Pallade Veneta - Heftiger Vulkanausbruch auf Sizilien: Ätna spuckt Lava, Asche und Gas

Heftiger Vulkanausbruch auf Sizilien: Ätna spuckt Lava, Asche und Gas


Heftiger Vulkanausbruch auf Sizilien: Ätna spuckt Lava, Asche und Gas
Heftiger Vulkanausbruch auf Sizilien: Ätna spuckt Lava, Asche und Gas / Foto: Giuseppe Distefano - AFP

Der Vulkan Ätna auf Sizilien ist erneut ausgebrochen: Der größte aktive Vulkan Europas stieß am Montag eine riesige Wolke aus Asche, Gas und Gestein aus. Der Ausbruch begann am späten Vormittag und zog sich bis zum Nachmittag, wie das italienische Vulkanforschungsinstitut INGV mitteilte. Zuvor sei vermutlich ein Teil des südöstlichen Kraters eingestürzt.

Textgröße ändern:

Aufnahmen von Überwachungskameras zeigten "einen pyroklastischen Strom", der offenbar durch einen Zusammenbruch an der Nordflanke des südöstlichen Kraters ausgelöst wurde, erklärte das Forschungsinstitut. Pyroklastische Ströme entstehen, wenn Gestein, Asche und heiße Gase mit hoher Geschwindigkeit die Hänge eines Vulkans herunterrasen. Sie sind extrem gefährlich. Pyroklastische Ströme töteten beispielsweise im ersten Jahrhundert nach Christus die Bewohner von Herculaneum und Pompeji.

Im Lauf des Tages habe sich die explosive Aktivität "zu einer Lavafontäne entwickelt", erklärte das INGV und schilderte Lavaströme, die in die Luft gesprüht wurden. Am Nachmittag meldete das Vulkanforschungsinstitut schließlich "keine Aschewolken" mehr über dem Krater, der Ausbruch sei zum Stillstand gekommen.

Nach Angaben der Experten bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, erklärte der sizilianische Regionalpräsident Renato Schifani. Der Vulkanausbruch werde von den Behörden "mit extremer Vorsicht beobachtet". Zivilschutzchef Salvo Cocina rief Urlauber dazu auf, die Gegend um den Ätna zunächst zu meiden. Im Internet veröffentlichte Videos zeigten Touristen, die offenbar einen Hang des Vulkans hinunter hasteten.

Die Behörden veröffentlichten eine Warnung an Fluggesellschaften; die Rauchwolke reichte demnach am Vormittag bis in eine Höhe von 6,5 Kilometern. Bis zum frühen Abend wurde die Warnung jedoch von der anfänglichen Alarmstufe Rot über Orange auf Gelb herabgestuft. Der nahegelegene Flughafen in Catania blieb am Montag durchgehend geöffnet.

Die Intensität des Ausbruchs sei ein "Zeichen für die anhaltende dynamische Kraft des Ätna", erklärte der Vulkanexperte Marco Viccaro in einer Lokalzeitung. Vergleichbare Ausbrüche könnten sich "über Wochen, wenn nicht sogar Monate" aufbauen.

Der 3324 Meter hohe Ätna ist der größte aktive Vulkan Europas. Seit mindestens 500.000 Jahren brach er regelmäßig aus.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Unglücksfall in Höhle auf der Schwäbischen Alb - Mann stirbt

In einer Höhle auf der Schwäbischen Alb ist ein Mann in Not geraten und gestorben. Der Tourengänger erlitt am Freitag während einer geführten Gruppentour tief in der Falkensteiner Höhle einen medizinischen Notfall, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Reutlingen sagte. Er verstarb rund 1300 Meter tief in der Höhle.

Motorflugzeug und Segelflieger nahe Baden-Baden abgestürzt - ein Toter

Bei einem Unfall mit einem Motorflugzeug und einem Segelflieger nahe Baden-Baden ist ein Mensch ums Leben gekommen. Beide Leichtflugzeuge stürzten am Freitagmittag auf eine Wiese bei einer Kläranlage ab, wie das Polizeipräsidium Offenburg mitteilte. Der genaue Unfallhergang war zunächst noch unklar.

Hunderte Festnahmen bei Demonstrationen am 1. Mai in Istanbul

Bei Protesten anlässlich des 1. Mai in Istanbul sind Aktivisten zufolge hunderte Menschen festgenommen worden. Bis zum frühen Nachmittag seien 370 Menschen festgenommen worden, teilte der Anwaltsverein CHD im Onlinedienst X am Freitag mit. Die Polizei sprühte aus Einsatzfahrzeugen heraus Tränengas auf die Demonstranten, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP mitteilten.

Großbritannien hebt Terrorwarnstufe nach Angriff auf britische Juden auf "hoch" an

Nach dem Messerangriff auf zwei Juden in London gilt in Großbritannien nun eine verschärfte Terrorwarnung. Die Terrorwarnstufe sei auf das zweithöchste Niveau von "erheblich" auf "hoch" angehoben worden, teilte das Innenministerium in London am Donnerstag mit. Nach dem als "terroristisch" eingestuften Messerangriff auf zwei Juden im Viertel Golders Green der britischen Hauptstadt hatte Premierminister Keir Starmer eine "schnelle Reaktion" der Justiz gefordert. Der mutmaßliche Täter wurde des versuchten Mordes beschuldigt, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Textgröße ändern: