Pallade Veneta - Oberarzt nach Tod von Krankenschwester in Bayern freigesprochen

Oberarzt nach Tod von Krankenschwester in Bayern freigesprochen


Oberarzt nach Tod von Krankenschwester in Bayern freigesprochen
Oberarzt nach Tod von Krankenschwester in Bayern freigesprochen / Foto: ANDRE PAIN - AFP/Archiv

Nach dem Tod einer Krankenschwester in einer Klinik im bayerischen Kelheim ist ein Oberarzt freigesprochen worden. Das Gericht habe es als nicht hinreichend erwiesen erachtet, dass der 1974 geborene Arzt der Schwester das Propofol gespritzt habe, das in Kombination mit weiteren Medikamenten zum Tod der Frau geführt habe, sagte eine Sprecherin des Landgerichts Regensburg am Freitag.

Textgröße ändern:

Es sei nicht mit Sicherheit auszuschließen, dass das Propofol durch das Opfer selbst oder einen anderen Menschen verabreicht worden sei. Mit dem Freispruch folgte das Gericht dem Antrag der Verteidigung. Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten hingegen eine Verurteilung wegen Aussetzung mit Todesfolge zu drei Jahren und neun Monaten gefordert. Sie gingen davon aus, dass der Arzt der Schwester das Propofol gespritz hatte und sie anschließend nicht überwachen ließ.

Die Frau starb im Dezember 2021 während eines Nachtdiensts in der Klinik. Laut Anklageschrift hatte ihr eine Kollegin einen Zugang gelegt, weil sie massive Kopfschmerzen hatte. Als sie am nächsten Morgen geweckt werden sollte, wurde sie leblos in einem Aufenthaltsraum gefunden. Im Blut der Verstorbenen wurden den Ermittlern zufolge zahlreiche Substanzen nachgewiesen. Möglicherweise auch wegen einer chronischen Darmerkrankung hatte sie weitere Medikamente eingenommen.

Der Oberarzt muss sich derzeit noch in einem weiteren Prozess vor dem Landgericht Regensburg wegen Mordes verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mediziner vor, einem damals 79-jährigen Patienten im Krankenhaus in Kelheim im Juli 2022 eine so hohe Dosis Morphin verabreicht haben, dass der Mann starb. Der Angeklagte habe ohne Absprache mit anderen Ärzten oder Angehörigen gehandelt, um das Leben des Patienten "selbstherrlich gezielt zu verkürzen", heißt es in der Anklage.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

20-Jähriger soll in Bayern eigene Mutter getötet haben - Untersuchungshaft

Weil er seine eigene Mutter getötet haben soll, ist ein 20-Jähriger in Bayern in Untersuchungshaft genommen worden. Zu den Hintergründen der Tat wird weiter ermittelt, wie die Polizei in Nürnberg am Sonntag mitteilte. Der Mann war am Freitag festgenommen worden.

Rollstuhlfahrer angezündet und schwer verletzt: 18-Jährige in Untersuchungshaft

Weil sie einen Mann im Rollstuhl angezündet haben soll, ist eine 18-Jährige in Nordrhein-Westfalen in Untersuchungshaft genommen worden. Gegen sie wird wegen versuchten Mordes ermittelt, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Hagen am Samstagabend mitteilten. Die junge Frau soll den 67-Jährigen, den sie flüchtig kannte, am Donnerstag in Hagen nach einem Streit mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und in Brand gesetzt haben.

Neuer Oberbürgermeister Krause eröffnet Münchner Oktoberfest mit Fassanstich

Mit dem traditionellen Fassanstich und dem Ausruf "O'zapft is - auf eine friedliche Wiesn" beginnt am Samstag (12.00 Uhr) das Münchner Oktoberfest. Erstmals wird der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) das weltweit größte Volksfest eröffnen. Er reicht die erste Maß Bier nach dem Anzapfen an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).

Trump verbietet Medien CNN, MS NOW und Politico Zutritt zu Weißem Haus

US-Präsident Donald Trump hat den beiden Fernsehsendern CNN und MS NOW - ehemals MSNBC - sowie der Plattform Politico den Zutritt zum Weißen Haus untersagt. Auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärte Trump am Freitag, das Hausverbot trete umgehend in Kraft. "Andere Medien, die Falschinformationen verbreiten, werden folgen", fügte er hinzu.

Textgröße ändern: