Pallade Veneta - Kleinkind aus Fenster geworfen: Berliner Mutter bleibt in Psychiatrie

Kleinkind aus Fenster geworfen: Berliner Mutter bleibt in Psychiatrie


Kleinkind aus Fenster geworfen: Berliner Mutter bleibt in Psychiatrie
Kleinkind aus Fenster geworfen: Berliner Mutter bleibt in Psychiatrie / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Weil sie ihr Kleinkind aus dem Fenster warf, muss eine Frau aus Berlin in einer psychiatrischen Klinik bleiben. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte das Urteil des Berliner Landgerichts vom November, wie er am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Demnach war die 41-Jährige schuldunfähig. (Az. 5 StR 152/25)

Textgröße ändern:

Die Frau hatte das damals 21 Monate alte Mädchen im Juni 2024 aus dem Fenster ihrer Wohnung im dritten Stock in Berlin-Köpenick geworfen. Zuvor hatte sie bereits verschiedene Gegenstände wie eine Mülltüte, Handys und eine Katzenbox aus dem Küchenfenster geworfen.

Der Fall des Kleinkinds wurde durch ein Gebüsch vor dem Haus abgefedert. Es wurde dennoch schwer verletzt und erlitt durch den Sturz mehrere Knochenbrüche, unter anderem der beiden Unterschenkel und des Beckens. Zwei Zeugen fanden es im Gebüsch. Drei Wochen lang wurde das Mädchen im Krankenhaus behandelt. Später kam es zusammen mit seinen älteren Geschwistern zu den Großeltern.

Nach den Feststellungen des Landgerichts leidet die Mutter an einer paranoiden Schizophrenie. Ihre Steuerungsfähigkeit sei bei der Tat vollständig aufgehoben gewesen. Sie müsse dauerhaft im Maßregelvollzug untergebracht werden. Wenn sie nicht in einer psychiatrischen Klinik behandelt werde, sei die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie vergleichbare Taten wieder begehen werde.

Die Staatsanwaltschaft war zunächst davon ausgegangen, dass die Frau das Kind in die Katzenbox gesperrt und damit aus dem Fenster geworfen hatte. Das stellte sich als falsch heraus. Das Gericht schloss aber mit Sicherheit aus, dass das Kind selbst aus dem Fenster gestürzt war. Es sei unvorstellbar, dass es mit 21 Monaten selbstständig auf den Kinderstuhl in der Nähe des Fensters geklettert sei.

Gegen das Urteil des Landgerichts wandte sich die Frau an den BGH. Dieser fand aber bei seiner Überprüfung keine Rechtsfehler zu ihrem Nachteil. Das Urteil wurde rechtskräftig.

L.Bufalini--PV

Empfohlen

Oppositionspolitiker und Verbündeter Machados in Venezuela aus Gefängnis entlassen

In Venezuela ist der Oppositionspolitiker und Verbündete der Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado, Juan Pablo Guanipa, aus dem Gefängnis entlassen worden. "Ich gebe bekannt, dass mein Papa, Juan Pablo Guanipa, vor einigen Minuten freigelassen wurde", erklärte der Sohn des ehemaligen Abgeordneten, Ramón Guanipa, am Sonntag im Onlinedienst X. "Nach mehr als acht Monaten ungerechtfertigter Haft und mehr als eineinhalb Jahren Trennung kann sich unsere gesamte Familie bald wieder in die Arme nehmen", fügte er hinzu.

Britischer Kabinettchef tritt wegen Rolle bei Ernennung von Epstein-Freund Mandelson zurück

Der Kabinettschef des britischen Premierministers Keir Starmer, Morgan McSweeney, hat im Zusammenhang mit dem Skandal um den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein seinen Rücktritt erklärt. "Nach gründlicher Überlegung habe ich beschlossen, aus der Regierung auszutreten", erklärte McSweeney am Sonntag in einem an den Sender BBC übermittelten Schreiben. Der Kabinettchef hatte eigenen Angaben zufolge Starmer dazu geraten, Peter Mandelson - einen Freund Epsteins - zum Botschafter in Washington zu ernennen.

Iranische Friedensnobelpreisträgerin Mohammadi zu sechs Jahren Haft verurteilt

Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist nach Angaben ihres Anwalts zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht habe sie wegen "Versammlung und Absprache zur Begehung von Straftaten" zu der Haftstrafe verurteilt, teilte der Anwalt Mostafa Nili am Sonntag mit. Es habe außerdem ein zweijähriges Ausreiseverbot gegen Mohammadi verhängt.

Tödlicher Unfall auf Autobahn: Gestürzter Motorradfahrer von Lastwagen überrollt

Ein Motorradfahrer ist bei einem tödlichen Unfall auf der Autobahn 2 in Nordrhein-Westfalen von einem Auto gerammt und anschließend von einem Lastwagen überrollt worden. Wie die Polizei in Dortmund am Sonntag mitteilte, starb der 61-Jährige noch an der Unfallstelle. Der Unfall ereignete sich bereits am frühen Samstagmorgen zwischen Hamm und Bönen.

Textgröße ändern: