Pallade Veneta - "Überfallartiges Verfahren": Linke klagt auch gegen Finanzpaket von Union und SPD

"Überfallartiges Verfahren": Linke klagt auch gegen Finanzpaket von Union und SPD


"Überfallartiges Verfahren": Linke klagt auch gegen Finanzpaket von Union und SPD
"Überfallartiges Verfahren": Linke klagt auch gegen Finanzpaket von Union und SPD / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Die Linke hat eine weitere Klage im Zusammenhang mit den Finanzplänen von Union und SPD angekündigt. Nach einer ersten Klage gegen die Einberufung des alten Bundestags für zwei Sondersitzungen geht es diesmal um die von Union und SPD geplanten Grundgesetzänderungen. Die Klage werde "zu diesem Zeitpunkt" beim Bundesverfassungsgericht eingereicht, sagte Parteichefin Ines Schwerdtner am Mittwochmittag in Berlin. Diese gründe sich unter anderem auf die aus Sicht der Linken "äußert kurze" Beratungszeit für die Abgeordneten.

Textgröße ändern:

Die Mitglieder des alten Bundestags sollten innerhalb von nur zwei Werktagen über "gleich mehrere Grundgesetzänderungen" mit einem Volumen von einer Billion Euro entscheiden, fuhr Schwerdtner fort. "Das ist diesem Parlament unwürdig." Damit würden die Mitwirkungsrechte der Abgeordneten verletzt. Die Linken-Chefin nannte das Vorgehen von Union und SPD ein "überfallartiges Verfahren". Ziel der Klage sei, "das Durchpeitschen zu stoppen".

Die möglichen künftigen Koalitionspartner Union und SPD hatten sich in ihren Sondierungsgesprächen auf ein umfassendes Finanzpaket verständigt. Dabei sollen Verteidigungsausgaben über einem Prozent der Wirtschaftsleistung künftig von der Schuldenbremse ausgenommen werden. Zudem soll es ein Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für Investitionen in die Infrastruktur geben.

Für diese Finanzbeschlüsse sind Grundgesetzänderungen nötig, über die der noch amtierende Bundestag entscheiden soll. Sondersitzungen sind für den 13. und 18. März geplant. Die Linke hatte - ebenso wie die AfD - bereits dagegen geklagt. Die Klage ist beim Bundesverfassungsgericht weiter anhängig. "Wir erwarten das Urteil aus Karlsruhe im Laufe des heutigen Abends oder des morgigen Tages", sagte Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek.

Sie unterstellte Union und SPD eine "demokratisch absolut bedenkliche Torschlusspanik". Union und SPD hätten "Angst vor den neuen Mehrheiten". Reichinnek fuhr fort: "Es muss ganz klar sein, dass es einen anderen Weg geben kann." Sie bot sich und ihre Fraktion zu Gesprächen über eine grundsätzliche Reform der Schuldenbremse im neuen Bundestag an. Dort ist die Linke deutlich erstarkt - von zuvor 28 auf nun 64 Sitze.

Laut Linkspartei gibt es vor der geplanten ersten Befassung des Finanzpakets "Nachweise, dass der Gesetzentwurf nicht aus der Mitte des Bundestags entstanden ist", sondern dass auch die amtierende Bundesregierung und die Bayerische Staatskanzlei daran "mitgeschrieben" hätten. Das sei unzulässig.

O.Merendino--PV

Empfohlen

Leiche in brennendem Auto in Bayern entdeckt - Besitzer schwerverletzt in der Nähe

In einem brennenden Auto auf einem Parkplatz in Bayern ist am Sonntag eine Leiche gefunden worden. In einem Wald in der Nähe fanden Einsatzkräfte den Besitzer des Wagens mit schweren Verletzungen, wie die Polizei in Straubing mitteilte. Zuvor hatten Angehörige ihn und seine von ihm getrennt lebende Frau als vermisst gemeldet.

Vermummte attackieren Polizei bei illegalem Tuningtreffen in Rheinland-Pfalz

Bei einem illegalen Tuningtreffen im rheinland-pfälzischen Wittlich haben Teilnehmer Polizisten und deren Autos angegriffen. Auf dem Gelände einer Firma fanden sich mehrere hundert Fahrzeuge und schätzungsweise mindestens 1000 Menschen ein, wie die Polizei Trier am Sonntag mitteilte. Als die Beamten dort ankamen, seien sie von Vermummten attackiert worden.

Auto prallt gegen Baum: 17-Jähriger stirbt bei Unfall in Bayern

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Bayern ist ein 17-Jähriger gestorben. Drei weitere junge Menschen wurden verletzt, wie die Polizei in Bayreuth am Sonntag mitteilte. Das von einem 18-Jährigen gefahrene Auto prallte demnach am frühen Samstagmorgen in der Nähe von Münchberg gegen einen Baum.

20-Jähriger soll in Bayern eigene Mutter getötet haben - Untersuchungshaft

Weil er seine eigene Mutter getötet haben soll, ist ein 20-Jähriger in Bayern in Untersuchungshaft genommen worden. Zu den Hintergründen der Tat wird weiter ermittelt, wie die Polizei in Nürnberg am Sonntag mitteilte. Der Mann war am Freitag festgenommen worden.

Textgröße ändern: