Pallade Veneta - Chronisches Fatigue-Syndrom: Gericht ebnet Patient Weg für weitere Therapie

Chronisches Fatigue-Syndrom: Gericht ebnet Patient Weg für weitere Therapie


Chronisches Fatigue-Syndrom: Gericht ebnet Patient Weg für weitere Therapie
Chronisches Fatigue-Syndrom: Gericht ebnet Patient Weg für weitere Therapie / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Trotz fehlender Behandlungsstandards kann ein am Chronischen Fatigue-Syndrom (CFS) erkrankter Patient zumindest vorläufig einen Therapieversuch fortsetzen. Das Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen sprach dem Kläger in einem am Montag in Celle veröffentlichen Beschluss eine weitere Behandlung mit hochdosierten Immunglobulinen zu. (L 4 KR 20/25 B ER)

Textgröße ändern:

Das Chronische Fatigue-Syndrom ist eine Erkrankung mit vielen Unsicherheiten in der Diagnose und Therapie. Die Erkrankung geht mit schwerer Erschöpfung, aber auch ausgeprägten Konzentrations- und Gedächtnisproblemen sowie Gelenk-, Muskel- und Kopfschmerzen einher.

Bei dem Kläger besteht ein fortschreitendes CFS, er ist zeitweise auf einen Rollstuhl angewiesen. Der 58-Jährige ist durch zahlreiche Erkrankungen schwerbehindert und pflegebedürftig. In der Vergangenheit beantragte er bei seiner Krankenkasse mehrere, teils experimentelle Therapien, die zu gerichtlichen Auseinandersetzungen führten.

Zuletzt bewilligte das Landessozialgericht ihm einen Therapieversuch mit hochdosierten Immunglobulinen, also Antikörpern. Die Krankenkasse übernahm aber nur die Kosten für sechs Behandlungszyklen. Der Mann wollte hingegen eine Dauertherapie und verwies darauf, dass der bisherige Behandlungsverlauf erfolgreich gewesen sei und aus Sicht der behandelnden Ärzte fortgeführt werden solle.

Das LSG verpflichtete die Kasse nun vorläufig zu sechs weiteren Behandlungszyklen und stützte sich dabei auf eine Ausnahmevorschrift für Schwerstkranke. Eine Dauertherapie lässt sich dem Gericht zufolge derzeit aber nicht begründen.

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

Vermummte attackieren Polizei bei illegalem Tuningtreffen in Rheinland-Pfalz

Bei einem illegalen Tuningtreffen im rheinland-pfälzischen Wittlich haben Teilnehmer Polizisten und deren Autos angegriffen. Auf dem Gelände einer Firma fanden sich mehrere hundert Fahrzeuge und schätzungsweise mindestens 1000 Menschen ein, wie die Polizei Trier am Sonntag mitteilte. Als die Beamten dort ankamen, seien sie von Vermummten attackiert worden.

Auto prallt gegen Baum: 17-Jähriger stirbt bei Unfall in Bayern

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Bayern ist ein 17-Jähriger gestorben. Drei weitere junge Menschen wurden verletzt, wie die Polizei in Bayreuth am Sonntag mitteilte. Das von einem 18-Jährigen gefahrene Auto prallte demnach am frühen Samstagmorgen in der Nähe von Münchberg gegen einen Baum.

20-Jähriger soll in Bayern eigene Mutter getötet haben - Untersuchungshaft

Weil er seine eigene Mutter getötet haben soll, ist ein 20-Jähriger in Bayern in Untersuchungshaft genommen worden. Zu den Hintergründen der Tat wird weiter ermittelt, wie die Polizei in Nürnberg am Sonntag mitteilte. Der Mann war am Freitag festgenommen worden.

Rollstuhlfahrer angezündet und schwer verletzt: 18-Jährige in Untersuchungshaft

Weil sie einen Mann im Rollstuhl angezündet haben soll, ist eine 18-Jährige in Nordrhein-Westfalen in Untersuchungshaft genommen worden. Gegen sie wird wegen versuchten Mordes ermittelt, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Hagen am Samstagabend mitteilten. Die junge Frau soll den 67-Jährigen, den sie flüchtig kannte, am Donnerstag in Hagen nach einem Streit mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und in Brand gesetzt haben.

Textgröße ändern: