Pallade Veneta - Mindestens 265 Tote bei Flugzeugabsturz in Indien - Ein Passagier überlebt

Mindestens 265 Tote bei Flugzeugabsturz in Indien - Ein Passagier überlebt


Mindestens 265 Tote bei Flugzeugabsturz in Indien - Ein Passagier überlebt
Mindestens 265 Tote bei Flugzeugabsturz in Indien - Ein Passagier überlebt / Foto: Sam PANTHAKY - AFP

Bei einem Flugzeugabsturz in Indien sind mindestens 265 Menschen ums Leben gekommen. Die Air-India-Maschine verunglückte am Donnerstag in der westindischen Stadt Ahmedabad. Nur einer der 242 Insassen des Flugzeugs überlebte. 24 Menschen wurden nach Behördenangaben am Boden getötet, als das Flugzeug in ein Wohngebiet stürzte. Die indische Regierung erklärte, sie habe eine "formelle Untersuchung der Absturzursachen" eingeleitet.

Textgröße ändern:

Laut der indischen Behörde für zivile Luftfahrt verunglückte das Flugzeug vom Typ Boeing 787-8 Dreamliner "direkt nach dem Start" in Ahmedabad. Es setzte demnach noch einen Notruf ab und krachte dann außerhalb des Flughafengeländes in ein Gebäude. Auf in Online-Netzwerken veröffentlichen Videos war zu sehen, wie die Maschine mit nach oben gerichteter Nase schnell an Höhe verlor, in ein Gebäude krachte und in einem Feuerball explodierte.

"Eine Hälfte des Flugzeugs stürzte in ein Wohngebäude, in dem Ärzte und ihre Familien leben", sagte ein Arzt, der seinen Namen nur mit Krishna angab. Flugzeugnase und das Vorderrad seien auf die Kantine gestürzt, in denen Studenten gerade zu Mittag gegessen hätten. Krishna sah nach eigenen Angaben "etwa 15 bis 20 verbrannte Leichen", 15 Studenten habe er aber mit seinen Kollegen retten können.

Bei den 230 Passagieren des Fluges AI-171 auf dem Weg nach London handelte sich laut Air India um 169 Inder, 53 Briten, sieben Portugiesen und einen Kanadier. Zudem waren demnach zwölf Besatzungsmitglieder an Bord.

Nur ein Insasse des Flugzeugs überlebte den Absturz: Nach Angaben der Gesundheitsbehörde des Bundesstaates Gujarats wird er derzeit in einem Krankenhaus behandelt. Laut Medienberichten handelt es sich bei dem Überlebenden um den 40-jährigen britischen Staatsbürger Vishwash Kumar Ramesh. Er habe auf dem Sitzplatz 11A gesessen.

Rettungsteams mit Spürhunden durchsuchten bis in die frühen Morgenstunden des Freitags (Ortszeit) die verkohlten Wrackteile - auf der Suche nach Überlebenden und nach den Flugschreibern, um Informationen über die letzten Momente vor dem Absturz zu erlangen. Die britische Regierung sowie die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB kündigten an, Ermittler zu entsenden, die bei der Aufklärung der Absturzursache helfen sollen.

Die Fluggesellschaft Air India setzte einen Krisenstab und ein Hilfsteam für Angehörige ein. Mit Flügen aus Neu Delhi und Mumbai sollen die Angehörigen der verunglückten Flugzeuginsassen nach Ahmedabad gebracht werden, um bei der Identifizierung der Leichen zu helfen. "Es werden Vorkehrungen für DNA-Tests getroffen" sagte ein Gesundheitsbeamter vor Journalisten.

Ahmedabad, die größte Stadt im westindischen Bundesstaat Gujarat, hat rund acht Millionen Einwohner. In der Umgebung des verkehrsreichen Flughafens liegen dicht besiedelte Wohngebiete.

Der indische Premierminister Narendra Modi, Großbritanniens Premierminister Keir Starmer und König Charles III. sowie der portugiesische Regierungschef Luís Montenegro und Papst Leo XIV. reagierten erschüttert auf das Unglück. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schrieb in einer Kondolenzbotschaft an die indische Präsidentin Draupadi Murmu, er sei "zutiefst bestürzt". Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) erklärte auf Englisch im Onlinedienst X, die Bundesregierung sei mit ihren Gedanken und Gebeten "bei unseren Freunden in Indien und allen, die derzeit um ihre Angehörigen bangen".

Der Flughafen Ahmedabad wurde bis auf Weiteres geschlossen. Der US-Flugzeugbauer Boeing erklärte, bei der Klärung der Unglücksursache mit Air India zusammenzuarbeiten. Aus mit den Vorgängen vertrauten Kreisen hieß es, es handele sich um den ersten Absturz des Typs 787 Dreamliner, der 2011 in Dienst genommen wurde.

Das letzte schwere Flugzeugunglück in Indien hatte sich 2010 ereignet. Bei der missglückten Landung einer Air-India-Maschine auf dem Flughafen der südindischen Stadt Mangalore starben damals 158 Menschen, acht Insassen überlebten. 1996 waren beim Zusammenprall zweier Flugzeuge über Neu Delhi fast 350 Menschen ums Leben gekommen.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Neuer Oberbürgermeister Krause eröffnet Münchner Oktoberfest mit Fassanstich

Mit dem traditionellen Fassanstich und dem Ausruf "O'zapft is - auf eine friedliche Wiesn" beginnt am Samstag (12.00 Uhr) das Münchner Oktoberfest. Erstmals wird der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) das weltweit größte Volksfest eröffnen. Er reicht die erste Maß Bier nach dem Anzapfen an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).

Trump verbietet Medien CNN, MS NOW und Politico Zutritt zu Weißem Haus

US-Präsident Donald Trump hat den beiden Fernsehsendern CNN und MS NOW - ehemals MSNBC - sowie der Plattform Politico den Zutritt zum Weißen Haus untersagt. Auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärte Trump am Freitag, das Hausverbot trete umgehend in Kraft. "Andere Medien, die Falschinformationen verbreiten, werden folgen", fügte er hinzu.

Sarg von norwegischem König Harald V. nimmt CO2 auf

Der Ende August gestorbene norwegische König Harald V. ist nach Angaben des Königshauses in einem Sarg aus Kohlendioxid absorbierendem Silikatgestein bestattet worden. Haralds letzte Ruhestätte hat die Form eines Schiffes und besteht aus Olivin - einem grünlichen, rund 400 Millionen Jahre alten Silikatgestein, das in Westnorwegen abgebaut wird, wie der Palast am Freitag mitteilte.

Nach Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal: Hinweise auf antisemitisches Motiv

Nach dem Brandanschlag auf eine Synagoge in Wuppertal haben sich die Hinweise auf ein antisemitisches Tatmotiv verdichtet. Äußerungen des 37-jährigen Verdächtige bereits während seiner Festnahme deuteten auf ein antisemitisches Tatmotiv hin, teilte die Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag mit. Der Mann soll am Donnerstag einen Brandsatz an der Eingangstür eines zur Synagoge gehörenden Cafés gelegt haben.

Textgröße ändern: