Pallade Veneta - IStHG bestätigt Entschädigungszahlungen an Opfer der ugandischen LRA-Miliz

IStHG bestätigt Entschädigungszahlungen an Opfer der ugandischen LRA-Miliz


IStHG bestätigt Entschädigungszahlungen an Opfer der ugandischen LRA-Miliz
IStHG bestätigt Entschädigungszahlungen an Opfer der ugandischen LRA-Miliz / Foto: Sem van der Wal - ANP/AFP

Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag hat eine Entschädigungszahlung an die Opfer der ugandischen LRA-Miliz in Höhe von 52 Millionen Euro bestätigt. Die Richter wiesen einen Einspruch des verurteilten Kriegsverbrechers Dominic Ongwen einstimmig zurück, wie die Vorsitzende Richterin Solomy Balungi Bossa am Montag erklärte. Ongwen nahm per Video an der Sitzung teil.

Textgröße ändern:

Das Gericht in Den Haag hatte den Opfern des ehemaligen LRA-Kommandeurs Ongwen im vergangenen Jahr Entschädigungszahlungen in Höhe von fast 52 Millionen Euro zugesprochen. Jedem der 50.000 Opfer, die identifiziert werden konnten, soll eine "symbolische" Entschädigung von etwa 750 Euro gezahlt werden.

Ongwen hatte die Entschädigungssumme angefochten. Er wurde 2021 verurteilt und sitzt eine 25-jährige Haftstrafe wegen Mordes, Vergewaltigung und sexueller Sklaverei ab. Ongwen war als Neunjähriger auf dem Weg zur Schule entführt und von LRA-Chef Joseph Kony rekrutiert worden. Während die Richter anerkannten, dass Ongwen als "hilfloses Kind" entführt worden war, mindert dies aus ihrer Sicht nicht seine Schuld.

Die christlich-fundamentalistische "Widerstandsarmee des Herrn" (LRA) war 1987 von dem selbsternannten Propheten Kony in Uganda gegründet worden. Nach Angaben der UNO tötete die LRA mehr als 100.000 Menschen und entführte 60.000 Kinder.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Vermummte attackieren Polizei bei illegalem Tuningtreffen in Rheinland-Pfalz

Bei einem illegalen Tuningtreffen im rheinland-pfälzischen Wittlich haben Teilnehmer Polizisten und deren Autos angegriffen. Auf dem Gelände einer Firma fanden sich mehrere hundert Fahrzeuge und schätzungsweise mindestens 1000 Menschen ein, wie die Polizei Trier am Sonntag mitteilte. Als die Beamten dort ankamen, seien sie von Vermummten attackiert worden.

Auto prallt gegen Baum: 17-Jähriger stirbt bei Unfall in Bayern

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Bayern ist ein 17-Jähriger gestorben. Drei weitere junge Menschen wurden verletzt, wie die Polizei in Bayreuth am Sonntag mitteilte. Das von einem 18-Jährigen gefahrene Auto prallte demnach am frühen Samstagmorgen in der Nähe von Münchberg gegen einen Baum.

20-Jähriger soll in Bayern eigene Mutter getötet haben - Untersuchungshaft

Weil er seine eigene Mutter getötet haben soll, ist ein 20-Jähriger in Bayern in Untersuchungshaft genommen worden. Zu den Hintergründen der Tat wird weiter ermittelt, wie die Polizei in Nürnberg am Sonntag mitteilte. Der Mann war am Freitag festgenommen worden.

Rollstuhlfahrer angezündet und schwer verletzt: 18-Jährige in Untersuchungshaft

Weil sie einen Mann im Rollstuhl angezündet haben soll, ist eine 18-Jährige in Nordrhein-Westfalen in Untersuchungshaft genommen worden. Gegen sie wird wegen versuchten Mordes ermittelt, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Hagen am Samstagabend mitteilten. Die junge Frau soll den 67-Jährigen, den sie flüchtig kannte, am Donnerstag in Hagen nach einem Streit mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und in Brand gesetzt haben.

Textgröße ändern: