt: Tatsächlich hatte die Tochter das Testament selbst geschrieben. Die Mutter setzte anschließend nur noch ihre eigenhändige Unterschrift darunter.

In der Konsequenz ist das Testament damit ungültig, es gilt die gesetzliche Erbfolge. Für die ertappte Schwester hat die Sache aber zusätzliche Folgen. Im dem Rechtsstreit vor dem OLG ging es um Anwaltskosten, die den beiden Schwestern entstanden, als sie gegen deren unrechtmäßigen Antrag auf Erbscheinerteilung vorgingen. Das Gericht in Celle gab ihnen nun Recht.

Weiterhin sah das OLG den Anfangsverdacht für eine Straftat und übergab die Verfahrensakten der Staatsanwaltschaft. Es ist strafbar, gegenüber Behörden eine falsche eidesstattliche Versicherung abzugeben. Es drohen im Fall einer entsprechenden Verurteilung Geldstrafen oder bis zu drei Jahre Haft.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Leiche in brennendem Auto in Bayern entdeckt - Besitzer schwerverletzt in der Nähe

In einem brennenden Auto auf einem Parkplatz in Bayern ist am Sonntag eine Leiche gefunden worden. In einem Wald in der Nähe fanden Einsatzkräfte den Besitzer des Wagens mit schweren Verletzungen, wie die Polizei in Straubing mitteilte. Zuvor hatten Angehörige ihn und seine von ihm getrennt lebende Frau als vermisst gemeldet.

Vermummte attackieren Polizei bei illegalem Tuningtreffen in Rheinland-Pfalz

Bei einem illegalen Tuningtreffen im rheinland-pfälzischen Wittlich haben Teilnehmer Polizisten und deren Autos angegriffen. Auf dem Gelände einer Firma fanden sich mehrere hundert Fahrzeuge und schätzungsweise mindestens 1000 Menschen ein, wie die Polizei Trier am Sonntag mitteilte. Als die Beamten dort ankamen, seien sie von Vermummten attackiert worden.

Auto prallt gegen Baum: 17-Jähriger stirbt bei Unfall in Bayern

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Bayern ist ein 17-Jähriger gestorben. Drei weitere junge Menschen wurden verletzt, wie die Polizei in Bayreuth am Sonntag mitteilte. Das von einem 18-Jährigen gefahrene Auto prallte demnach am frühen Samstagmorgen in der Nähe von Münchberg gegen einen Baum.

20-Jähriger soll in Bayern eigene Mutter getötet haben - Untersuchungshaft

Weil er seine eigene Mutter getötet haben soll, ist ein 20-Jähriger in Bayern in Untersuchungshaft genommen worden. Zu den Hintergründen der Tat wird weiter ermittelt, wie die Polizei in Nürnberg am Sonntag mitteilte. Der Mann war am Freitag festgenommen worden.

Textgröße ändern: