Pallade Veneta - Zwei Tote nach Schusswaffenangriff vor Jüdischem Museum in Washington

Zwei Tote nach Schusswaffenangriff vor Jüdischem Museum in Washington


Zwei Tote nach Schusswaffenangriff vor Jüdischem Museum in Washington
Zwei Tote nach Schusswaffenangriff vor Jüdischem Museum in Washington / Foto: Alex WROBLEWSKI - AFP

Vor dem Jüdischen Museum in Washington sind am Mittwochabend zwei Menschen erschossen worden. Wie US-Heimatschutzministerin Kristi Noem am späten Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte, handelt es sich bei beiden Opfern um Mitarbeiter der israelischen Botschaft. US-Präsident Donald Trump verurteilte die "offensichtlich auf Antisemitismus zurückzuführende" Tat scharf. Außenminister Marco Rubio sprach von einem "schamlosen Akt feiger, antisemitischer Gewalt". Die Behörden bestätigten die Festnahme des mutmaßlichen Täters.

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"Zwei Mitarbeiter der israelischen Botschaft wurden heute Abend in der Nähe des Jüdischen Museums in Washington DC auf sinnlose Weise getötet", erklärte Kristi Noem im Onlinedienst X. Es werde "aktiv ermittelt". Weitere Informationen würden mitgeteilt, sobald sie vorlägen.

Die Polizei in Washington bestätigte derweil, dass der mutmaßliche Schütze nach dem Angriff das Museumsgebäude betreten habe. Dabei sei er vom Sicherheitspersonal der darin stattfindenden Veranstaltung festgenommen worden. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 30-jährigen Mann namens Elias Rodriguez aus Chicago.

Nach Angaben der Washingtoner Polizeichefin Pamela Smith gehen die Ermittler davon aus, dass die Tat "von einem einzelnen Verdächtigen begangen wurde". Dieser befinde sich "jetzt in Gewahrsam", sagte sie vor Journalisten.

Smith zufolge waren die Beamten gegen 21.00 Uhr (Ortszeit, 03.00 Uhr MESZ) alarmiert worden. Als die Behörden am Tatort eintrafen, fanden sie die beiden Opfer, einen Mann und eine Frau, bewusstlos und ohne Lebenszeichen vor. Trotz der Notmaßnahmen der Ersthelfer konnten sie nicht gerettet werden.

Örtliche Medien hatten zuvor von Schüssen vor dem Jüdischen Museum berichtet. Demnach feuerte der Täter vor dem Museumsgebäude, in dessen Räumen eine Veranstaltung stattfand, auf Menschen.

Polizeichefin Smith sagte, dass der Verdächtige dabei beobachtet worden sei, wie er vor dem Museum auf und ab lief. Anschließend habe er sich einer Gruppe von vier Menschen mit einer Pistole in der Hand genähert, bevor er das Feuer eröffnete und einen Mann und eine Frau mit seinen Schüssen traf. Der Verdächtige habe bei seiner Festnahme "Free Palestine" (Freiheit für Palästina) gerufen.

US-Präsident Trump verurteilte die Tat aufs Schärfste. "Diese schrecklichen Morde in Washington, die offensichtlich auf Antisemitismus beruhen, müssen aufhören, jetzt", schrieb er auf seiner Onlineplattform Truth Social. "Hass und Radikalismus haben keinen Platz in den USA."

Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Danny Danon, sprach von einem "abscheulichen Akt des antisemitischen Terrorismus", der sich "außerhalb einer Veranstaltung im Jüdischen Museum in Washington" ereignet habe.

Diplomaten und der jüdischen Gemeinschaft Schaden zuzufügen, "überschreitet eine rote Linie", erklärte Danon weiter. Er sei "zuversichtlich, dass die US-Behörden energisch gegen die Verantwortlichen für diesen kriminellen Akt vorgehen werden". Israel werde weiterhin entschlossen handeln, um seine Bürger und Vertreter zu schützen.

US-Außenminister Marco Rubio versicherte, die Behörden würden die Täter aufspüren. "Dies war ein schamloser Akt feiger, antisemitischer Gewalt", erklärte er bei X. "Seien Sie sich darüber im Klaren: Wir werden die Verantwortlichen ausfindig machen und sie vor Gericht bringen."

Washingtons Bürgermeisterin Muriel Bowser sagte vor Journalisten, die Stadt werde "in den kommenden Tagen und Wochen als Gemeinschaft zusammenstehen, um die klare Botschaft zu senden, dass wir Antisemitismus nicht tolerieren". Sie wolle "klarstellen, dass wir diese Gewalt und diesen Hass nicht hinnehmen werden."

D.Vanacore--PV

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