Pallade Veneta - Bewährungsstrafe für tödlichen Streit in Straßenverkehr in Bayern

Bewährungsstrafe für tödlichen Streit in Straßenverkehr in Bayern


Bewährungsstrafe für tödlichen Streit in Straßenverkehr in Bayern
Bewährungsstrafe für tödlichen Streit in Straßenverkehr in Bayern / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat einen 63-Jährigen wegen eines tödlichen Streits im Straßenverkehr zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er wegen Körperverletzung mit Todesfolge, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch sagte. Die Kammer sah es demnach in der vergangenen Woche als erwiesen an, dass sich der folgenschwere Streit Ende August in Schwabach zugetragen hatte.

Textgröße ändern:

Der 63-Jährige war auf seinem Fahrrad unterwegs, als er in einem Kreisel von einem Auto überholt wurde. Er brachte das Auto kurze Zeit später zum Anhalten. Es kam zum Streit, weil der Radfahrer den Sicherheitsabstand des Autos beim Überholen als zu gering betrachtete. Der 63-Jährige schlug gegen einen Außenspiegel, wodurch dieser kaputt ging. Daraufhin kam es zu Schlägen zwischen den Beteiligten. Das Opfer umklammerte den Hals des 63-Jährigen.

Als der Mann diesen Griff lockerte, stieß der 63-Jährige ihn unvermittelt mit Schwung über einen Bordstein in einen Grünstreifen. Durch den Stoß verlor der Mann den Boden unter den Füßen und prallte mit dem Hinterkopf auf den Bordstein auf. Der Autofahrer wurde mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Rund zwei Wochen später starb er an einem Multiorganversagen als Folge der schweren Kopfverletzungen.

Mit dem Urteil blieb die Kammer deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die in ihrem Plädoyer viereinhalb Jahre Haft gefordert hatte. Die Verteidigerin plädierte auf eine Strafe von höchstens einem Jahr und drei Monaten wegen Körperverletzung mit Todesfolge in minderschwerem Fall.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Amokfahrer rast durch Leipziger Fußgängerzone: Zwei Tote und mehrere Verletzte

Er raste mit einem Auto durch eine Fußgängerzone in der Leipziger Innenstadt: Ein 33-jähriger Deutscher hat am Montagnachmittag bei einer Amokfahrt in der sächsischen Großstadt zwei Menschen getötet und mindestens zwei weitere schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft sprach zudem von einer "Vielzahl" weiterer Verletzter. Der mutmaßliche Amoktäter, der den Angaben zufolge in Leipzig lebt, wurde widerstandslos in seinem Wagen festgenommen. Die Motive der Tat waren zunächst unklar.

US-Außenminister Rubio trifft Papst Leo XIV. am Donnerstag in Rom

US-Außenminister Marco Rubio wird bei seinem Besuch in Rom am Donnerstag mit Papst Leo XIV. zusammentreffen. Rubio werde mit dem Pontifex "die Lage in der Golfregion und gemeinsame Interessen in der westlichen Hemisphäre besprechen", erklärte das US-Außenministerium am Montag. Aus Vatikankreisen war das Treffen, das nach dem Schlagabtausch zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Pontifex vor wenigen Wochen die bilateralen Beziehungen wieder entspannen soll, bereits am Vortag bestätigt worden.

Verdächtiger Autofahrer von Leipzig ist 33-jähriger Deutscher

Bei dem nach dem tödlichen Vorfall mit einem Auto in Leipzig festgenommenen Fahrer handelt es sich um einen 33-Jährigen mit deutscher Staatsangehörigkeit aus der sächsischen Stadt. Der Mann sei von Einsatzkräften noch in seinem Fahrzeug widerstandslos festgenommen worden, teilte die Polizei in der sächsischen Stadt am Montagabend mit. Er befinde sich in Polizeigewahrsam.

Nach Tat in Leipziger Innenstadt: Kretschmer spricht von "mutmaßlicher Amokfahrt"

Nach dem tödlichen Vorfall mit einem Auto in der Leipziger Innenstadt hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) von einer "mutmaßlichen Amokfahrt" gesprochen. Kretschmer schrieb zu der Tat mit zwei Toten und mehreren Verletzten im Kurzbotschaftendienst X: "Das erschüttert mich zutiefst". Die Tat mache "uns sprachlos", die Behörden würden aber "alles daransetzen, sie schnell und vollständig aufzuklären".

Textgröße ändern: