Pallade Veneta - Haftbefehl wegen zweifachen Mordes gegen Todesfahrer von Mannheim erlassen

Haftbefehl wegen zweifachen Mordes gegen Todesfahrer von Mannheim erlassen


Haftbefehl wegen zweifachen Mordes gegen Todesfahrer von Mannheim erlassen
Haftbefehl wegen zweifachen Mordes gegen Todesfahrer von Mannheim erlassen / Foto: Thomas LOHNES - AFP/Archiv

Gegen den Todesfahrer von Mannheim ist Haftbefehl erlassen worden. Die Entscheidung des Amtsgerichts Mannheim erging am Dienstag unter anderem wegen des Verdachts des Mordes in zwei Fällen, wie die Staatsanwaltschaft in der baden-württembergischen Stadt mitteilte. Der 40-jährige Deutsche aus Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz war am Montag mit einem Auto durch die Mannheimer Innenstadt gerast und hatte zwei Menschen getötet sowie elf weitere verletzt.

Textgröße ändern:

Der Mann wurde zunächst selbst medizinisch behandelt und später in Polizeigewahrsam genommen. Vor dem Haftrichter machte er laut Ermittlern keine Angaben, so dass sein Tatmotiv weiter unklar blieb. Auch bei der Durchsuchung seiner Wohnung in Ludwigshafen ergaben sich demnach keine Hinweise auf ein Motiv.

"Die bisherigen Ermittlungen haben Hinweise auf psychische Vorerkrankungen ergeben und deuten darauf hin, dass sich der Tatverdächtige in einem psychischen Ausnahmezustand befand", erklärte die Staatsanwaltschaft. Nach dem Erlass des Haftbefehls wurde der Verdächtige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Bei den Todesopfern handelte es sich um eine 83-jährige Frau und einen 54-jährigen Mann. Unter den elf Verletzten waren fünf Schwerverletzte. Der Haftbefehl lautete auf Mord in zwei Fällen und versuchten Mord in fünf Fällen jeweils in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und Körperverletzung in elf Fällen.

Der Mann hatte seinen Kleinwagen nach der Tat, bei der er mit hohem Tempo hunderte Meter durch eine Fußgängerzone gerast war, in der Innenstadt zurückgelassen und war zu Fuß geflohen. Wenig später wurde er festgenommen. Zuvor hatte er versucht, sich durch einen Schuss in den Mund mit einer Schreckschusswaffe zu töten.

Nach bisherigen Erkenntnissen habe der Verdächtige allein gehandelt, erklärte die Staatsanwaltschaft. Namen angeblicher Mittäter, die insbesondere in sozialen Medien verbreitet würden, seien entweder "frei erfunden" oder hätten "offensichtlich keinen Bezug zu dem Tatverdächtigen und der Tat".

Bei dem Mann, in seinem Auto und in der Wohnung beschlagnahmte Gegenstände wie etwa die Schreckschusswaffe, schriftliche Unterlagen und digitale Datenträger würden kriminaltechnisch untersucht und ausgewertet, erklärte die Staatsanwaltschaft. Im Auto war laut Ermittlern ein Zettel mit Notizen gefunden worden.

Der Tatverdächtige ist mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen eines Hasskommentars unter einem als rechtsextrem eingestuften Bild im Onlinedienst Facebook. Trotz dieser Vorstrafe aus dem Jahr 2018 schloss die Staatsanwaltschaft ein politisches Motiv bislang aus.

In Mannheim fand am späten Dienstagnachmittag eine ökumenische Andacht in der Citykirche Konkordien statt. Zahlreiche Menschen gedachten dort der Toten und beteten für die Verletzten. Im Rathaus wurde ein Kondolenzbuch ausgelegt. An den städtischen Gebäuden wurde Trauerbeflaggung gehisst.

L.Barone--PV

Empfohlen

Leiche in brennendem Auto in Bayern entdeckt - Besitzer schwerverletzt in der Nähe

In einem brennenden Auto auf einem Parkplatz in Bayern ist am Sonntag eine Leiche gefunden worden. In einem Wald in der Nähe fanden Einsatzkräfte den Besitzer des Wagens mit schweren Verletzungen, wie die Polizei in Straubing mitteilte. Zuvor hatten Angehörige ihn und seine von ihm getrennt lebende Frau als vermisst gemeldet.

Vermummte attackieren Polizei bei illegalem Tuningtreffen in Rheinland-Pfalz

Bei einem illegalen Tuningtreffen im rheinland-pfälzischen Wittlich haben Teilnehmer Polizisten und deren Autos angegriffen. Auf dem Gelände einer Firma fanden sich mehrere hundert Fahrzeuge und schätzungsweise mindestens 1000 Menschen ein, wie die Polizei Trier am Sonntag mitteilte. Als die Beamten dort ankamen, seien sie von Vermummten attackiert worden.

Auto prallt gegen Baum: 17-Jähriger stirbt bei Unfall in Bayern

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Bayern ist ein 17-Jähriger gestorben. Drei weitere junge Menschen wurden verletzt, wie die Polizei in Bayreuth am Sonntag mitteilte. Das von einem 18-Jährigen gefahrene Auto prallte demnach am frühen Samstagmorgen in der Nähe von Münchberg gegen einen Baum.

20-Jähriger soll in Bayern eigene Mutter getötet haben - Untersuchungshaft

Weil er seine eigene Mutter getötet haben soll, ist ein 20-Jähriger in Bayern in Untersuchungshaft genommen worden. Zu den Hintergründen der Tat wird weiter ermittelt, wie die Polizei in Nürnberg am Sonntag mitteilte. Der Mann war am Freitag festgenommen worden.

Textgröße ändern: