Pallade Veneta - Marode Autobahnbrücke in Berlin wird in kommenden Wochen abgerissen

Marode Autobahnbrücke in Berlin wird in kommenden Wochen abgerissen


Marode Autobahnbrücke in Berlin wird in kommenden Wochen abgerissen
Marode Autobahnbrücke in Berlin wird in kommenden Wochen abgerissen / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Die einsturzgefährdete Ringbahnbrücke auf der A100 in Berlin wird in den kommenden Wochen abgerissen. Die Autobahn GmbH entschied sich nach "intensiver Prüfung" für diesen Schritt, wie sie am Mittwoch mitteilte. Der Abriss soll demnach bis zum 25. April abgeschlossen sein. Zuletzt war noch diskutiert worden, ob ein temporäres Stützen der Brücke möglich sei.

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Die Ringbahnbrücke befindet sich im Bereich des Autobahndreiecks Funkturm im Nordwesten der Hauptstadt. Mitte März war die dreispurige Autobahn in nördlicher Richtung nach statischen Untersuchungen wegen Einsturzgefahr der Brücke gesperrt worden. "Ein Abbruch der Brücke und der Ersatzneubau müssen daher folgen und werden vorbereitet", hieß es bereits damals.

"Um die Sicherheit der Brücke bis zum Abbruch zu gewährleisten", wurden in den folgenden Tagen dennoch Stützen montiert. Dafür musste die Bahn-Strecke darunter gesperrt werden. Parallel wurde laut Autobahn GmbH die Möglichkeit eines schnellen Abrisses geprüft - und nun beschlossen.

"Mit dem Abriss entscheiden wir uns bewusst für die schnellere Lösung", erklärte Dirk Brandenburger, technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH. Nach dem Abriss sollen zumindest die Züge wieder in dem Bereich rollen können. "Wir schaffen damit klare Verhältnisse für die Wiederaufnahme des Bahn-Verkehrs", erklärte Brandenburger.

Für den Autoverkehr ist mittlerweile eine Spur Richtung Norden über den Gegenverkehr für Pkw wieder frei. Es kommt aber weiterhin zu Verkehrsbeeinträchtigungen und Lkw müssen den Bereich umfahren.

Die Bundesregierung hat angekündigt, rund 150 Millionen Euro für den Neubau bereitzustellen. "Nach Sicherstellung der Finanzierung muss es jetzt Schlag auf Schlag gehen. Dem Abriss muss jetzt zügig der Ersatzneubau folgen", forderte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (parteilos).

Auch der Regierende Bürgermeister von Berlin forderte einen schnellen Neubau. Gespräche mit verschiedenen Baufirmen liefen bereits, sagte Kai Wegner (CDU) dem rbb-Inforadio. Für eine schnelle Umsetzung müssten "alle nötigen Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden". Genaue Angaben zur Dauer der Bauarbeiten machte er nicht. Eine Brücke abzureißen und neu zu bauen, sei keine Sache von Wochen oder Monaten. "Zwei Jahre wären eine gute Zeit", fügte er hinzu.

R.Zarlengo--PV

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