Pallade Veneta - Staatsfernsehen: Vier Tote und mehr als 500 Verletzte bei Hafen-Explosion im Iran

Staatsfernsehen: Vier Tote und mehr als 500 Verletzte bei Hafen-Explosion im Iran


Staatsfernsehen: Vier Tote und mehr als 500 Verletzte bei Hafen-Explosion im Iran
Staatsfernsehen: Vier Tote und mehr als 500 Verletzte bei Hafen-Explosion im Iran / Foto: Mohammad Rasole MORADI - IRNA/AFP

Durch eine Explosion in einem der wichtigsten Häfen des Iran sind am Samstag mindestens vier Menschen getötet und mehr als 500 weitere verletzt worden. Der Leiter der Hilfsorganisation Roter Halbmond nannte am Nachmittag die Zahl von vier Todesopfern, nachdem die iranischen Staatsmedien zuvor 516 Verletzte gemeldet hatten. Die Explosion traf den Containerhafen Schahid Radschee, den größten Handelshafen des Landes. Zur Ursache wurde zunächst nichts bekannt.

Textgröße ändern:

"Leider wurden mindestens vier Tote durch die Rettungskräfte bestätigt", sagte der Leiter des Roten Halbmondes, Babak Mahmudi, dem iranischen Staatsfernsehen. Das Staatsfernsehen berichtete seinerseits unter Berufung auf die Rettungskräfte von mehr als 500 Verletzten und hunderten Menschen, die in Krankenhäuser in der Umgebung gebracht worden seien.

Nach der Explosion meldeten die iranischen Medien im Stundentakt immer höhere Opferzahlen. Der iranische Präsident Massud Peseschkian bekundete den Opfern seine Anteilnahme. Der Containerhafen Schahid Radschee liegt in der Provinz Hormusgan mehr als tausend Kilometer südlich der Hauptstadt Teheran und 23 Kilometer von der Provinzhauptstadt Bandar Abbas entfernt. TV-Bilder zeigten schwarze Rauchsäulen über dem Hafengelände.

Die Schockwelle der Explosion war laut der Nachrichtenagentur Fars in etwa 50 Kilometern Entfernung spürbar. Durch die Druckwelle seien "die meisten der Hafengebäude schwer beschädigt worden", berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen an. "Wir sind dabei, das Feuer zu löschen", sagte der Leiter des Hafens, Ismael Malekisadeh, dem Staatsfernsehen.

Der Leiter der Behörden für Krisenmanagement, Mehrdad Hassansadeh, sagte, mehrere Container seien im Hafen explodiert. "Wir sind dabei, die Verletzten zu evakuieren und in umliegende Kliniken zu bringen." Der iranische Vizepräsident Mohammad Resa Aref ordnete nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna Ermittlungen zur Ursache der Explosion und zum Ausmaß des Schadens an.

Die Explosion stehe nicht in Verbindung mit "Ölraffinerien, Treibstofftanks, Verteilungsanlagen oder Ölpipelines", hieß es in einer von lokalen Medien verbreiteten Erklärung des staatlichen Unternehmens für die Verteilung von Produkten der Ölindustrie. Demnach waren die Raffinerien in Bandar Abbas ohne Unterbrechung in Betrieb.

Im September vergangenen Jahres hatte sich im Iran einer der folgenschwersten Arbeitsunfälle seit Jahren ereignet. Bei der Explosion in einem Kohlebergwerk im östlich gelegenen Tabas kamen damals mehr als 50 Menschen ums Leben.

O.Merendino--PV

Empfohlen

Mecklenburg-Vorpommern: 57-Jähriger stirbt bei Arbeiten an Lastwagenanhänger

Bei Sicherungsarbeiten an der Ladung eines Sattelaufliegers ist ein 57-Jähriger in Mecklenburg-Vorpommern in die Tiefe gestürzt und ums Leben gekommen. Der Arbeitsunfall ereignete sich am Montag auf einem Agrargelände nahe Neubukow, wie die Polizei in Rostock am Dienstag mitteilte. Der Mann war als Mitarbeiter eines Transportunternehmens mit Sicherungsarbeiten an der Ladung des Sattelaufliegers beschäftigt.

US-Abgeordnete kritisieren Schwärzung von Namen in Epstein-Akten "ohne ersichtlichen Grund"

US-Abgeordnete haben bei der Überprüfung der Akten zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein die Entfernung von Namen in den öffentlich zugänglichen Dokumenten beanstandet. Viele Namen von Menschen, die Epstein unterstützt hätten, seien "ohne ersichtlichen Grund einfach geschwärzt worden", sagte der Abgeordnete der Demokratischen Partei aus Maryland, Jamie Raskin, am Montag (Ortszeit) vor Journalisten. Der wegen der Ernennung des Epstein-Freundes Paul Mandelson zum Botschafter in den USA unter Druck geratene britische Premier Keir Starmer lehnte derweil einen Rücktritt ab.

Baden-Württemberg: 37-Jähriger erschießt Ehefrau auf offener Straße

In Baden-Württemberg hat ein Mann seine Ehefrau auf offener Straße erschossen. Die Tat ereignete sich am Dienstagvormittag auf der Rückseite eines Wohn- und Geschäftshauses in Schrozberg, wie die Behörden in Aalen mitteilten. Laut Polizei fielen mehrere Schüsse, durch die die 38-Jährige tödlich verletzt wurde.

Verbände zu Dunkelfeldstudie: Ausmaß der Gewalt ist ein Schock

Mehrere Sozialverbände haben die Ergebnisse der Dunkelfeldstudie zu partnerschaftlicher Gewalt als alarmierend bezeichnet und einen wirksamen Schutz der Betroffenen gefordert. Die vorgestellten Zahlen seien "ein Schock" und das tatsächliche Ausmaß von Gewalt übersteige die polizeiliche Statistik bei weitem, erklärte der Paritätische Gesamtverband am Dienstag. Der Bedarf an Schutz, Beratung und Prävention sei damit "weitaus größer als bislang angenommen".

Textgröße ändern: