Pallade Veneta - Mord an Inlineskaterin in Niedersachsen: Hafturteil gegen Täter rechtskräftig

Mord an Inlineskaterin in Niedersachsen: Hafturteil gegen Täter rechtskräftig


Mord an Inlineskaterin in Niedersachsen: Hafturteil gegen Täter rechtskräftig
Mord an Inlineskaterin in Niedersachsen: Hafturteil gegen Täter rechtskräftig / Foto: Thomas Lohnes - AFP/Archiv

Weil er ein 17-Jähriges Mädchen ermordete und zwei Frauen zu ermorden versuchte, ist ein Mann aus Niedersachsen rechtskräftig zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte nach Angaben vom Dienstag das Urteil des Landgerichts Verden gegen den Angeklagten. (Az. 4 StR 34/25)

Textgröße ändern:

Das Landgericht sah als erwiesen an, dass der Mann im September 2023 die ihm unbekannte 17-Jährige, die bei Barenburg an einer Straße auf Inlineskates unterwegs war, mit einem Messer erstochen hatte. Während die Ermittlungen zu diesem Verbrechen liefen, verletzte der zu dem Zeitpunkt noch unidentifizierte Täter drei Tage später eine ihm ebenfalls unbekannte 30-Jährige vor einem Schnellrestaurant in Suhlingen mit einem Messer schwer.

Auf der Flucht von diesem Tatort fuhr er wenige Stunden später in Burgwedel mit seinem Auto eine 18-Jährige an und verletzte sie ebenfalls. Nach Zeugenhinweisen konnte er später auf einem verlassenen Gehöft im Raum Schwarmstedt gefasst werden.

Das Verdener Gericht sprach den damals 47-Jährigen im Juli 2024 wegen Mordes, zweier versuchter Morde, gefährlicher Körperverletzung und eines vorsätzlichen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr schuldig. Als Motiv ging es von einer massiven Unzufriedenheit des Manns mit seinem Lebensumständen sowie Arbeitsüberlastung aus, wobei die genauen psychischen Zusammenhänge unklar blieben.

Es sah jeweils die Mordmerkmale der Heimtücke und der niedrigen Beweggründe als erfüllt an. Wegen Gefährlichkeit ordnete es zusätzliche Sicherungsverwahrung an. Der Täter kommt damit nach der Verbüßung seiner Strafe nicht frei, sondern wird in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht, was regelmäßig überprüft wird.

Der Mann äußerte sich im Prozess sowie gegenüber einem Gutachter und räumte die ersten beiden Taten generell ein. Die dritte Tat bezeichnete er als Unfall. Gegen das Urteil aus Verden wandte er sich an den BGH. Seine Revision wurde nun aber verworfen, weil der BGH bei der Überprüfung des Urteils keine Rechtsfehler fand.

C.Grillo--PV

Empfohlen

Britischer Kabinettchef tritt wegen Rolle bei Ernennung von Epstein-Freund Mandelson zurück

Der Kabinettschef des britischen Premierministers Keir Starmer, Morgan McSweeney, hat im Zusammenhang mit dem Skandal um den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein seinen Rücktritt erklärt. "Nach gründlicher Überlegung habe ich beschlossen, aus der Regierung auszutreten", erklärte McSweeney am Sonntag in einem an den Sender BBC übermittelten Schreiben. Der Kabinettchef hatte eigenen Angaben zufolge Starmer dazu geraten, Peter Mandelson - einen Freund Epsteins - zum Botschafter in Washington zu ernennen.

Iranische Friedensnobelpreisträgerin Mohammadi zu sechs Jahren Haft verurteilt

Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist nach Angaben ihres Anwalts zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht habe sie wegen "Versammlung und Absprache zur Begehung von Straftaten" zu der Haftstrafe verurteilt, teilte der Anwalt Mostafa Nili am Sonntag mit. Es habe außerdem ein zweijähriges Ausreiseverbot gegen Mohammadi verhängt.

Tödlicher Unfall auf Autobahn: Gestürzter Motorradfahrer von Lastwagen überrollt

Ein Motorradfahrer ist bei einem tödlichen Unfall auf der Autobahn 2 in Nordrhein-Westfalen von einem Auto gerammt und anschließend von einem Lastwagen überrollt worden. Wie die Polizei in Dortmund am Sonntag mitteilte, starb der 61-Jährige noch an der Unfallstelle. Der Unfall ereignete sich bereits am frühen Samstagmorgen zwischen Hamm und Bönen.

75-Jährige in Reihenhaus in München getötet - 23-Jähriger unter Tatverdacht

Eine 75-Jährige ist in ihrem Reihenhaus in München angriffen und tödlich verletzt worden. Einsatzkräfte nahmen kurz nach der Tat am Samstagabend einen 23-jährigen Verdächtigen in der Nähe des Tatorts fest, wie die Polizei in der bayerischen Hauptstadt am Sonntag mitteilte. Ersten Erkenntnissen zufolge standen der Verdächtige und die Tote in keiner Vorbeziehung. Warum sich der 23-Jährige mutmaßlich im Haus der Frau aufhielt, war demnach unklar.

Textgröße ändern: