Pallade Veneta - Missbrauch an katholischer Schule: Grüne bezichtigen Bayrou der Lüge

Missbrauch an katholischer Schule: Grüne bezichtigen Bayrou der Lüge


Missbrauch an katholischer Schule: Grüne bezichtigen Bayrou der Lüge
Missbrauch an katholischer Schule: Grüne bezichtigen Bayrou der Lüge / Foto: Thomas SAMSON - POOL/AFP/Archiv

Frankreichs Grüne haben Premierminister François Bayrou im Zusammenhang mit einem großen Missbrauchsskandal an einer katholischen Schule der Lüge bezichtigt. "Es wird Zeit, dass der Premierminister aufhört zu leugnen", sagte die Grünen-Fraktionschefin Cyrielle Chatelain am Dienstag in Paris. Mehrere Zeugen hätten seiner Aussage widersprochen, dass er nichts von den Missständen an der Schule Bétharram in seinem südwestfranzösischen Wahlkreis gewusst habe.

Textgröße ändern:

"Er muss seine Lügen einräumen und sich entschuldigen", betonte Chatelain. "Kann man weiter Premierminister sein, wenn man in der Nationalversammlung gelogen hat?", gab sie zu bedenken.

Bayrou soll sich am Mittwoch vor einem Untersuchungsausschuss zu dem Missbrauchsskandal an der Bétharram-Schule äußern. Mit dieser ist er privat, aber auch durch mehrere frühere politische Ämter eng verbunden. Bislang bestreitet er, dass er in seiner Zeit als Abgeordneter und Bildungsminister von der körperlichen und sexuellen Gewalt gewusst habe, die Schülerinnen und Schüler dort erlebt haben.

Die Affäre wurde im vergangenen Jahr landesweit bekannt, nachdem sich immer mehr Betroffene in einer Online-Selbsthilfegruppe äußerten. Inzwischen sind mehr als 200 Klagen eingegangen, von denen die meisten Fälle inzwischen verjährt sind. Sowohl Ordensleute als auch andere Lehrer und Betreuer stehen im Verdacht, sich regelmäßig an den Kindern und Jugendlichen vergangen zu haben.

Bayrou hatte selber drei seiner sechs Kinder auf der Schule. Seine Frau unterrichtete dort Religion. Seine Tochter bekannte sich erst vor wenigen Tagen dazu, als 14-Jährige von einem Priester der Schule missbraucht worden zu sein. Sie habe das ihren Eltern nicht erzählt. Ihr Vater habe "das perverse System nicht durchschaut", erklärte sie.

O.Merendino--PV

Empfohlen

Neuer Oberbürgermeister Krause eröffnet Münchner Oktoberfest mit Fassanstich

Mit dem traditionellen Fassanstich und dem Ausruf "O'zapft is - auf eine friedliche Wiesn" beginnt am Samstag (12.00 Uhr) das Münchner Oktoberfest. Erstmals wird der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) das weltweit größte Volksfest eröffnen. Er reicht die erste Maß Bier nach dem Anzapfen an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).

Trump verbietet Medien CNN, MS NOW und Politico Zutritt zu Weißem Haus

US-Präsident Donald Trump hat den beiden Fernsehsendern CNN und MS NOW - ehemals MSNBC - sowie der Plattform Politico den Zutritt zum Weißen Haus untersagt. Auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärte Trump am Freitag, das Hausverbot trete umgehend in Kraft. "Andere Medien, die Falschinformationen verbreiten, werden folgen", fügte er hinzu.

Sarg von norwegischem König Harald V. nimmt CO2 auf

Der Ende August gestorbene norwegische König Harald V. ist nach Angaben des Königshauses in einem Sarg aus Kohlendioxid absorbierendem Silikatgestein bestattet worden. Haralds letzte Ruhestätte hat die Form eines Schiffes und besteht aus Olivin - einem grünlichen, rund 400 Millionen Jahre alten Silikatgestein, das in Westnorwegen abgebaut wird, wie der Palast am Freitag mitteilte.

Nach Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal: Hinweise auf antisemitisches Motiv

Nach dem Brandanschlag auf eine Synagoge in Wuppertal haben sich die Hinweise auf ein antisemitisches Tatmotiv verdichtet. Äußerungen des 37-jährigen Verdächtige bereits während seiner Festnahme deuteten auf ein antisemitisches Tatmotiv hin, teilte die Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag mit. Der Mann soll am Donnerstag einen Brandsatz an der Eingangstür eines zur Synagoge gehörenden Cafés gelegt haben.

Textgröße ändern: