Pallade Veneta - Mehr als ein Jahr Haft für Plakataktion über Bahnstrecke in Bayern durch Querdenker

Mehr als ein Jahr Haft für Plakataktion über Bahnstrecke in Bayern durch Querdenker


Mehr als ein Jahr Haft für Plakataktion über Bahnstrecke in Bayern durch Querdenker
Mehr als ein Jahr Haft für Plakataktion über Bahnstrecke in Bayern durch Querdenker / Foto: Damien MEYER - AFP/Archiv

Das Landgericht Würzburg hat einen mutmaßlichen Anhänger der Querdenkerszene für eine Plakataktion über eine Bahnstrecke in Bayern wegen Nötigung zu einem Jahr und vier Monaten Haft verurteilt. Eine Mitangeklagte wurde freigesprochen, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag sagte. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Mann im Januar 2021 einen Zug zu einer Schnellbremsung gezwungen hatte.

Textgröße ändern:

Im Abstand von jeweils etwa zwei Kilometern brachte er mit unbekannten Mittätern fünf selbst hergestellte Aufsteller im Gleisbett an, auf denen verschiedene Plakate befestigt waren. Darauf wurden Zugführer vor einem angeblichen Gleisbruch gewarnt. Die Strecke zwischen Waigolshausen und Gemünden ist in dem betroffenen Bereich eingleisig.

Kurz nach dem Anbringen der Plakate näherte sich ein ICE mit 62 Fahrgästen. Als er rund hundert Meter vor dem ersten Plakat die Aufschrift entdeckte, die vor einem Gleisbruch in zwei Kilometern warnte, leitete der Lokführer, wie vom Angeklagten beabsichtigt, eine Schnellbremsung ein. Das Plakat stand auf den Schienen. Trotz der Bremsung durchbrach der Zug das Plakat, der Zug kam erst rund 200 Meter dahinter zum Stehen.

Mit der Aktion wollte der nun Verurteilte auf die seiner Ansicht nach überzogenen staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie hinweisen. Er nahm in Kauf, dass die im Zug stehenden oder gehenden Fahrgäste durch Stürze verletzt werden könnten. Tatsächlich wurde niemand durch die Bremsung verletzt. An dem Zug entstanden kleinere Schäden. Erst nach vier Stunden konnte der ICE seine Fahrt fortsetzen.

Der vom Gericht freigesprochenen Frau warf die Staatsanwaltschaft vor, an der Aktion beteiligt gewesen zu sein. Dieser Vorwurf konnte vor Gericht jedoch nicht bestätigt werden.

Es handelte sich bereits um den zweiten Prozess in diesem Verfahren. In erster Instanz hatte das Amtsgericht Gemünden beide wegen gemeinschaftlichen fahrlässigen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Nötigung zu Haftstrafen von einem Jahr und neun Monaten beziehungsweise neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Leiche in brennendem Auto in Bayern entdeckt - Besitzer schwerverletzt in der Nähe

In einem brennenden Auto auf einem Parkplatz in Bayern ist am Sonntag eine Leiche gefunden worden. In einem Wald in der Nähe fanden Einsatzkräfte den Besitzer des Wagens mit schweren Verletzungen, wie die Polizei in Straubing mitteilte. Zuvor hatten Angehörige ihn und seine von ihm getrennt lebende Frau als vermisst gemeldet.

Vermummte attackieren Polizei bei illegalem Tuningtreffen in Rheinland-Pfalz

Bei einem illegalen Tuningtreffen im rheinland-pfälzischen Wittlich haben Teilnehmer Polizisten und deren Autos angegriffen. Auf dem Gelände einer Firma fanden sich mehrere hundert Fahrzeuge und schätzungsweise mindestens 1000 Menschen ein, wie die Polizei Trier am Sonntag mitteilte. Als die Beamten dort ankamen, seien sie von Vermummten attackiert worden.

Auto prallt gegen Baum: 17-Jähriger stirbt bei Unfall in Bayern

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Bayern ist ein 17-Jähriger gestorben. Drei weitere junge Menschen wurden verletzt, wie die Polizei in Bayreuth am Sonntag mitteilte. Das von einem 18-Jährigen gefahrene Auto prallte demnach am frühen Samstagmorgen in der Nähe von Münchberg gegen einen Baum.

20-Jähriger soll in Bayern eigene Mutter getötet haben - Untersuchungshaft

Weil er seine eigene Mutter getötet haben soll, ist ein 20-Jähriger in Bayern in Untersuchungshaft genommen worden. Zu den Hintergründen der Tat wird weiter ermittelt, wie die Polizei in Nürnberg am Sonntag mitteilte. Der Mann war am Freitag festgenommen worden.

Textgröße ändern: